Bild: Getty Images
Einbrecher steigen häufiger ein und nehmen mehr mit
22.10.2026
Letztes Jahr verzeichnete die AXA in der Schweiz vier Prozent mehr Einbruchdiebstähle pro Anzahl Versicherte und bezahlte neun Prozent mehr als im Vorjahr. Verglichen mit 2022 ist der Schadenaufwand gar um 60 Prozent gestiegen. Dabei sind nicht alle Regionen und alle Monate gleich stark betroffen. Das höchste Risiko bestand im Kanton Genf sowie in den Monaten November und Dezember.
Am Wochenende werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt, womit es abends wieder früher dunkel wird. Dies spielt Einbrechern in die Hände, deren Hochsaison nun beginnt: Von Oktober bis März verzeichnet die AXA, die grösste Schweizer Schadenversicherung, 45 Prozent mehr Einbrüche als im Sommerhalbjahr. Der beliebteste Monat ist dabei der Dezember, gefolgt vom November. Am 24. und 31. Dezember stellt die AXA jeweils gar mehr als doppelt so viele Einbrüche fest wie an normalen Tagen. «Während der Feiertage, wenn viele in den Ferien oder bei Verwandten sind, haben Einbrecher leichteres Spiel», so Stefan Müller, Leiter Schaden Sachversicherungen bei der AXA. Am seltensten steigen sie von April bis Juni ein.
Westschweiz besonders betroffen
Das Risiko für einen Einbruch hängt aber nicht nur von der Jahreszeit ab – sondern auch davon, wo man wohnt. So war im Zeitraum von 2019 bis 2025 das Risiko, von Einbrechern heimgesucht zu werden, im Kanton Genf über doppelt so hoch wie im Schweizer Schnitt. Pro Jahr und pro 1000 Haushalte geschahen im Kanton Genf in diesem Zeitraum 8,4 Einbrüche. Auch die Kantone Waadt, Basel-Stadt und Basel-Land sowie Jura, Solothurn und Neuenburg waren überdurchschnittlich oft betroffen. In der Inner- und Südostschweiz hingegen stehen die Chancen gut, dass man gar nie einen Langfinger zuhause hat: Seit 2019 verzeichnete die AXA pro Jahr und pro 1000 Haushalte in Uri und Graubünden nur jeweils einen Einbruch, in Glarus 1,2 Einbrüche. Der Schweizer Schnitt liegt bei 3,3.
22 Millionen Franken Schaden
Seit 2020 verzeichnet die AXA von Jahr zu Jahr mehr Einbrüche pro Anzahl versicherte Haushalte. 2025 waren es vier Prozent mehr als im Vorjahr und 15 Prozent mehr als 2022. «Wieso Einbrüche zugenommen haben, zeigen unsere Daten nicht», sagt Stefan Müller. Noch deutlicher gestiegen ist der durchschnittliche Schaden und damit der Schadenaufwand. Letztes Jahr hat die AXA mehr als 22 Millionen Franken für Einbruchdiebstähle bezahlt, neun Prozent mehr als im Vorjahr und 60 Prozent mehr als drei Jahre zuvor.
Rekordhoher Schadendurchschnitt
Der einzelne Fall kostete 2025 im Schnitt über 7000 Franken, war damit 30 Prozent teurer als drei Jahre zuvor und so hoch wie noch nie. Dieser Entwicklung dürften mehrere Faktoren zugrunde liegen, ordnet Stefan Müller ein: «Erstens sind viele Personen im Besitz von immer teureren Wertgegenständen wie Smartphones, Laptops oder E-Bikes. Zweitens ist aufgrund der höheren Preise dieselbe Sache heute teurer als früher. Und drittens beobachten wir deutlich mehr Grossschäden.» Unter Grossschäden sind Fälle mit Kosten von über 30'000 Franken zu verstehen. Seit 2023 verzeichnet die AXA rund doppelt so viele solche Fälle pro Jahr als in den Jahren davor. «Solch komplexe Delikte deuten auf organisierte Strukturen hin. Wir gehen davon aus, dass professionell durchgeführte Einbrüche und damit die organisierte Kriminalität deutlich zugenommen haben», sagt Stefan Müller.
Tipps zur Prävention
Gerade Einschleichdiebstähle – Delikte, bei denen Diebe ohne Gewaltanwendung an die Wertsachen gelangen, beispielsweise dank einer offenen Türe oder einem gekippten Fenster – lassen sich mit einfachen Massnahmen vermeiden. «Türen sollten auch bei kurzen Abwesenheiten stets mit dem Schlüssel abgeschlossen und alle Fenster geschlossen werden – auch nachts», empfiehlt Stefan Müller. Aufmerksame Nachbarinnen und Nachbarn sind für die Einbruchsprävention ebenfalls wesentlich. Günstig und effektiv sind zudem Zeitschaltuhren, welche die Beleuchtung im Gebäude regeln und die Anwesenheit der Bewohnerinnen und Bewohner vortäuschen.
Downloads
Über die AXA
Rund zwei Millionen Kundinnen und Kunden in der Schweiz vertrauen auf die Expertise der AXA in der Personen-, Sach-, Haftpflicht-, Rechtsschutz- und Lebensversicherung sowie in der Gesundheits- und beruflichen Vorsorge. Mit innovativen Produkten und Dienstleistungen rund um Mobilität, Gesundheit, Vorsorge und Unternehmertum sowie einfachen, digitalen Prozessen steht die AXA ihren Kundinnen und Kunden als Partnerin zur Seite und ermutigt sie mit ihrem Markenversprechen «Know You Can», auch in herausfordernden Situationen an sich selbst zu glauben. Dafür setzen sich rund 4700 Mitarbeitende sowie 3100 Kolleginnen und Kollegen im Vertrieb persönlich ein. Mit über 340 Geschäftsstellen verfügt die AXA über das schweizweit grösste Vertriebsnetz in der Versicherungsbranche. Die AXA Schweiz gehört zur AXA Gruppe und erzielte 2025 ein Geschäftsvolumen von CHF 6,6 Mia.