Unterwegs

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf LinkedIn teilen Auf Xing teilen Per Email teilen

Die Spur gewechselt, ohne zu blinken, kurz im Halteverbot geparkt oder aus Ärger ein Hupkonzert veranstaltet: Gegen manche Verkehrsregeln hat fast jede Autofahrerin und jeder Autofahrer schon mal verstossen. Doch wer bei diesen «Kavaliersdelikten» erwischt wird, staunt oft über die hohen Bussen und Sanktionen.

Cyril Senn, Verkehrsrechtsexperte bei der AXA-ARAG, sagt Ihnen, wo Sie besonders aufpassen müssen.

Rechts überholen

Auf der Autobahn gehört das Rechtsüberholen zum Alltag und wird von vielen Autofahrerinnen und Autofahrern als Kavaliersdelikt betrachtet. Auch wenn unsere Politikerinnen und Politiker darüber diskutieren, ob das Rechtsüberholen erlaubt werden soll, ist es nach geltender Rechtsprechung des Bundesgerichts eine grobe Verkehrsregelverletzung, die ohne Vorbelastung mit Freiheits- oder Geldstrafe inklusive Strafregistereintrag und mindestens drei Monaten Ausweisentzug sanktioniert wird.

Zu dicht auffahren

Im Feierabendverkehr teilt man die Autobahn mit unzähligen weiteren Leidensgenossinnen und -genossen im Feierabendverkehr auf der Autobahn. In solchen Verkehrssituationen ist aber nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch wegen der rechtlichen Konsequenzen Vorsicht geboten. Man muss stets einen genügenden Sicherheitsabstand zum nächsten Fahrzeug haben.

Das Bundesgericht hält seit Jahren an der Faustregel «Halber Tacho» fest: bei einem Tempo von 80 km/h sollte ein Abstand von 40 Metern gewahrt werden. Hält man diesen Abstand nicht ein, drohen ohne Vorbelastung eine Busse und ein mindestens einmonatiger Ausweisentzug. Ist der Abstand geringer als 0,6 Sekunden, gibt es eine Freiheits- oder Geldstrafe inklusive Strafregistereintrag und mindestens drei Monaten Ausweisentzug. Auch einem «Schleicher» auf der linken Fahrbahn sollte man also nicht zu nah aufrücken.

Jetzt Verkehrs-Rechtsschutz abschliessen

Laut sein wird teuer

Beim Miet-Lamborghini mal so richtig den Motor aufheulen lassen, bei der Harley die Auspuffklappe öffnen und durch die Landschaft knattern oder im Cabrio auf einer Spritztour die Musik voll aufdrehen: Was für «Petrolheads» Musik in den Ohren ist, ist für andere einfach nur Krach. Das «Verursachen von vermeidbarem Lärm» wird durch das Strassenverkehrsgesetz verboten. Geschützt werden sollen durch das Verbot die Anwohner in den Städten, aber auch die Tiere und die Natur. Wer unnötig Lärm verursacht, wird mit einer Busse bestraft, die in der Regel zwischen CHF 200.– und 300.– beträgt.

Vierbeiner

Die Likes sind garantiert bei in den Social Media geposteten Videos oder Fotos von Katzen, die auf dem Armaturenbrett des Autos mitcruisen, oder von Hunden, die aus dem Autofenster gucken und die Zunge im Wind flattern lassen. Nachmachen sollte man dies aber auf keinen Fall. Tiere gelten nach schweizerischem Recht als Ladung und diese ist angemessen zu sichern. Ansonsten werden die geliebten Vierbeiner bei einem Unfall zu «Geschossen», die nicht nur die Insassen, sondern auch Drittpersonen gefährden können. Empfehlenswert ist es, Tiere in Tierboxen mitzuführen oder mit speziellen Leinen an den Sitzgurthaltern zu befestigen. Andernfalls drohen ohne Vorbelastung im Normalfall eine Busse und ein einmonatiger Ausweisentzug.

Beim Fahren sollte man das Mobiltelefon ausser Reichweite lassen, sonst kann es sehr schnell sehr teuer werden.

Cyril Senn, Verkehrsrechtsexperte bei der AXA-ARAG

Hände weg vom Handy

Beim Autofahren muss man seine Aufmerksamkeit der Strasse widmen und darf sich nicht ablenken lassen. Wer beim Autofahren mit dem Handy am Ohr telefoniert, riskiert eine Ordnungsbusse von CHF 100.–. Wenn man gar Nachrichten liest oder auf dem Smartphone herumtippt, wird es noch teurer. Man hat sich in diesem Fall von seinem «Chnoche» ablenken lassen. Je nach Umstand droht eine Verwarnung durch das Strassenverkehrsamt oder ein Führerausweisentzug.

Rotlicht missachten

Auch im Stadtverkehr muss man aufpassen – insbesondere bei Lichtsignalen. Im Schilderwald der Schweizer Grossstädte kann man schon mal eine Ampel übersehen, die länger auf Rot steht: «Ist ja nicht so schlimm». Weit gefehlt! Das Bundesgericht hat deshalb auch schon einen Polizisten wegen grober Verkehrsregelverletzung verurteilt. Er hat auf seiner Fahrt mit Blaulicht und Sirene ein Rotlicht missachtet und dabei einen Verkehrsunfall verursacht. Für die Sanktionierung mit Freiheits- oder Geldstrafe inklusive Strafregistereintrag und mindestens drei Monaten Ausweisentzug ist nicht mal ein Unfall nötig. Schon alleine die Gefährdung der übrigen Verkehrsteilnehmer reicht dafür aus.

Verwandte Artikel

AXA & Sie

Kontakt Schaden melden Stellenangebote Medien Broker myAXA Garagen-Portal Kundenbewertungen Newsletter abonnieren

AXA weltweit

AXA weltweit

In Kontakt bleiben

DE FR IT EN Nutzungshinweise Datenschutz © {YEAR} AXA Versicherungen AG

Wir verwenden Cookies und Analyse Tools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internet-Seite zu verbessern und die Werbung von AXA und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutz