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Untervermietung über Airbnb: Was ist zu beachten?

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Die Vermittlungsplattform Airbnb wurde 2008 gegründet und ist heute in 191 Ländern aktiv. In der Schweiz werden derzeit rund 25 000 Unterkünfte angeboten – was rund 25 Prozent des gesamten Hotellerieangebots entspricht. Auf Anbieterseite steht die Plattform prinzipiell allen Personen offen, die temporär eine freie Unterkunft zu vermieten haben.

Wird ein Mietobjekt ganz oder teilweise weitervermietet, so spricht man von einer Untermiete, die in der Schweiz gemäss gesetzlicher Regelung grundsätzlich zulässig ist. Der Vermieter darf seine Zustimmung zu einer Untermiete nur in den folgenden Fällen verweigern:

  • Der Mieter gibt die Bedingungen der Untermiete nicht bekannt. 
  • Die Bedingungen der Untermiete sind missbräuchlich. 
  • Durch die Untermiete entstehen dem Vermieter wesentliche Nachteile.

Die Zustimmung des Vermieters muss in jedem Fall vor einer Weitervermietung eingeholt werden. Da Objekte auf Vermittlungsplattformen wie Airbnb oft nur für kurze Zeit und an wechselnde Gäste vermietet werden, empfiehlt es sich, vom Vermieter eine generelle Zustimmung für diese Art der Untermiete zu verlangen.

Welche Informationen sollten Sie dem Vermieter weitergeben?

Die wichtigste Information, die bei einer Untermiete an den Vermieter weitergegeben werden muss, ist der Mietzins. Am einfachsten ist es für den Mieter in der Regel, gleich den vorgesehenen Eintrag auf Airbnb an den Vermieter weiterzuleiten.

Wann liegen missbräuchliche Bedingungen vor?

Missbräuchliche Bedingungen liegen insbesondere dann vor, wenn der Mieter im Untermietvertrag einen überhöhten Zins verlangt. Ein moderater Aufschlag ist selbstverständlich erlaubt, da der Airbnb-Gastgeber das Mietobjekt in der Regel komplett möbliert weitergibt und für die Reinigung sowie für frische Bettwäsche und Handtücher sorgt. Gleichzeitig darf das Objekt aber nicht gewerbsmässig untervermietet werden.

Im Klartext: Wird bei der Weitervermietung einer Wohnung oder eines Hauses ein Gewinn erzielt, so kann der Vermieter die Herausgabe des entsprechenden Betrags verlangen.

Wann entstehen dem Vermieter wesentliche Nachteile?

Wesentliche Nachteile entstehen dem Vermieter beispielsweise dann, wenn

  • ein Mietobjekt in der Untermiete überbelegt wird oder 
  • Gäste durch ihr Verhalten die Nachbarn stören – beispielsweise durch übermässigen Lärm. 

In solchen Fällen ist der Vermieter berechtigt, seine Zustimmung zur Untermiete zu verweigern oder zurückzuziehen.

Beispiel eines Gerichtsentscheids

Im Februar 2017 entschied das Mietgericht Zürich, dass ein Mieter seine Wohnung künftig nicht mehr über Buchungsplattformen weitervermieten darf, weil er die Vorschriften der Untermiete verletzt hatte. Ausserdem musste er den erzielten Gewinn an den Vermieter überweisen.

Müssen Airbnb-Gäste Kurtaxe bezahlen?

Für Betreiber eines Hotels oder einer Pension ist das Einziehen einer Kurtaxe für jede Übernachtung in vielen Gemeinden selbstverständlich. Da Vermittlungsplattformen zunehmend eine Konkurrenz zur klassischen Hotellerie darstellen, haben manche Gemeinden ihre Gesetze angepasst: Sie verlangen nun auch von den Airbnb-Gastgebern, bei ihren Gästen die Kurtaxe einzuziehen. Oft wird diese Gebühr mit einem Ticket für den öffentlichen Verkehr kombiniert, was den Gästen einen klaren Mehrwert bringt. Es empfiehlt sich in jedem Fall, bei der Wohngemeinde die entsprechenden Informationen einzuholen!

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