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Sicherheit und Recht

Flottenchauffeure – so sind sie sicher unterwegs

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Flottenchauffeure sind den ganzen Tag auf der Strasse unterwegs und begeben sich dabei öfter in Gefahr, als Sie denken. Dieses Sicherheitsrisiko stellt auch ein Problem für Flottenverantwortliche dar. Diese Tipps helfen dabei, sicherer zu fahren.

Aufmerksamkeit

Ablenkung ist laut dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) die Hauptursache jedes fünften Unfalls. Man unterscheidet zwischen vier Arten von Ablenkung, welche die Sicherheit des Fahrers wie auch die der anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet.

Von motorischer Ablenkung spricht man, wenn die Hände nicht am Steuer sind. Telefonieren, essen oder trinken sollten Sie als Lenker deshalb nicht. Ebenfalls ablenkend sind visuelle Reize innerhalb und ausserhalb des Autos. Auch akustische Ablenkung ist ein Sicherheitsrisiko; sei es Strassenlärm, das Klingeln des Handys oder das Radio. Als vierter Ablenkungspfeiler wird die gedankliche Ablenkung angesehen. Wenn der Fahrer in Gedanken versunken oder in ein Gespräch vertieft ist, kann er sich nicht mehr voll und ganz auf die Strasse konzentrieren.

Mit diesen Fahrerassistenzsystemen vermindern Sie als Flottenverantwortlicher dieses Sicherheitsrisiko:

  • Head-up-Display
  • Spurhalteassistent
  • Lichtassistent
  • Kollisionswarner
  • Bremsassistent
  • Vorausschauender Notbremseassistent

Müdigkeit

Die Devise für Flottenfahrer heisst: Wer fährt, muss ausgeruht sein. Denn laut Forschungen ist Müdigkeit verantwortlich für 10 bis 20% aller Verkehrsunfälle.

So beugen Sie als Chauffeur der gefährlichen Müdigkeit vor:

  • Ausreichender und vor allem qualitativ guter Schlaf
  • Konstante Schlaf- und Aufwachzeiten, also ein ausgeglichener Tag-Nacht-Rhythmus
  • Auf langen Fahrten regelmässig Pausen einlegen
  • Regelmässiges Überprüfen der Sehschärfe
  • Bei Feststellen von Übermüdungssymptomen wie schweren Augenlidern, reduzierter Konzentration oder Schweregefühl im Kopf: an einem geeigneten Ort parkieren und 15 bis maximal 30 Minuten Turboschlaf halten
  • Für kurzfristige Wachheit: Kaffee trinken

Mit diesen Fahrassistenzsystemen vermindern Sie als Flottenverantwortlicher das Sicherheitsrisiko:

  • Müdigkeitswarner
  • Vorausschauender Notbremsassistent
  • Spurhalteassistent

Geschwindigkeit

Zur angepassten Geschwindigkeit gehört nicht nur das Einhalten der gesetzlichen Tempolimite, sondern auch das adäquate Reduzieren des Tempos bei erschwerten Bedingungen. Unfälle, deren Ursache überhöhte Geschwindigkeit ist, sind meist Schleuder- und Selbstunfälle – eine besonders gefährliche Unfallart.

Verantwortliche von Flotten sollten folgende Präventionsmassnahmen und Fahrerassistenzsysteme beachten:

  • Geschwindgkeitsüberschreitungen aufzeichnen und auswerten
  • Geschwindigkeitsbegrenzung ins Fahrzeug einbauen
  • Belohnungsystem für sicheres Verhalten und niedrigen Kraftstoffverbrauch einführen
  • Kommunikations- und Informationssysteme nutzen
  • Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) einbauen
  • Navigations- und Flottenmanagementsysteme verwenden

Manövrieren

Schäden beim Manövrieren oder Parkieren sind schnell geschehen: Der Fahrer ist unvorsichtig oder kann die zu befahrende Stelle nicht vollständig überblicken – schon ist es passiert.

Deshalb gilt beim Manövrieren:

  • Der Fahrer muss sich vor dem Manövrieren oder Parkieren vergewissern, dass kein Mensch gefährdet wird und kein Hindernis im Weg steht. Der sorgsame Umgang mit dem Fahrzeug ist das oberste Gebot
  • Jeder noch so kleine Schaden muss ernst genommen und intern besprochen werden
  • Jede Unfallursache muss geklärt werden, damit künftig ähnliche Unfälle möglichst verhindert werden können
  • Je grösser das Fahrzeug, desto wichtiger ist es, die Übersicht beim Manövrieren zu haben
  • Immer daran denken: «Manöver» haben keinen Vortritt

Mit diesen Fahrassistenzsystemen vermindern Sie als Flottenverantwortlicher dieses Sicherheitsrisiko:

  • Passiver Parkassistent (Warner)
  • Aktiver Parkassistent
  • Rückfahrwarner und Kameras
  • Moderne Rückspiegelsysteme

Abstand

Fast 20% aller Unfälle in der Schweiz sind Auffahrunfälle, deren Hauptursachen zu wenig Abstand sowie Unaufmerksamkeit des Lenkers sind.

Denken Sie als Fahrer deshalb an diese Punkte:

  • Eine Sekunde «Reaktionszeit» enthält Sehen, Erkennen, Entscheiden, Weiterleiten und Handeln.
  • Frühestens nach dieser einen Sekunde Reaktionszeit wird das Fahrzeug abgebremst. Menschen können Zeit besser einschätzen als Distanzen, halten Sie sich deshalb beim Fahren an die Zwei-Sekunden-Regel: 21 … 22 ... . So ist in jeder Situation und bei jeder Geschwindigkeit genügend Abstand vorhanden.

Mit diesen Fahrassistenzsystemen vermindern Sie als Flottenverantwortlicher das Sicherheitsrisiko:

  • Head-up-Display
  • Abstandsregeltempomat
  • Bremsassistent
  • Vorausschauender Notbremsassistent

Ladungssicherung

Wer fährt, sichert seine Ladung. Dies unter anderem, weil beim Anfahren, Bremsen oder beim Durchfahren einer Kurve Kräfte auf die Ladung wirken. Ist sie nicht gesichert, kann sie verrutschen und den Schwerpunkt des Fahrzeugs verändern. Dadurch kann es unter Umständen von der Fahrbahn abkommen und einen Unfall verursachen.

Denken Sie beim Laden Ihres Fahrzeugs daran:

  • Unterschiedliche Ladungen fordern unterschiedliche Sicherung
  • Richtiges Laden und Sichern braucht seine Zeit
  • Wird das Fahrzeug nicht selbst beladen, ist eine Kontrolle notwendig
  • Die Ladung muss so gesichert sein, dass sie auch bei leichten Unfällen stabil bleibt

Es gibt zwei verschiedene Arten der Ladungssicherung: das Niederzurren und das Blockieren der Ladung. Die Voraussetzung ist ein stabiler Fahrzeugaufbau. Als Flottenverantwortlicher können Sie zudem ein elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) ins Fahrzeug einbauen lassen.

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