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Sicherheit und Recht

Dank Teamarbeit die Firma gerettet

Bild: Raphael Zubler
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Ein Jahrhundertgewitter setzte die Produktionsstätte der Textilveredelungsfirma Bethge AG aus Zofingen komplett ausser Gefecht. Eine Notsituation, die das Team noch enger zusammenschweisste.

An den 8. Juli 2017 werden sich die Einwohner von Zofingen und Umgebung noch lange erinnern. Es ist der Tag, an dem aus einem Wetteralarm der Stufe 2 ein lokales Jahrhundertgewitter wurde. Innerhalb von zwei Stunden regnete es an diesem Samstagnachmittag so viel wie sonst in einem ganzen Juli. Aussergewöhnliche Starkniederschläge und ein heftiger Hagelzug setzten die Region innert kürzester Zeit komplett unter Wasser.

Von alledem konnte Frank Katzenstein, Geschäftsführer der in Zofingen ansässigen Textilveredelungsfirma Bethge AG, zu jenem Zeitpunkt noch nichts ahnen. Wohnhaft im 60 Kilometer entfernten Lörrach, genoss er den sonnigen und warmen Nachmittag. «Ich hatte gerade den Grill angefeuert, als das Telefon klingelte», erinnert er sich. Am anderen Ende ein aufgeregter Mitarbeiter der Bethge AG, der an diesem Wochenende Pikettdienst hatte und durch den Notfallalarm aufgeschreckt wurde: «Chef, bei uns steht alles unter Wasser, ich komme nicht einmal mehr in das Gebäude rein.» Sofort benachrichtigte Frank Katzenstein den Senior-Inhaber und Verwaltungsratspräsidenten der Bethge AG, Guido Fischer, der in der Nähe der Firma wohnt.

Dieser machte sich umgehend auf, um vor Ort nach dem Rechten zu sehen. «Das Wasser stand schon auf der Autobahn zentimeterhoch, ich ahnte also Schlimmes», erinnert er sich. Doch was er in Zofingen vorfand, übertraf seine Befürchtungen bei Weitem: «Der Schlamm und das Wasser standen meterhoch auf dem Firmengelände, überall schwammen tote Fische. Die Türen des Firmengebäudes liessen sich durch den Wasserdruck gar nicht erst öffnen, wir mussten durch die Fenster ins Innere der Produktionshallen steigen. Es sah aus wie in einem Kriegsgebiet.»

Auch die Schäden in der Nachbarschaft waren beträchtlich, die Bethge AG hatte es aber besonders schlimm getroffen: Das Firmengelände liegt in einer Talsenke, durch das ein kleiner Fluss fliesst. Dieser war über die Ufer getreten und hatte das Wasser von der einen Seite in die Firmenhallen gedrückt – von der anderen Seite hatte eine gewaltige Schlamm- und Gerölllawine der umliegenden Hügel sich ihren Weg gesucht und dabei gar die Fenster und Wände der Bethge AG zerstört. «Wäre das Unglück an einem Wochentag passiert – es hätte Verletzte oder gar Tote gegeben», sagt Geschäftsführer Frank Katzenstein. So etwas Schlimmes war in der fast 200-jährigen Firmengeschichte noch nie passiert.

Starke Beschädigungen am Maschinenpark

Nachdem die Feuerwehr das ganze Wochenende ohne Unterbrechung gearbeitet hatte, besichtigten Inhaber Guido Fischer und Geschäftsführer Frank Katzenstein am Montag gemeinsam mit AXA-Direktionsschadeninspektor Stephan Koller den Schaden. Und erst da zeigte sich das gesamte Ausmass der Katastrophe. «Wasser und Schlamm hatten über 1,5 m hoch gestanden, die Gerölllawine hatte sich einmal quer durch die Produktionshallen gearbeitet und eine Schneise der Verwüstung hinterlassen», erinnert sich Stephan Koller. Schnell wurde klar, dass hier eine umfassende Reinigung nicht genügen würde. «Die empfindlichen Maschinen zur Textilveredelung waren stark beschädigt, Sand und Gestein hatten einen Grossteil des Maschinenparks lahmgelegt», so Koller. Der Betrieb würde komplett ausfallen, und das über Monate hinweg.

«Ein Betriebsausfall ist das Schlimmste, was einem KMU passieren kann», sagt Junior-Inhaber Manuel Fischer. Zum einen für die Mitarbeitenden, die unter Umständen monatelang ihre Tätigkeit verlieren, zum anderen aber vor allem auch für die Kunden. «Wir sind spezialisiert auf die Veredelung von Webwaren bis 340 cm Breite und in diesem Segment der einzige Anbieter in der Schweiz. Fällt unser Betrieb aus, können unsere Kunden nicht einfach auf einen anderen Produzenten ausweichen», so Manuel Fischer.

Alle packten mit an

Es musste also schnell eine Lösung gefunden werden. Gemeinsam mit Direktionsschadeninspektor Koller entschlossen sich Inhaber und Geschäftsführer, den Betrieb Schritt für Schritt wiederaufzunehmen und die jeweiligen Produktionsschritte nach ihrer jeweiligen Priorität wieder instand zu setzen. «Es dauerte Monate, bis wir den Betrieb wieder einigermassen sicherstellen konnten», sagt Frank Katzenstein. Trotzdem sehen er und die beiden Inhaber auch ihr Gutes: «Das Unglück hat den Zusammenhalt in unserem 34-köpfigen Team enorm gestärkt. Jeder hat sofort die Ärmel hochgerollt und dort angepackt, wo Not am Mann war, sei es nun bei den Aufräumarbeiten oder bei der Inbetriebsetzung der neuen Maschinen.»

Darüber hinaus sei die Unterstützung durch den Schadenexperten der AXA eine Erleichterung gewesen, sagt Inhaber Guido Fischer: «In einer solchen Situation kommt man als Unternehmer schnell an seine Grenzen. Stephan Koller hat uns hier viel abgenommen und dadurch wertvolle Arbeit geleistet.» Dem kann Frank Katzenstein nur beipflichten. «Ich war überrascht, wie unbürokratisch und flexibel die Zusammenarbeit funktioniert hat – das hätte ich von einer Versicherung nicht gedacht», sagt er lachend. Für Stephan Koller eine Selbstverständlichkeit:

«Es ist meine Aufgabe, das Versprechen einzuhalten, das wir unseren Kunden als Versicherer geben: als Partner für sie da zu sein und sie zu unterstützen.» Gerade in einem solchen Fall, bei dem die Existenz einer Firma und ihrer Mitarbeitenden bedroht sei, müsse man gemeinsam an einem Strick ziehen und schnell die bestmögliche Lösung finden. Im Fall der Bethge AG ist das gelungen – rund ein Jahr später war der Betrieb wieder wie neu. Bleibt zu hoffen, dass dies das letzte Jahrhundertunwetter war.

Originaltext erschienen in MEINE FIRMA, dem KMU-Kundenmagazin der AXA.

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