Mitarbeiter und Vorsorge

Diagnose: Lebensänderung

Bild: Matthias Jurt
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Wegen Rückenschmerzen suchte Thomas Müller seinen Arzt auf. Dass er noch am selben Tag mit dem Tod ringen würde, ahnte er zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Als Thomas Müller eines Abends vor rund acht Jahren Rückenschmerzen verspürte, dachte er sich, das komme vom zu schweren Heben – gerade erst hatte er nach Ferienende nämlich die schweren Koffer ins Haus getragen. Doch in der folgenden Nacht und am nächsten Tag wurden die Schmerzen immer schlimmer. Dazu kamen Schüttelfrost und Übelkeit – der selbständige Outplacement-Berater ging von der Arbeit nach Hause. «Meine Frau wollte mich gleich in die Notaufnahme fahren. Ich aber wollte noch etwas zuwarten und machte für den nächsten Tag einen Arzttermin ab», erzählt Thomas Müller rückblickend. Mitten in der folgenden Nacht erwachte er mit heftigsten Rückenschmerzen und sagte noch seine geschäftlichen Termine der nächsten beiden Tage ab, davon ausgehend, dass er anschliessend sicherlich wieder fit wäre.

Als er am nächsten Tag beim Arztbesuch eine Urinprobe abgeben sollte, war ihm das nicht möglich. «Das war das erste Mal, dass ich etwas beunruhigt war», erinnert sich Müller. Dann kam sein Arzt vorbei und warf einen Blick auf das Analysegerät, in dem gerade Thomas Müllers Blutprobe untersucht wurde. «Er stutzte und fragte seine Praxisassistentin, ob die Anzeige richtig sei. Diese bestätigte das und deutete nur schweigend auf mich», so Thomas Müller. Ab dann musste es schnell gehen – die Werte zeigten ein akutes Nierenversagen an. Thomas Müllers Frau fuhr ihn sofort in die Notaufnahme der Hirslanden Klinik St. Anna in Luzern.

Die nächsten Stunden erlebte er wie im Film. Er wurde auf einem Spitalbett liegend von Zimmer zu Zimmer, von Untersuch zu Untersuch gebracht. Am Morgen hatte er noch selbständig zum Arzt fahren können, nun war er psychisch nur noch halb anwesend. «Mein Blutdruck war schon fast nicht mehr vorhanden, alle Werte verschlechterten sich rasant weiter, das erfuhr ich später von meiner Frau», so der heute 61-Jährige. Er war inzwischen auf der Intensivstation sediert worden. Die Diagnose noch am selben Abend: Multiorganversagen aufgrund eines septischen Schocks, der schlimmsten Form einer Blutvergiftung. «Bis heute wissen wir nicht, wie der Keim in meinen Körper gekommen ist», so Müller. Immerhin: Da der Keim identifiziert war, konnte die Ärzteschaft nun gezielt dagegen vorgehen. Doch Müllers Werte verschlechterten sich in der Nacht immer weiter.

Schweben zwischen Leben und Tod

Irgendwann erwachte er auf der Intensivstation. «An mir hingen wahre Kabelbäume, überall hatte ich Katheter mit vielen Abzweigungen, und alle Schläuche verschwanden irgendwo hinter mir in einem Regal voller Überwachungsgeräte; um mich herum piepste und tutete es aus verschiedenen Maschinen.» Seine Frau war an sein Krankenbett geeilt, herbeigerufen vom Spitalpersonal aufgrund der sich weiter dramatisch verschlechternden Werte. Noch heute, Jahre später, kommen bei Thomas Müller die Emotionen wieder hoch, wenn er an diese dramatischen Momente zurückdenkt.

 «Die Mortalität bei einem derartigen septischen Schock liegt bei etwa 80 Prozent, und sehr viele Überlebende haben Folgeschäden», weiss der ausgebildete Jurist heute. «Doch damals war Sterben für mich gar keine Option, es war mir überhaupt nicht bewusst, wie schlecht es um mich stand.»

Doch seine Lage war ernst, erst nach elf Tagen auf der Intensivstation waren die Ärzte vorsichtig optimistisch. Müller verbrachte noch rund drei weitere Wochen im Spital. Danach wollte er nur noch nach Hause. Zu dieser Zeit kontaktierte ihn erstmals Monica Trinkl, die als Case Managerin bei der AXA tätig ist, wo Müller taggeldversichert ist – aufgrund der Schwere des Falles war sie beigezogen worden. «Zuerst dachte ich: Na super, da möchte bestimmt jemand, dass ich so rasch als möglich wieder arbeiten gehe, damit es die Versicherung nicht zu viel kostet», lacht er.

Empathie und Verständnis als wichtige Faktoren

Trotz seiner Vorbehalte willigte Thomas Müller in ein Gespräch ein. Zu diesem Zeitpunkt trafen auch die ersten Formulare von der IV ein, diverse administrative Aufgaben standen bevor. «Das hatte für mich zu dem Zeitpunkt aber absolut keine Priorität angesichts der zurückliegenden traumatischen Erlebnisse, zumal ich nie gut gewesen war in administrativen und bürokratischen Angelegenheiten. Ich fühlte mich völlig überfordert», so Müller rückblickend.

Für Monica Trinkl hingegen ist all das Alltag. In ihrer Funktion als Case Managerin unterstützt sie Klienten gerade dort, wo sie es nötig haben. Sie fungiert als Drehscheibe für alle Belange, ist in Kontakt mit Ärzten, Invalidenversicherung, mit der Pensionskasse und der Unfallversicherung, mit der Familie der erkrankten Person; sie hat ein Auge auf Formulare und Fristen, organisiert wenn nötig Psychologe, Kinderbetreuung, Steuerberaterin, Haushalthilfe. «Bei Herrn Müller hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl», erzählt Monica Trinkl. «Er war sehr kooperativ, hat schon früh wieder sehr viel Selbstverantwortung übernommen.»

Eigentlich war es schon fast zu viel Selbstverantwortung. Die Case Managerin bremste den Unternehmer, als er bereits kurze Zeit nach seiner schweren Krankheit, viel zu früh, beruflich wieder voll einsteigen wollte. Dazu nahm sie ihm die verhassten administrativen Aufgaben ab, kontaktierte IV und die AXA- Pensionskasse, vermittelte später auch eine Traumapsychologin auf Kosten des Versicherers. «Spätestens ab diesem Zeitpunkt war ich dankbar, dass ich mich bewusst für die AXA als professionellen Versicherer entschieden hatte, auch wenn es damals nicht das günstigste Angebot gewesen war. Ich werde für die Unterstützung von Frau Trinkl ewig dankbar sein. Und zwar nicht nur im praktischen Sinn, sondern auch wegen ihrer Empathie und ihres Verständnisses, das hat mir genauso viel geholfen», so Thomas Müller. 

«Die Mortalität bei einem septischen Schock liegt bei etwa 80 Prozent, und sehr viele Überlebende haben Folgeschäden.»

Thomas Müller

Nach einigen Monaten konnte der Unternehmer dann seine Tätigkeit als Outplacement-Berater wieder aufnehmen, wenn auch in einem stark reduzierten Pensum. «Nach so einem Erlebnis hat man eine andere Optik aufs Leben», sagt er. Vorher hatte er sehr viel gearbeitet, wollte möglichst viel möglichst gut machen. Nach seiner Krankheit lernte er, auch mal Aufträge abzulehnen, oder involvierte Freelancer und vergab Mandate an seine Partner. «Ich übernahm Mandate bewusst, um Menschen in extrem schwierigen Situationen zu helfen und Lösungen zu finden. Ich lebe mein Leben heute bewusster, habe andere Prioritäten», so Thomas Müller.

Das zeigt sich in allen Belangen seines Lebens, auch in seinem Umgang mit Menschen. Noch heute, acht Jahre nach der schlimmen Diagnose, reist Thomas Müller so jedes Jahr, immer zur Zeit des Jahrestages seiner Einlieferung in die Intensivstation, zur Hirslanden Klinik St. Anna nach Luzern und verteilt dort Pralinés oder Amaretti. Es ist sein kleines Dankeschön für die hervorragende ärztliche Betreuung und die aussergewöhnlich respektvolle und professionelle Pflege, die ihm dort zuteil geworden ist.              

Originaltext erschienen in «Meine Firma», dem KMU-Kundenmagazin der AXA.

 

  

Die Firma

Thomas Müller ist seit 2001 mit seinem Unternehmen PanExel in Zug als selbständiger Outplacement-Berater tätig. Er, seine Gattin und seine Partner helfen Personen, welche von Umstrukturierungen betroffen sind, bei einer beruflichen Neuorientierung.       

www.panexel.ch  

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