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Vorsorge

Schlafmangel – Wenn der Arzt Schlaf verschreibt

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«Wer hat an der Uhr gedreht?» Dank Zeitverschiebung finden wir dieser Tage kaum ins Bett – und müssen morgens trotzdem früher raus. Es ist jene Zeit im Jahr, in der wir mehr als sonst über unseren Schlaf nachdenken. Und das ist gut so.

Wussten Sie, dass die durchschnittliche Bettruhe immer kürzer wird? Vor 30 Jahren schliefen Herr und Frau Schweizer noch 40 Minuten mehr pro Nacht. Heute kommt ein Grossteil nicht mehr auf die empfohlenen acht Stunden Schlaf und ein leichter Schlafmangel gehört beinahe schon zum guten Ton. Wir signalisieren damit, dass wir aktiv, gefragt und beschäftigt sind.

Welche gesundheitlichen Folgen hat Schlafmangel?

Diverse Studien belegen aber: Übermüdung ist kein gesundheitliches Kavaliersdelikt. Die Auswirkungen auf das Immunsystem sind erschreckend. Wer chronisch zu knapp schläft, entwickelt mit höherer Wahrscheinlichkeit Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Alzheimer. Auch Stoffwechsel, Blutzuckerkontrolle und Hungergefühl kommen durcheinander. Schlafmangel ist also mitverantwortlich für Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht und Diabetes. Nach jahrzehntelangem Forschen auf dem Gebiet des Schlafs ist der US-Wissenschaftler Matthew Walker überzeugt: Es gibt kaum einen Bereich der physischen und psychischen Gesundheit, der nicht stark vom Schlafverhalten abhängt. Die typische schlechte Laune nach einer zu kurzen Nacht ist harmlos – doch auf die Dauer macht uns Müdigkeit kränker, depressiver, nervöser und aggressiver. «Schlaf sollte vom Arzt verschrieben werden», folgert Walker.

Warum Übermüdung die Suchtgefahr erhöht

Interessant ist der Zusammenhang zwischen Müdigkeit und den kleinen Vorlieben, mit denen wir uns den Alltag versüssen. Müdigkeit führt zum Beispiel dazu, dass man eher zu kalorienreichen Snacks wie Schokolade greift. Da einem, wenn man müde ist, schnell mal die Energie ausgeht, steigt zudem der Konsum von Kaffee und Energy-Drinks. Man lässt sich gehen und rutscht in einen ungesunden Lebensstil, mit dem man seinen Körper überfordert: ein Teufelskreis.

Schlafe ich eigentlich genug?

Die Faustregel des Schlafforschers Walker ist denkbar einfach. «Wer ohne Wecker noch weiterschlafen würde, hat einfach nicht genug Schlaf bekommen», erklärt er. Wenn Sie täglich kaum aus dem Bett kommen, sollten Sie Ihre Gewohnheiten und Prioritäten überdenken. Hören Sie auf Ihren Körper und gönnen Sie ihm etwas mehr Erholung. Ihre Lebensqualität wird dadurch gewinnen – und zwar ab dem ersten Tag.

Tipps & Tricks: So schlafen Sie besser

  • Nehmen Sie sich eine fixe Schlafenszeit vor und stellen Sie einen Wecker, der Sie rechtzeitig daran erinnert. Zum «Herunterfahren» eignet sich auch ein individuelles Abendritual, auf das Sie sich freuen.
  • Verzichten Sie auf die Schlummertaste – besser stellen Sie den Wecker ans andere Ende des Zimmers, sodass Sie sofort aufstehen müssen.
  • Treiben Sie Sport, aber nicht kurz vor dem Zubettgehen. Die beste Zeit dafür ist der frühe Abend.
  • Gönnen Sie sich vor dem Schlafengehen eine Offline-Stunde. Das blaue Licht von Fernseher, Computer, Tablet oder Smartphone hemmt die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin.
  • Falls Sie mehr über Ihren Schlaf wissen wollen: Analysieren Sie Ihr persönliches Schlafverhalten mithilfe eines Schlaf-Apps wie z. B. «Sleep Better», «Sleep Cycle» oder des Schnarch-Trackers «Snore Clock».

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