Kleines Budget, grosse Chance: Investieren mit wenig Geld
Vermögensaufbau ist nicht nur etwas für Wohlhabende. Auch mit wenig Geld lässt sich langfristig ein Vermögen aufbauen. Das Wichtigste: frühzeitig starten und regelmässig investieren. Wir zeigen Ihnen, worauf es dabei ankommt.
Sie haben wenig Geld zur Verfügung? Schon kleine Beträge können sich im Lauf der Jahre durch Zinseszinseffekte erheblich vermehren. Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie auch mit wenig Geld klug investieren können – und worauf Sie bei Ihrer Anlagestrategie achten sollten.
Lohnt es sich, Geld auf das Sparkonto zu legen?
Nein, Sparkonten lohnen sich kaum. Auch in der Schweiz sind die Zinsen auf Sparkonten in den letzten Jahren stark gefallen und vermögen oft nicht einmal die Inflation auszugleichen. Das bedeutet: Das Geld verliert langfristig an Wert. Für kurzfristige Notfallreserven ist das Sparkonto zwar weiterhin sinnvoll. Doch für den langfristigen Vermögensaufbau sollten Sie andere Anlageformen in Betracht ziehen.
Was spricht für Aktieninvestments mit kleinen Beträgen?
Aktien gelten als eine der besten Möglichkeiten, um Vermögen langfristig zu vermehren. Mit dem Kauf von Aktien beteiligen Sie sich an Unternehmen. Auch kleine Beträge lassen sich regelmässig in Aktien oder Aktienfonds anlegen. Kontinuierliche Investitionen über einen langen Zeitraum haben entscheidende Vorteile:
- Renditechancen: Dank Investitionen in Aktien oder Fonds sind höhere Erträge möglich als auf klassischen Sparkonten. Dabei werden Marktschwankungen langfristig ausgeglichen: Je länger Ihr Anlagehorizont, desto besser.
- Risikostreuung (Diversifikation): Das Risiko wird verteilt – einerseits durch Berücksichtigen verschiedener Anlageklassen, andererseits durch eine grosse Anzahl unterschiedlicher Titel innerhalb einer Anlageklasse. So gleichen Verluste und Gewinne einzelner Anlagen einander aus, und Ihr Portfolio bleibt vor grösseren Verlusten bewahrt.
- Individuelle Ausrichtung: Anlagen lassen sich gezielt auf eigene Ziele, Werte sowie auf Ihre Risikobereitschaft abstimmen. So setzen z. B. manche Investorinnen und Investoren bewusst auf nachhaltige Fonds oder auf besonders risikoarme Anlageklassen.
- Durchschnittspreiseffekt (Cost-Average-Effekt): Indem Sie regelmässig einen festen Betrag in Wertpapiere investieren, kaufen Sie bei niedrigen Kursen mehr, bei hohen Kursen weniger Anteile. Diese Strategie führt langfristig zu einem günstigeren durchschnittlichen Kaufpreis.
- Zinseszinseffekt: Erzielte Gewinne werden erneut investiert – über viele Jahre führt dies zu einem exponentiellen Wachstum des angelegten Vermögens. Auch dieser Effekt ist insbesondere bei langfristigen Anlagen wirkungsvoll.
Wie sollte man bei der Geldanlage mit kleinen Summen vorgehen?
Ob Sie viel oder wenig Geld zur Verfügung haben – entscheidender als der Betrag ist die richtige Strategie. Unser 5-Schritte-Plan erklärt, wie Sie das Thema Geldanlage konkret anpacken können.
Schritt 1 – Finanzen prüfen und Reserve aufbauen
Verschaffen Sie sich als Erstes einen Überblick:
- Wie ist das Verhältnis von regelmässigen Einnahmen und Ausgaben?
- Wo gibt es in Ihrem Alltag Sparpotenzial?
- Haben Sie auf Ihrem Sparkonto ca. drei Monatslöhne als Reserve für Unvorhergesehenes?
Tipp: Investieren Sie nur Geld, auf das Sie langfristig verzichten können. Finanzielle Engpässe sollten Sie nicht riskieren.
Schritt 2 – Prioritäten setzen und Investitionsbetrag festlegen
Viel wichtiger als der Betrag ist die Regelmässigkeit: Erfolgreiches Anlegen funktioniert auch mit kleinen Beträgen.
- Zahlen Sie zuerst hochverzinste Kredite zurück.
- Prüfen Sie dann Ihre Vorsorgeziele – und priorisieren Sie diese.
- Nun können Sie den monatlichen Sparbetrag festlegen.
Tipp: Oft wird empfohlen, den Aktienanteil im Portfolio Ihrem Alter anzupassen – nach der Faustregel 100 minus Lebensalter. Für eine Vierzigjährige wäre demnach eine Aktienquote von 60 Prozent angemessen.
Schritt 3 – Risiko und Anlagehorizont definieren
Wichtig ist, dass Sie sich mit Ihrer Geldanlage wohlfühlen. Lassen Sie sich nie zu etwas überreden! Eine gute Anlagestrategie ist die, die zu Ihnen passt.
- Legen Sie den Anlagehorizont fest – je länger, desto mehr kann in Aktien/Aktienfonds angelegt werden.
- Schätzen Sie Ihre persönliche Schwankungstoleranz ehrlich ein.
- Wählen Sie eine Anlagestrategie, die Sie nachts ruhig schlafen lässt.
Tipp: Je nach Familiensituation lohnt es sich, eine Risikoabsicherung im Fall von Invalidität oder Todesfall einzuschliessen.
Schritt 4 – Anlageform wählen
Endlich wirds konkret: Nachdem alles Nötige abgeklärt ist, haben Sie nun eine gute Entscheidungsgrundlage.
- Nutzen Sie am besten einen Sparplan. Beginnen Sie früh und regelmässig zu investieren, anstatt zuerst einen grossen Betrag zusammenzusparen.
- Eine breite Streuung der Anlage minimiert Ihr Risiko: Berücksichtigen Sie Fonds oder ETFs statt einzelner Aktien.
- Wählen Sie eine passende Anlage in Bezug auf Ihre Risikobereitschaft, Ziele und Werte.
Tipp: Bevor Sie sich für ein Produkt entscheiden, achten Sie unbedingt auf Gebühren und versteckte Kosten.
Schritt 5 – Effizienz optimieren
Jetzt ist die Arbeit getan – ab sofort arbeitet vor allem Ihr Geld.
- Indem Sie Einzahlungen automatisieren, profitieren Sie doppelt: Sie sparen Zeit, und Sie investieren konsequent.
- Erwirtschaftete Erträge direkt wieder anzulegen hilft, den Zinseszinseffekt zu maximieren.
- Buy and hold: Halten Sie grundsätzlich an Ihren Investitionen fest, anstatt ständig zu wechseln. Selbstverständlich spricht nichts dagegen, Ihr Portfolio gelegentlich zu überprüfen.
Wie wäge ich zwischen Risiko und Rendite ab?
Das magische Dreieck der Geldanlage beschreibt die zentrale Herausforderung bei der Auswahl der richtigen Anlagestrategie. Es besteht aus den drei wichtigsten Faktoren:
- Verfügbarkeit
- Sicherheit
- Renditechance
Jede Investition ist ein Kompromiss zwischen diesen drei Aspekten, da sie sich gegenseitig beeinflussen. Zum Beispiel bedeutet eine hohe Sicherheit oft eine geringere Rendite. Und eine maximale Rendite ist meist mit einer eingeschränkten Verfügbarkeit verbunden. Da es unmöglich ist, alle drei Aspekte gleichzeitig zu maximieren, stehen Anlegerinnen und Anleger vor der wichtigen Aufgabe, ihre Prioritäten klar zu setzen. Das Ziel ist, eine Balance zu finden, die Ihren persönlichen Zielen am besten entspricht.
Ich investiere lieber in die Säule 3a – so kann ich Steuern sparen!
Richtig, Einzahlungen in die Säule 3a lassen sich in der Schweiz vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abziehen. Und es kommt noch besser: 3. Säule und Vermögensaufbau lassen sich problemlos kombinieren – investieren Sie einfach Ihr 3a-Kapital. Selbstverständlich ist die Geldanlage auch in der Säule 3b möglich.
Im Rahmen des Produkts SmartFlex bietet die AXA Lösungen für verschiedene Bedürfnisse.
- Vermögensplan SmartFlex: Hier starten Sie mit einer Einmaleinlage von mindestens CHF 15'000 in die Säule 3a bzw. CHF 25'000 in die Säule 3b.
- Vorsorgeplan SmartFlex: Bei dieser Option tätigen Sie regelmässige Einzahlungen, mit einem Betrag von mindestens CHF 600 pro Jahr bzw. CHF 50 pro Monat.
Fazit: Lohnt sich Investieren auch mit wenig Geld?
Ja, definitiv. Der Zinseszinseffekt – also der Vermögenszuwachs durch das Reinvestieren von Erträgen – fällt mit der Zeit ins Gewicht. Entscheidend sind ein langer Anlagehorizont und ein stabiler Sparbetrag.
Grundsätzlich ist es ratsam, eine ausreichende Reserve auf dem Bankkonto zu haben. Doch Kapital, das Sie langfristig nicht benötigen, sollten Sie zur Vermehrung anlegen. Zum Beispiel mit AXA EasyInvest, einer Vermögensverwaltung, die maximale Flexibilität bei den Ein- und Auszahlungen erlaubt.