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Vorsorge

Mehrere Säule-3a-Konten: Steuern sparen durch Splitting

Mehrere Säule-3a-Konten bieten Ihnen zusätzlich zur AHV und Ihrer Pensionskasse die Möglichkeit, Ihre Vorsorge zu optimieren und bei der Auszahlung Steuern zu sparen. Wir zeigen, wie das Splitting funktioniert, wie viele Konten sinnvoll sind und welche Vorteile sich daraus ergeben. 

Eine durchdachte Vorsorgestrategie und eine klare Struktur Ihrer dritten Säule können einen spürbaren Unterschied bei der Auszahlung im Alter machen. Wer seine Vorsorge optimieren möchte, stellt sich dabei oft die Frage: Kann man mehrere 3a-Konten haben? Gerade wenn Sie mehrere Säule-3a-Konten nutzen oder planen, ist es wichtig, Ihre Vorsorgestrategie regelmässig zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen.

Säule 3a clever einrichten

Welche Vorteile bringen mehrere Säule-3a-Konten?

  • Säule 3a gestaffelt beziehen (Splitting): 3a-Guthaben muss pro Konto vollständig bezogen werden (keine Teilbezüge). Mehrere Konten erlauben eine Verteilung der Auszahlungen über mehrere Jahre und damit eine optimierte Steuerplanung.
  • Flexibler Bezug der Säule 3a: Auszahlungen sind 5 Jahre vor und bis 5 Jahre nach dem Rentenalter möglich (Aufschub nur bei weiterer Erwerbstätigkeit). Dadurch lässt sich der Bezug besser an die persönliche Situation anpassen.
  • Steuern sparen bei Säule-3a-Auszahlung: Kapitalauszahlungen werden progressiv besteuert. Mehrere kleinere Bezüge führen zu einer tieferen Steuerbelastung als eine einmalige grosse Auszahlung. Im Artikel zur Auszahlung der Säule 3a zeigen wir Ihnen, worauf Sie achten sollten und welche Steuersätze aktuell gelten.
  • Weiter investieren: Wenn Sie nicht das gesamte 3a‑Guthaben beziehen, bleibt der Rest bestehen. So erhalten Sie weiterhin Zinsen oder nutzen – bei einer Wertschriftenlösung – zusätzliche Renditechancen.
  • Risikostreuung durch mehrere Anbieter: Säule‑3a‑Guthaben unterliegen dem Konkursprivileg, jedoch nicht der Einlagensicherung. Im Konkursfall sind Vorsorgegelder pro Person nur bis CHF 100’000 privilegiert. Durch mehrere Säule‑3a‑Konten bei verschiedenen Anbietern lässt sich das Risiko streuen und die Sicherheit erhöhen.
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Kann ich das Konto der Säule 3a wechseln?

Wenn Sie bereits ein 3a-Konto besitzen, aber den Anbieter oder das Produkt wechseln möchten, ist dies jederzeit möglich. Beim Wechsel wird jeweils das gesamte 3a-Guthaben des bestehenden Kontos auf ein neues 3a-Konto übertragen. Eine Teilübertragung des Guthabens oder eine Überweisung auf ein normales Sparkonto ist nicht möglich.

Ein Wechsel auf ein anderes Säule-3a-Konto kann sich insbesondere lohnen, wenn Sie mit einem anderen Konto von besseren Konditionen und tieferen Gebühren profitieren. Beachten Sie, dass je nach Anbieter Kündigungsfristen gelten oder Gebühren anfallen können. 

Gibt es Einschränkungen bei mehreren Säule-3a-Konten?

Mehrere Säule-3a-Konten bieten Vorteile für die Steuerplanung, unterliegen jedoch klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen: 

Maximaler Einzahlungsbetrag bleibt begrenzt

  • Der jährliche Maximalbeitrag in die Säule 3a ist gesetzlich festgelegt.
  • Dieser Betrag gilt pro Person, unabhängig von der Anzahl Konten.
  • Einzahlungen können auf mehrere Konten verteilt werden, die Gesamtsumme darf jedoch nicht überschritten werden.

Steuerliche Aspekte für Ehepaare

  • Verheiratete Paare werden bei Kapitalauszahlungen der Säule 3a gemeinsam besteuert (sofern sie nicht getrennt leben).
  • Bezüge im gleichen Jahr können aufgrund der Steuerprogression zu einer höheren Steuerbelastung führen.
  • Besonders für Ehepaare kann eine koordinierte Planung der Auszahlungen von Vorteil sein.

Wie viele Säule-3a-Konten sind empfehlenswert?

In der Praxis werden für die meisten Sparerinnen und Sparer zwei bis drei Konten empfohlen, bei höheren Guthaben bis zu fünf Konten. Wie viele Säule-3a-Konten sinnvoll sind, hängt von Ihrem Sparverhalten, Ihrem angesparten Kapital und der steuerlichen Handhabung in Ihrem Kanton ab.

2 bis 3 Konten: sinnvoll für viele Sparerinnen und Sparer

Für die meisten Personen sind zwei bis drei Konten der Säule 3a ausreichend, damit die Vorteile genutzt werden können.

So können Sie Ihr Guthaben über zwei bis drei Jahre verteilen und die Steuerprogression reduzieren. Diese Variante eignet sich besonders bei einem 3a-Gesamtguthaben bis CHF 150’000.

5 Konten: sinnvoll bei höheren Guthaben

Wenn Sie über viele Jahre regelmässig in die Säule 3a einbezahlt haben und dadurch ein grösseres Vorsorgekapital aufbauen konnten, kann sich eine Aufteilung auf fünf Konten lohnen.

Sie können die Auszahlungen über fünf bis sechs Jahre staffeln und das Maximum an möglichen Steuern sparen. Idealerweise führen Sie diese Konten nicht nur bei einer Bank oder Vorsorgeeinrichtung, sondern teilen mehrere Säule-3a-Konten zwischen zwei oder drei Anbietern auf.

Wie profitieren Sie von mehreren Säule-3a-Konten?

Wenn Sie Ihre Säule 3a auf mehrere Konten aufteilen, können Sie Ihr Vorsorgekapital gestaffelt beziehen, Steuern sparen und Ihre Planung flexibler gestalten.

Planen Sie deshalb frühzeitig und stimmen Sie die Anzahl der Konten der Säule 3a auf Ihre persönliche Situation ab. So holen Sie das Maximum aus Ihrer privaten Vorsorge heraus.

Weitere Fragen zu mehreren Säule-3a-Konten

Ab welchem Betrag lohnt sich ein zweites 3a-Konto?

Als Richtwert empfiehlt sich ein zusätzliches Säule‑3a‑Konto, sobald das bestehende Guthaben etwa CHF 40’000 bis 50’000 erreicht.

Kann ich bestehende 3a-Guthaben aufteilen?

Säule‑3a‑Guthaben lassen sich nicht nachträglich splitten. Ein Transfer ist ausschliesslich vollständig, also mit dem gesamten Kontoguthaben, zu einem anderen Anbieter möglich.

Gilt das Splitting auch für Guthaben in der Säule 3b?

Nein. Das steuerlich wirksame Splitting bezieht sich nur auf die gebundene Vorsorge Säule 3a. Guthaben in der Säule 3b unterliegen keiner vergleichbaren steuerlichen Behandlung beim Bezug. Mehr zu den Unterschieden zwischen Säule 3a und Säule 3b erfahren Sie in unserem Blog.