Vorsorge

Unfall im Ausland: Wie läuft ein Rücktransport ab?

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Bei einem Fahrradausflug in Chile stürzt Paul und verletzt sich schwer. Da die medizinische Versorgung vor Ort nicht ausreichend ist, muss er für die Operation zurück in die Schweiz. Doch wie läuft so ein Rücktransport ab und was kommmt jetzt alles auf ihn zu?

Bei einem Fahrradausflug in den chilenischen Anden stürzt Paul. Er bricht sich dabei den Arm und schlägt sich schwer den Kopf an, sodass er ein Schädel-Hirn-Trauma erleidet. Im Spital ruft er bei der AXA an, da er schnellstmöglich nach Hause muss. Paul wird mit der Auslandsnotrufzentrale Medicall verbunden, die umgehend seinen Rücktransport in die Schweiz organisiert. Doch wie funktioniert ein Rücktransport, die sogennante Repatriierung und was kommt dabei auf einen zu?

Wir haben mit Steffen Bohn, Leiter Medizinische Assistance bei Medicall, gesprochen:

Medicall organisiert für die AXA den Rücktransport von im Ausland erkrankten oder verunfallten Kunden. Wie läuft so was genau ab?

Ungeachtet der Diagnose und Versorgungsqualität im Urlaubsland sollte der Versicherungsnehmer nach einem Unfall oder bei Krankheit die Auslandsnotrufnummer der AXA wählen. Sein Anruf landet direkt in unserer Notrufzentrale. So können wir umgehend die nötigen Massnahmen einleiten. Ob und, falls ja, wie der Versicherungsnehmer repatriiert wird, ist abhängig von seiner Diagnose, dem Urlaubsland und dem benötigten Rettungstransport. Ist ein Rücktransport erforderlich, organisieren wir diesen innerhalb von 24 bis 48 Stunden.

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    Notfall im Ausland?

    Rufen Sie uns unter der Kundenservicenummer an: +41 58 218 11 11. Diese Nummer wird von unserem Partner Medicall betreut.

    Mehr über Medicall erfahren

Wie geht es in Pauls Fall weiter?

Zunächst informieren wir Pauls Grundversicherung, die die Spitalkosten übernimmt, dass sich ihr Kunde über die AXA Notfallnummer bei uns gemeldet hat. Da bei Paul eine Repatriierung zur Diskussion steht, landet der Fall bei unseren Ärzten im Haus. Sie beurteilen, ob die Repatriierung «medizinisch notwendig» oder «medizinisch sinnvoll» ist. «Medizinisch notwendig» bedeutet, dass sich der Kunde in einer Region befindet, in der er nach Schweizer Standard medizinisch unterversorgt ist. Bei Paul ist das der Fall: Er wird aus medizinisch notwendigen Gründen zurück in die Schweiz transportiert, damit er hier behandelt werden kann. Ein sofortiger Rücktransport kann aber auch als «medizinisch sinnvoll» eingestuft werden. Wäre Paul beispielsweise in Frankreich verunfallt, wäre er vor Ort gut versorgt gewesen – wie in fast allen mitteleuropäischen Ländern. Wir würden Paul dann also raten, sich im Unfallland operieren zu lassen. Wenn wir den Verzicht auf eine Repatriierung vorschlagen, dann ist dies immer mit Blick auf das Interesse und Wohl des Patienten. Möchte aber jemand unbedingt nach Hause, dann wird der Rücktransport organisiert.

Wie muss man sich so eine Repatriierung vorstellen?

Für die Wahl des Transportmittels ist die Distanz zur Schweiz entscheidend. Bei einem Einsatzbereich von bis zu 750 km bevorzugt Medicall eine bodengebundene Rückholung, also den Rettungswagen. Ist die Entfernung grösser als 750 km, holen wir den Patienten mit dem Flugzeug nach Hause. Da gibt es zwei Möglichkeiten: per Linienflug oder per Ambulanzjet. Unsere Ärzte entscheiden, welche medizinische Unterstützung der Patient braucht und ob er von einem Arzt oder einem Rettungssanitäter heimbegleitet wird. So gewährleisten wir eine medizinisch sichere Rückreise.

Kann man als Kunde wählen, wie man nach Hause geflogen wird?

Nein, das ist abhängig von der Verletzung. Beispielsweise würde Paul – sofern es sein Gesundheitszustand erlaubt – mit seinen Verletzungen in einem Linienflug repatriiert werden.
Bei Linienflügen gibt es je nach Diagnose, Land und Verletzung grosse Unterschiede. Interkontinentale Flüge werden immer in der Business-Klasse durchgeführt, sodass der Patient die Möglichkeit hat, flach zu liegen. Für Europaflüge werden Economy-Plätze gebucht, gegebenenfalls mit zusätzlichen Sitzen. Hat ein Patient jedoch beispielsweise einen schweren Verkehrsunfall erlitten und mehrere Verletzungen davongetragen, von denen eine lebensbedrohlich ist, wird er, sobald er transportfähig ist, mit dem Ambulanzjet abgeholt.

Was passiert, nachdem der Kunde zurück in der Schweiz ist?

Im Fokus steht die Weiterbehandlung, darum wird der Patient in ein geeignetes Spital gebracht. Paul würden wir in ein Spital mit einer chirurgischen Station bringen. Patienten, die mit dem Linienflug nach Hause gebracht werden, erwartet vor dem Flughafen ein Krankenwagen, der sie ins Zielspital bringt. Für Patienten aus dem Ambulanzjet wartet der Rettungswagen direkt auf dem Vorfeld. Unser medizinisches Begleitpersonal, das jede Repatriierung begleitet, übergibt den Patienten dann im Spital dem weiterbehandelnden Arzt. Abschliessend melden wir der AXA, dass der Patient gut im Zielspital angekommen ist.

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    Unser Interviewpartner

    Steffen Bohn, Leiter Medizinische Assistance bei Medicall

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