Vorsorge

Erster Lohn – und jetzt?

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Endlich ist es so weit! Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, Bewerbungen geschrieben, Vorstellungsgespräche gemeistert und nun ist er da: der lang ersehnte erste Job. Und mit ihm die Freude auf den wohlverdienten Lohn.

Ta-daa: Pünktlich zum 25. des Monats landet der Lohn auf Ihrem Konto. Ihr eigenes Geld! Das feste Einkommen beim Einstieg in den Beruf fühlt sich erst mal fast wie ein Lottogewinn an. Gut, es ist vielleicht nicht der Jackpot. Doch im Vergleich zu einem Studentenjob oder Lehrlingslohn ist ein regelmässiges «richtiges» Gehalt durchaus beeindruckend. Allerdings bringt dieses neue Kapitel auch Verantwortung mit sich: Jetzt gilt es, Prioritäten zu setzen und das verdiente Geld klug zu verwalten. 

Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettolohn?

Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger stellen bald einmal fest: Sie haben weniger Einkommen zur Verfügung, als sie ursprünglich dachten. Denn das ausgezahlte Gehalt entspricht nicht dem, was beim Einstellungsgespräch vereinbart wurde. Zwar zahlt Ihr Betrieb tatsächlich so viel für Sie. Aber ein Teil Ihres Lohnes wird abgezogen – zum Beispiel für Sozialversicherungen, Unfallversicherung, Krankentaggeldversicherung usw.

  • Bruttolohn: Betrag, den Ihre Arbeitgeberin oder Ihr Arbeitgeber für die von Ihnen geleistete Arbeit bezahlt. Inklusive Sozialversicherungsbeiträge und andere Versicherungsprämien.
  • Nettolohn: Betrag, der nach allen Abzügen übrigbleibt und auf Ihr Bankkonto überwiesen wird.
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Mit welchen Lohnabzügen muss ich rechnen? 

In der Schweiz müssen Sie mit einem Abzug von durchschnittlich 14 bis 20 Prozent rechnen. Dabei gibt es jedoch erhebliche Unterschiede. Grundsätzlich steigen die Abzüge mit zunehmendem Alter der Beschäftigten. Den grössten Teil davon machen die Sozialversicherungen aus. Auf der monatlichen Lohnabrechnung müssen alle Abzüge aufgeführt sein. 

  • 4,35 % für die Alters- und Hinterbliebenenversicherung (AHV)
  • 0,7 % für die Invalidenversicherung (IV)
  • 0,225 % für die Erwerbsausfallentschädigung (EO)
  • 1,1 % für die Arbeitslosenversicherung (ALV)
  • Berufs- und Nichtberufsunfallversicherung (Prozentsatz abhängig von Versicherungspolice)
  • Krankentaggeldversicherung (Prozentsatz abhängig vom Arbeitsvertrag)

Die Nichtberufsunfallversicherung ist erst ab 8 Beschäftigungsstunden pro Woche obligatorisch. Die Krankentaggeldversicherung ist freiwillig, aber weit verbreitet.

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    Welche Versicherungen brauchts?

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Wie erstelle ich ein Budget?

Seine Finanzen zu planen, mag auf den ersten Blick mühsam und kompliziert erscheinen – besonders für junge Menschen, die sich gerade über ihr erstes Gehalt freuen. Doch es lohnt sich, punkto Finanzen von Anfang an auf Ordnung zu achten. Mit diesen sieben einfachen Schritten behalten Sie stets den Überblick über Ihr Geld:

  1. Einnahmen erfassen: Notieren Sie sich alle Einkommensquellen wie Lohn, Lohnfortzahlungen, Renten usw.
  2. Ausgaben kategorisieren: Unterteilen Sie Ihre Ausgaben (pro Monat oder Jahr) in Kategorien wie Wohnen, Versicherungen, Mobilität usw.
  3. Prioritäten setzen: Setzen Sie Prioritäten, indem Sie festlegen, welche Ausgaben unerlässlich sind und wo bei Bedarf gespart werden kann.
  4. Sparziele definieren: Setzen Sie sich klare Sparziele für Notfälle, grössere Anschaffungen, 3. Säule usw.
  5. Flexibilität bewahren: Erlauben Sie sich eine gewisse Flexibilität in Ihrer Finanzplanung, um unvorhergesehene Ausgaben zu decken.
  6. Ausgaben verfolgen: Nutzen Sie Tools wie diese Budget-App oder Excel-Tabellen, um Ihre Ausgaben zu verfolgen und Abweichungen frühzeitig zu erkennen.
  7. Budget überprüfen: Passen Sie die einzelnen Posten an, sobald Ihre finanzielle Situation sich verändert.
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Wie kann ich fürs Alter vorsorgen?

«Jetzt könnte ich mir zum ersten Mal im Leben ein bisschen was leisten – und soll stattdessen schon beim ersten Gehalt an meine Rente denken?» Es ist verständlich, dass dieser Gedanke Jugendlichen zunächst absurd erscheint. Er ist aber aus finanzieller Sicht durchaus berechtigt. Denn wer im Alter den gewohnten Lebensstil beibehalten möchte, sollte möglichst früh anfangen zu sparen. Die Entscheidungen, die Sie heute treffen, sind für Ihr weiteres Leben sehr bedeutend. Zudem können Sie von einem Sparplan schon lange vor der Pensionierung profitieren – etwa, wenn es um Selbstständigkeit oder Wohneigentum geht. Fazit: Geniessen Sie unbedingt Ihren Lohn! Gönnen Sie sich etwas, das Ihnen Freude bereitet. Aber setzen Sie sich auch mit der fernen Zukunft auseinander. Bei der privaten Vorsorge können Sie sich an diesen Tipps orientieren: 

1. Beitragslücken schliessen

Nach dem Studienabschluss sollten Sie kontrollieren, ob Sie den AHV-Mindestbeitrag tatsächlich jedes Jahr bezahlt haben. Bestellen Sie dazu am besten einen individuellen Kontoauszug bei Ihrer Ausgleichskasse. Beitragslücken, die nicht älter als fünf Jahre sind, lassen sich rückwirkend schliessen. Versäumen Sie die rechtzeitige Nachzahlung, führt dies später unter Umständen zu einer Rentenkürzung.

2. Höhe des Einkommens prüfen

Verdienen Sie mehr als CHF 22'050 pro Jahr? Denn erst ab diesem Grenzbetrag zahlen Sie und Ihre Arbeitgeberin oder Ihr Arbeitgeber obligatorisch Beiträge in die 2. Säule ein. Falls Sie kleine Pensen bei zwei verschiedenen Unternehmen haben, erkundigen Sie sich, ob beide Löhne in der gleichen Pensionskasse versichert werden können.

Arbeitnehmende mit Teilzeitpensum sind zudem durch den sogenannten «Koordinationsabzug» benachteiligt. 

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    Was ist der Koordinationsabzug?

    Der Koordinationsabzug koordiniert die Renten aus der 1. und 2. Säule und sorgt dafür, dass die einzelnen Sozialversicherungen innerhalb des Schweizer 3-Säulen-Systems aufeinander abgestimmt sind.

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3. In den eigenen Topf sparen

Sobald Sie Ihren ersten Job haben, sollten Sie über ein Säule-3a-Konto bei Ihrer Bank oder einen Vorsorgeplan bei Ihrer Versicherung nachdenken. Letzterer lässt sich mit einem individuellen Risikoschutz kombinieren. Doch ob Bank oder Versicherung: Hauptsache, Sie sparen für Ihre Zukunft. Besonders attraktiv: Die eingezahlte Summe können Sie vom steuerbaren Einkommen abziehen. Auf diese Weise sparen Sie über die Jahre eine schöne Summe. 

4. Das Geld wachsen lassen

Bis zu Ihrer Pensionierung werden noch Jahrzehnte vergehen. Nutzen Sie diese Zeit, um Ihr Vorsorgekapital in Wertpapiere zu investieren. Das ist zwar mit Risiken verbunden, da die Finanzmärkte immer gewissen Schwankungen unterliegen. Doch wenn das Geld über einen längeren Zeitraum angelegt wird, ist die Rendite bei Wertpapieren wie Aktien in der Regel am attraktivsten.

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