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Vom Weidenhäuschen zur Eis-Skulptur

Bild: Verein Ice Stupa International
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Über 4'000 Stunden freiwillige Arbeit leisten AXA Mitarbeitende jedes Jahr. Einige davon für die Ice Stupas im Engadin, die Besucher für den Klimawandel sensibilisieren.

Vier bis fünf Meter hoch sind die Weidenhäuschen, an denen AXA Mitarbeitende im Oktober mitgebaut haben. Sie stehen bei der Bahnstation Morteratsch, auf dem Weg zum Berninapass. Die Station ist der Ausgangspunkt für Ausflüge zum Morteratschgletscher, allerdings muss man jedes Jahr mehr Zeit einrechnen bis zur Gletscherzunge. Denn auch der Morteratsch ist vom Gletscherschwund betroffen. «Wir haben den Standort für die Häuschen bewusst gewählt», erklärt Conradin Clavuot, Projektleiter und eigentlich Architekt in Chur. «Hier kann man die Menschen für den Klimawandel sensibilisieren und die Umgebung ist für die Ice Stupas ideal.» 

Simples Prinzip aus dem Himalaya

Ice Stupas? Genau. Denn die Weidenhäuschen, die im Oktober und November gebaut wurden, bilden nur das Grundgerüst für die Ice Stupas, die im Winter mit der Kälte und dem Schnee entstehen. Das Prinzip stammt aus dem Himalaya und ist simpel: 50 Höhenmeter weiter oben wird Wasser gefasst, das mit dem natürlichen Gefälle durch die Rohre ins Tal schiesst. So hat das Wasser genug Druck, um dann in der Mitte eines Weidenhäuschens nach oben gelenkt zu werden. Oberhalb des Häuschens zerstäubt das Wasser dank einer Düse und bildet sich durch die Kälte zu Eis. Langsam entsteht eine Eiskonstruktion, die einem Stupa (einem kleinen Tempel) gleicht. «Die Ice Stupas wurden im Himalaya erfunden, um Wasser in Form von Eis für die Bewässerung im Frühling zu konservieren», führt Clavuot aus. «Hier am Morteratsch dienen die Stupas zur Sensibilisierung, als Testfeld für unsere Gletscher- und Wassersicherungsprojekte für SAC-Hütten und auch ein bisschen als Attraktion.» 

Auch in der Schweiz einsetzbar

Conradin Clavuot entdeckte die Stupas auf einer Studienreise in Nepal. Er erkannte in ihnen einen idealen Botschafter für den Klimawandel. Gemeinsam mit namhaften Glaziologen der Academia Engiadina und der Universität Utrecht gründete er einen Verein und zeigt seit zwei Jahren das Prinzip der Stupas am Morteratsch. Dabei führt die Fachhochschule Nordwestschweiz Tests durch, um die Stupas oder abgeänderte Formen daraus in Zukunft auch in der Schweiz einzusetzen. «Die Bewässerung im Frühjahr ist in unserer Gebirgswelt kein Thema, weil es bei uns dann genügend Schmelzwasser gibt. Wir brauchen Wasser im Herbst», so Clavuot. «Wir haben SAC- und andere Berghütten, die heute auf Gletscherwasser angewiesen sind, das bald versiegen wird.» Hier werden der Bau von Ice Stupas und andere Systeme geprüft, um die Hütten in Zukunft mit Schmelzwasser zu versorgen.

Einsatz in der Natur statt am Bürotisch

Bis an Weihnachten sollten die Weidenhäuschen vereist sein und ein kleines Skulpturen-Dorf gebildet haben. Rund 10'000 Personen haben die Stupas letztes Jahr besucht. Mitgebaut haben neben den Mitarbeitenden der AXA zahlreiche Schulklassen aus dem Engadin. Das Engagement der AXA ist Teil einer weltweiten Initiative. Daniela Scharfetter, welche die Einsätze in der Schweiz koordiniert: «Das Projekt hat uns sofort angesprochen. Es zeigt eine innovative Idee und sensibilisiert gleichzeitig für den Klimawandel. Und unsere Mitarbeitenden schätzen es sehr, den Bürotisch ab und zu gegen Arbeit in der Natur auszutauschen.» Nächstes Jahr werden allerdings keine Weidenhäuschen mehr gebaut, das Projekt beim Morteratsch ist auf zwei Jahre begrenzt. Der Verein Ice Stupas ist aber guter Hoffnung, dass die Weidenhäuschen bald zu ihrer ersten Bewährungsprobe kommen.

Der Eispalast mit den Stupas wird am 15. Dezember 2018 eröffnet.

  • Weiter oben wird in einem Bergbach das Wasser gefasst.

    Bild: AXA

  • Die Weidenhäuschen werden mehrere Meter hoch.

    Bild: AXA

  • In der Kälte wird das zerstäubte Wasser langsam zu Eis.

    Bild: Verein Ice Stupa International

  • Es entstehen wunderbare Eisgebilde.

    Bild: Verein Ice Stupa International

AXA von Herz zu Herz

Zeit und Engagement gehören zum Wertvollsten, was man heutzutage weitergeben kann. Dieser Gedanke steht hinter der Initiative «AXA von Herz zu Herz», die Mitarbeitende der AXA Gruppe weltweit motivieren will, sich für mehr Solidarität und Menschlichkeit einzusetzen. Mit «AXA von Herz zu Herz» bietet die AXA ihren Mitarbeitenden eine Möglichkeit für freiwilliges Engagement in den Bereichen Soziales, Bildung und Umwelt. Die Helferinnen und Helfer lernen dabei neue Menschen und Situationen kennen, können ihre verschiedenen Kompetenzen vertiefen und wertvolle Erfahrungen sammeln. 2018 leisteten in der Schweiz 850 Mitarbeitende im Rahmen von «AXA von Herz zu Herz» rund 4000 Stunden Freiwilligenarbeit.

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