Vorsorge & Gesundheit

Lieber freiwilliges Sparen als höheres Rentenalter

Bild: Getty Images
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Eine deutliche Mehrheit der Schweizer Bevölkerung befürwortet eine Reform der Altersvorsorge, wobei das freiwillige, steuerbegünstigte Sparen die beliebteste Sicherungsmassnahme ist. Zu diesem Schluss kommt die zum elften Mal durchgeführte Studie von AXA Investment Managers Schweiz.

In welchem Alter möchten Personen in der Schweiz in Pension gehen? Auf was freuen sie sich am meisten? Und wie soll die berufliche Altersvorsorge langfristig gesichert werden? Diesen und mehr Fragen ging der Ruhestandsmonitor der AXA Investment Managers Schweiz nach. Die Studie, bei der Ende Juni 1'203 Erwachsene online befragt wurden, befasst sich mit der Einstellung der Bevölkerung zur 2. Säule und zur Pensionierung und wurde 2021 zum elften Mal durchgeführt.

Vorfreude auf neuen Lebensabschnitt

Personen in der Schweiz stehen ihrer Pensionierung grundsätzlich positiv gegenüber: Auf einer Skala von 1 (sehr traurig) bis 10 (sehr glücklich) wird die Gefühlslage mit einem Durchschnittswert von 7,7 als positiv bewertet. Die Befragten freuen sich auf Zeit mit Freunden und Familie, für Hobbys sowie Ruhe und Erholung, aber auch für Spontaneität. Für rund 60 Prozent ist das Hüten der Enkelkinder «sehr» oder «eher wichtig»; 35 Prozent planen, sich in Vereinen oder Politik zu engagieren, und 17 Prozent möchten einen neuen Beruf wählen oder sich selbständig machen. Interessanterweise legt die Altersgruppe der 18- bis 39-Jährigen signifikant mehr Wert darauf, Enkelkinder zu hüten oder andere Familienunterstützung zu leisten, als die älteren Befragten.

Sorgen gibt es in Bezug auf die finanzielle Absicherung im Alter, besonders unter Frauen und Personen mit weniger Kaufkraft. Auf einer Skala von 1 (überhaupt nicht gut abgesichert) bis 10 (sehr gut abgesichert) liegt der selbst deklarierte Durchschnittswert von Männern bei 6,1 – von Frauen bei 5,5. Dr. Werner E. Rutsch, Head Institutional Business bei AXA Investment Managers Schweiz, hält fest: «Das Problem, dass Frauen in der beruflichen Vorsorge nach wie vor schlechter gestellt sind und dass die finanzielle Absicherung von Personen mit niedrigeren Einkommen oft lückenhaft ist, muss dezidiert angegangen werden.»

Kapitalbezug ist wieder auf dem Vormarsch

Würden die Befragten heute in Pension gehen, entschieden sich rund zwei Fünftel (41 Prozent) für die Auszahlung des Vorsorgevermögens in Form einer monatlichen Rente, 17 Prozent für den reinen Kapitalbezug, 28 Prozent würden eine Mischung aus Rentenzahlung und Kapitalbezug wählen. Dr. Werner E. Rutsch stellt fest: «Es fällt auf, dass der Anteil der Personen, die den reinen Kapitalbezug wählten, wieder deutlich gestiegen ist – was auf das gute Börsenjahr 2020 zurückzuführen sein dürfte.» Männer sind dabei eher für den reinen Kapitalbezug als Frauen. Auch besserverdienende Personen und Vollzeitarbeitende tendieren stärker dazu als Befragte mit tieferer Kaufkraft, mit einem Teilzeitpensum oder Nichtberufstätige. Wie viel Finanzwissen eine Person aufweist, hat keinen Einfluss auf die Wahl.

Freiwilliges Sparen im Fokus

Die Frage, ob eine Reform der Altersvorsorge notwendig ist, wird von den Befragten grossmehrheitlich bejaht (70 Prozent), wobei die meisten Massnahmen eher unbeliebt sind. Das freiwillige, steuerbegünstigte Sparen ist nach wie vor am populärsten. 83 Prozent der befragten Personen stimmen dieser Massnahme «sicher» oder «eher» zu. Einzahlungen schon vor dem 25. Lebensjahr werden von 81 Prozent akzeptiert, die Förderung von freiwilliger Teilzeitarbeit ab 65 Jahren von 66 Prozent. Höhere Beiträge der Berufstätigen billigen 50 Prozent, ein höheres Pensionierungsalter 31 Prozent. Mit einer Zustimmungsquote von nur 16 Prozent am wenigsten beliebt ist die Kürzung der Renten. Personen mit grossem Finanzwissen befürworten eher das freiwillige Sparen und frühere Einzahlungen; Befragte mit einem geringen Finanzwissen ziehen höhere Beiträge der Berufstätigen, ein höheres Pensionierungsalter und tiefere Renten vor.

Jüngere möchten früher in Pension

Und in welchem Alter möchte die Schweizer Bevölkerung pensioniert werden? Diesbezüglich gib es zwischen den Altersgruppen signifikante Unterschiede: Die 18- bis 39-Jährigen wünschen sich ein Pensionierungsalter von 59 Jahren, die 40- bis 64-Jährigen ein Pensionierungsalter von 61 Jahren, die älteste Gruppe (65 Jahre und älter) würde gerne erst mit 64 Jahren in Pension gehen. Dr. Werner E. Rutsch erläutert: «Das durchschnittliche Alter beim Austritt aus dem Arbeitsmarkt lag 2020 gemäss dem Bundesamt für Statistik bei 65,2 Jahren. Die erwerbstätigen Befragten wünschen sich also ein Pensionierungsalter, das 4,2 Jahre unter dem aktuellen Durchschnitts-Pensionierungsalter liegt.» Knapp ein Drittel der Befragten könnte sich vorstellen, nach der Pensionierung einer bezahlten Tätigkeit im Teilzeitpensum nachzugehen. Unternehmen sind gefragt, entsprechende Angebote bereitzustellen, so Rutsch.

Alle Ergebnisse der Umfrage finden Sie online unter Studienergebnisse.

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