Vorsorge & Gesundheit

Höheres Pensionierungsalter und tiefere Renten finden mehr Zustimmung

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Die Notwendigkeit einer Reform der Altersvorsoge wird heute von viel mehr Personen anerkannt als noch vor vier Jahren. Zu diesem Schluss kam die zum zehnten Mal durchgeführte Studie von AXA Investment Managers Schweiz.

AXA Investment Managers Schweiz hat zum zehnten Mal eine Untersuchung zum Wissensstand und zur Einstellung der Schweizer Bevölkerung gegenüber der 2. Säule durchgeführt. Die Studie zeigt: Vier von fünf PK-Versicherten erachten eine Reform der Altersvorsorge als notwendig, und die Ein-sicht, dass Rentenkürzungen und die Erhöhung des Rentenalters zur Sicherung der Altersleistungen wohl unumgänglich sind, hat deutlich zugenommen. Die beliebteste Korrekturmassnahme zur Sicherung der Altersvorsorge ist nach wie vor das freiwillige, steuerbegünstigte Sparen.

Bezug von Kapital oder Rente abhängig von Alter, Geschlecht und politischer Einstellung

Würden die Befragten heute in Pension gehen, entschiede sich rund jeder Zehnte (11 Prozent) für den reinen Kapitalbezug – vor drei Jahren war es noch jeder Fünfte. Am meisten Zustimmung findet diese Auszahlungsvariante unter den 25- bis 41-Jährigen (17 Prozent). 55 Prozent wünschen sich die Auszahlung des Vorsorgevermögens in Form einer monatlichen Rente, und 32 Prozent würden heute eine Mischung aus Rentenzahlung und Kapitalbezug wählen. «Zu berücksichtigen ist, dass es eine Diskrepanz gibt zwischen der Absichtserklärung und der bei Pensionierung effektiv gewählten Auszahlungsvariante», betont Dr. Werner E. Rutsch, Mitglied der Geschäftsleitung von AXA Investment Managers Schweiz.

3a-Sparen: beliebteste Variante zur Sicherung des Rentenniveaus

Die 2. Säule kann ihre Rentenversprechen langfristig nicht einhalten, und der Kapitalmarkt als «dritter Beitragszahler» liefert im Niedrigzinsumfeld schon seit mehreren Jahren nicht mehr die erforderlichen Beiträge. Zur Sicherung des Rentenniveaus gibt es verschiedene Vorschläge. Das freiwillige, steuerbegünstigte Sparen ist nach wie vor die beliebteste Variante: 86 Prozent der Versicherten stimmen dieser Massnahme «sicher» oder «eher» zu.

«Es fällt auf, dass heute sowohl ein höheres Pensionierungsalter als auch tiefere Renten eher akzeptiert werden als in früheren Jahren.»

Dr. Werner E. Rutsch, Mitglied der Geschäftsleitung von AXA Investment Managers Schweiz

Einzahlungen schon vor dem 25. Lebensjahr und die Förderung von freiwilliger Teilzeitarbeit ab 65 Jahren werden von 73 respektive 72 Prozent der Befragten akzeptiert. Mit einer Zustimmungsquote von nur 23 Prozent am wenigsten populär ist die Kürzung der Renten. Vor zwei Jahren lag diese Quote allerdings bei noch tieferen 15 Prozent. Rutsch erklärt: «Es fällt auf, dass heute sowohl ein höheres Pensionierungsalter als auch tiefere Renten eher akzeptiert werden als in früheren Jahren. Das dürfte eine Folge davon sein, dass die Realität des Zustands der 2. Säule und die demografischen und wirtschaftlichen Herausforderungen von Pensionskassen immer mehr in den Vordergrund treten.»

Reformvorschlag der 2. Säule findet mehr Zustimmung

Im September 2017 hat der Souverän die beiden Vorlagen der Reform Altersvorsorge 2020 abgelehnt. Seit letztem Jahr wird in Bern ein neuer Reformvorschlag für die 2. Säule diskutiert. 78 Prozent der PK-Versicherten finden, dass eine Reform der Altersvorsorge notwendig ist; 2016 waren es erst 59 Prozent. Vor allem politisch eher links ausgerichtete Personen und aktiv Versicherte zwischen 25 und 41 Jahren erachten heute eine Reform als deutlich notwendiger als noch vor vier Jahren. Vor diesem Hintergrund etwas erstaunlich ist, dass in dieser Altersgruppe nur 53 Prozent der Befragten angeben, den Reformvorschlag zu kennen.

Betreffend Massnahmen der Rentenreform finden gemäss Studie 31 Prozent der Versicherten eine Senkung des Umwandlungssatzes «sehr gut» oder «eher gut». Eine Halbierung des Koordinationsabzugs von rund 25 000 Franken und die Anpassung der altersbedingten Beiträge würden 60 respektive 64 Prozent akzeptieren. 

78 Prozent der PK-Versicherten finden, dass eine Reform der Altersvorsorge notwendig ist; 2016 waren es erst 59 Prozent.

PK Studie von AXA Investment Managers Schweiz

Auf die Frage, ob das Umlageverfahren der 1. Säule für eine befristete Zeit auch zur Finanzierung der Leistungen in der 2. Säule angewendet werden soll, befürwortete nur jeder dritte Befragte. Als Hauptgründe für die Befürwortung des temporären Umlageverfahrens in der 2. Säule werden genannt: weil die Altersvorsorge finanziert werden muss, das Umlageverfahren sorgt für stabile Renten, aus Solidarität, die jüngere Generation soll für die ältere sorgen, und weil die Renten bereits zu tief sind. Diejenigen, die das Umlageverfahren ablehnen, tun dies vor allem, um die Jungen nicht noch mehr zu belasten und weil sie die grundsätzlich andere Finanzierungsart (Kapitaldeckungsverfahren) der 2. Säule respektieren.

Alle Ergebnisse der Umfrage finden Sie online unter Studienergebnisse

 

AXA Investment Managers (AXA IM)

AXA Investment Managers (AXA IM) ist ein aktiver, langfristig orientierter, weltweit tätiger Multi-Asset-Experte in der Vermögensverwaltung. AXA IM verwaltet rund 830 Mrd. Euro Vermögen (Stand: Ende September 2020) und ist mit über 2’360 Mitarbeitern und 28 Niederlassungen in weltweit 20 Ländern tätig. AXA IM gehört zur AXA-Gruppe.

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