Mobilität

Marderschaden: Autos in der Ostschweiz besonders betroffen

Bild: Keystone
Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf LinkedIn teilen Auf Xing teilen Per Email teilen

Im Mai und Juni sind Marder aufgrund ihres Revierverhaltens ausgesprochen aktiv. Besonders hoch ist das Risiko für einen Marderschaden in der Ostschweiz, wie eine aktuelle Auswertung der AXA zeigt. Schweizweit entstehen jedes Jahr Marderschäden in der Höhe von rund 40 Millionen Franken. Gerade für Fahrzeuge, die über längere Zeit parkiert werden, besteht ein erhöhtes Risiko.

Über Nacht im Freien geparkte Autos sind ein beliebtes Ziel von Mardern, speziell in den Monaten Mai und Juni, wenn ihr Revierverhalten besonders ausgeprägt ist. Sie verkriechen sich in Autos, markieren ihr Revier und knabbern dabei gerne Kabel oder Schläuche an. Bei der AXA beläuft sich ein Marderschaden im Schnitt auf rund 440 Franken. Ein überschaubarer Betrag zwar, aber trotzdem ärgerlich, wenn das Auto nicht mehr anspringt oder aufgrund eines zerbissenen Bremsschlauches gar ein Unfall droht. Insbesondere wenn das Auto über längere Zeit stillsteht, ist es leichte Beute für die Raubtiere.


Kantonale Unterschiede

Eine Auswertung über die vergangenen fünf Jahre zeigt, dass gewisse Regionen vergleichswiese stark betroffen sind: In den Kantonen Appenzell Innerrhoden, Thurgau, St. Gallen sowie Jura und Glarus ist die Wahrscheinlichkeit für einen Marderschaden besonders hoch, mit einem Risiko von bis zu 70 Prozent über dem Schweizer Durchschnitt. Auf ein Auto bezogen heisst das, dass rund alle 30 bis 35 Jahre mit einem Marderschaden zu rechnen ist.

Autobesitzer in den Kantonen Genf, Wallis sowie Nid- und Obwalden müssen sich dagegen deutlich weniger Sorgen über die knabbernden Raubtiere machen: Das Risiko für einen Marderschaden ist in diesen Kantonen um 60 bis 70 Prozent geringer als im Schweizer Durchschnitt – sie müssen nur etwa alle 175 Jahre mit einem Schaden rechnen. «Steinmarder, die häufigste Marderart in Mitteleuropa, kommen in der Schweiz nur bis in mittlere Höhenlagen vor. In einem bergigen Kanton leben daher deutlich weniger Tiere als in tieferen Lagen», sagt Fredy Egg, Leiter Schaden bei der AXA.

Schadenfrequenz Kantone relativ zur Schadenfrequenz Schweiz

Datenquelle und Diagramm: AXA. Die Karte zeigt die Schadenfrequenz (Anzahl gemeldeter Marderschäden / Anzahl versicherte Fahrzeuge im Kanton) für Marderschäden relativ zur Schadenfrequenz in der Schweiz (2015-2019). Lesebeispiel: Im Kanton Wallis ist die Wahrscheinlichkeit für einen Marderschaden am Auto nur 20-40 Prozent so hoch wie im Schweizer Schnitt.


Skoda und VW stärker betroffen

Nicht nur regional haben Marder Präferenzen, auch was Automarke und Fahrzeugart angeht scheinen sie wählerisch zu sein: Besonders häufig knabbern sie an Fahrzeugen der Marken Skoda, Seat, Ford und VW. Deutlich seltener haben sie es hingegen auf Autos der Hersteller Smart, Mercedes-Benz, Porsche und BMW abgesehen. «Für Marken interessieren sich Marder natürlich nicht, vielmehr dürfte die Bauweise und damit insbesondere der Zugang zum Motorraum eine Rolle spielen», so Fredy Egg. 

Nebst Personenwagen machen sich Marder gerne an Wohnmobilen zu schaffen. Diese stehen oftmals über längere Zeit draussen, was Marderschäden tendenziell begünstigt. Auch Lieferwagen sind ein beliebtes Ziel der Raubtiere: Während sie in der Nacht vor dem Heim des Besitzer parkiert werden, befinden sie sich tagsüber geschäftsbedingt an anderen Standorten. Dadurch werden die Gefährte unbewusst von einem Marderrevier in ein anderes gefahren.

Fahrzeuge wenn möglich in geschlossenen Garagen parkieren

Unabhängig von der Marke und der Fahrzeugart gilt: Beim Parkieren unter freiem Himmel ist Vorsicht geboten. «Den besten Schutz vor Marderschäden bieten nach wie vor geschlossene Garagen», sagt Fredy Egg. Auch das Sperren von Zugängen zum Motorraum oder das Sichern von besonders gefährdeten Autoteilen kann Abhilfe schaffen. 

Kommt es dennoch zu einem Marderschaden, ist dieser über die Vollkasko- oder Teilkasko-Versicherung gedeckt. Dazu gehören insbesondere Biss- und Folgeschäden. Die AXA – mit einem Marktanteil von mehr als 20 Prozent der grösste Autoversicherer der Schweiz – übernimmt jedes Jahr Marderschäden in der Höhe von mehr als 7,5 Millionen Franken. Schweizweit schätzt die AXA das Schadenausmass auf rund 40 Millionen Franken pro Jahr.

Verwandte Artikel

AXA & Sie

Kontakt Schaden melden Stellenangebote Medien Broker myAXA Garagen-Portal Kundenbewertungen Newsletter abonnieren

AXA weltweit

AXA weltweit

In Kontakt bleiben

DE FR IT EN Nutzungshinweise Datenschutz © {YEAR} AXA Versicherungen AG

Wir verwenden Cookies und Analyse Tools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internet-Seite zu verbessern und die Werbung von AXA und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutz