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Nachhaltig leben: Mit weniger mehr erreichen

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David Blum ist Designer, Vater von zwei Kindern und ein Mann mit vielen Ideen. Nachdem er sich intensiv mit pflanzlicher Ernährung auseinandergesetzt hatte, suchte er auch in anderen Lebensbereichen nach mehr Nachhaltigkeit. Neben dem Projekt Minimal Waste, bei dem er aufzeigt, wie man auf einfache Weise Abfall reduzieren kann, versucht er auch sonst rundum bewusst zu leben.

Wer weniger Abfall produziert, lebt glücklicher. Dieser Aussage können sicher die meisten Leserinnen und Leser unseres Blogs beipflichten. Und wer weniger davon anhäuft, profitiert meistens auch finanziell. Aber wie geht das, weniger Abfall verursachen? Unser modernes Leben ist eine einzige, riesige Anhäufung an hübsch gestalteten Verpackungen, Kisten, Taschen und Hüllen. Weltweit belegen wir Schweizerinnen und Schweizer sogar einen Spitzenplatz, was die Produktion von Müll betrifft.

«Zero Waste ist eine Utopie», sagt David Blum. An dem Begriff habe er sich schon immer gestört. «Ein Leben komplett ohne Abfall zu führen, das ist einfach unmöglich.» Mit einem Kurs bei Zero Waste Switzerland und der Lektüre von «Glücklich leben ohne Müll» hat sich der Gestalter aus Aarau schrittweise an das Thema herangetastet und spricht heute voller Begeisterung darüber: «Ich möchte meine Motivation an Interessierte weitergeben und habe deshalb Minimal Waste gegründet.»

Entspannt zu weniger Abfall

«Man muss sein Leben nicht komplett auf den Kopf stellen, um etwas zu erreichen», sagt David weiter. «Man soll sich kleine Ziele setzen, um weniger Abfall zu produzieren.» Auf seiner Website minimalwaste.ch zeigt er in einfachen Schritten auf, wie das am besten geht. Zusammengefasst bedeutet es, Dinge immer wieder zu verwenden und zu reparieren, Unnötiges abzulehnen, Überflüssiges zu reduzieren und Abfall zu recyceln. Wer den Platz und die Mittel dazu hat, kompostiert seinen Bioabfall sogar selber und produziert Erde, um eigenes Gemüse anzupflanzen. 

«Wenn du dein Handeln überdenkst, tut das nicht nur der Umwelt gut, sondern auch dir selbst.»

David Blum von Minimal Waste

Zusammen geht’s einfacher

Befasst man sich gründlicher mit Nachhaltigkeit, kann das auch zu einer gewissen Ohnmacht führen. Im eigenen Haushalt scheint der Aufwand gross und der Ertrag eher klein. «Es ist wichtig, sich etwas zu suchen, das Spass macht», schlägt David vor. Wer anfängt, sich zuhause mit Abfallreduktion zu beschäftigen, merkt bald, dass es gar nicht so viel dazu braucht. Zudem hat es einen positiven Nebeneffekt: Das eigene Handeln reduziert nicht nur den Müll, sondern oft auch den Stress. Es tut einfach gut, etwas gegen den wachsenden Abfallberg zu unternehmen.

«Das eigene Umfeld ist sehr wichtig und sollte einbezogen werden», sagt David weiter. Als Familie vielleicht mal einen Ausflug in den Hofladen machen und sich vom Bauern die unverpackten und lokalen Lebensmittel empfehlen lassen. Den Take-Away-Zmittag in der eigenen Tupperware- oder Recircle-Box verstauen. Oder für Fans von Coffee-to-go: einen tollen Mehrwegbecher kaufen und immer in der Tasche mitführen. 

Upcycling: Reparieren statt wegwerfen

«Am besten wäre es, Abfall gar nicht erst zu produzieren. Kaputte Sachen reparieren ist jedoch schon ein guter Weg», erklärt David. In der Schweiz finden regelmässig Reparaturtage statt, an denen man seine alten Geräte flicken lassen kann. Elektrogeräte, HiFi-Anlagen und Küchenmaschinen aus der Vergangenheit zeichnen sich meistens durch Qualität und Robustheit aus – und sie haben oft einen emotionalen Wert, den man unterschätzt. Seit 2017 gibt es den «Internationalen Reparaturtag», der die Wichtigkeit des Reparierens und von Veranstaltungen wie Repair-Cafés hervorhebt. 

  • Teaser Image
    Minimal Waste mit David Blum

    Der zweifache Familienvater setzt sich schon lange mit nachhaltigem Leben auseinander. Mit seinem Projekt Minimal Waste hilft David Blum Interessierten auf einfache Weise weniger Abfall zu produzieren.

    mehr erfahren

Tipps: So werden Sie im Alltag nachhaltiger

Nachhaltigkeit tut gut, haben wir von David Blum erfahren. Es gibt viele kleine Schritte, die man gehen kann, um bewusster zu leben. Wichtig ist auch, dass nicht jede Veränderung mit einem absoluten Verzicht gleichgesetzt wird. Hier ein paar Ansätze, wie Sie Ihren Alltag bewusster und nachhaltiger gestalten können.

Vermehrt pflanzlich ernähren 

Die Debatte um den Fleischkonsum wird oft hitzig geführt. Aber würden wir Fleisch wieder vermehrt als etwas Besonderes sehen, so wie früher den Sonntagsbraten, wäre das ein guter Start. Kämen mehr pflanzliche Produkte auf den Tisch, müssten wir zum Beispiel keine zusätzlichen Futtermittel importieren. Und in der vegetarischen und veganen Küche gibt es viel zu entdecken – das sagen auch die Sterneköche.

Beim Blick in unsere Küchen fällt noch etwas Anderes auf: 300 Gramm einwandfreie Lebensmittel landen in der Schweiz täglich im Abfall. Die grössten Verursacher sind nicht Restaurants, sondern private Haushalte. Es lohnt sich also, bewusst einzukaufen und zu überlegen, welche Lebensmittel man wirklich benötigt.

Secondhand einkaufen

Designed im Westen – geschnitten, genäht und gefärbt an einem Ort, der nur ganz klein gedruckt in der Etikette steht. Danach reist das T-Shirt um den Globus, bevor es bei uns im Schrank hängt. Der ökologische Fussabdruck unserer Kleider ist teilweise riesig. Zum Glück gibt es heute viele Modefirmen, die klarer deklarieren, wo und wie sie ihre Kleider herstellen. Die beste Lösung ist jedoch immer noch, die eigenen Klamotten möglichst lange zu tragen, in einem coolen Secondhand-Shop einzukaufen sowie Schuhe gut zu pflegen und allenfalls in die Reparatur zu bringen. 

Ferien in der Schweiz und im nahen Ausland machen

Im Moment fällt es niemandem schwer, zuhause zu bleiben. Aber vielleicht können wir unser aktuelles Reiseverhalten auch nach Corona etwas beibehalten und vor allem mit Zug oder Bus in den Urlaub fahren. Fliegen ist und bleibt der Klimakiller schlechthin. Gemäss WWF verursacht ein Flug nach Neuseeland und zurück die gleiche Klimabelastung wie Herr oder Frau Schweizer in acht Monaten Alltagsleben (inkl. Wohnen, Ernährung etc.).

Das Motto «Weniger ist mehr» beherzigen

Fast jeder Designer und die meisten Modeprofis bestätigen es: Weniger ist oft mehr. Wer zum Beispiel seine Wohnung mit weniger Möbeln einrichtet, begeistert nicht nur die Minimalisten, sondern schont die Umwelt und je nachdem das Portemonnaie. Zudem gibt es viele Studien, die besagen, dass wir glücklicher sind, wenn wir weniger besitzen.

Übrigens: Loslassen scheint ein richtiger Trend zu sein. Die japanische Ordnungsexpertin Marie Kondo zeigt auf, wie man zuhause richtig aufräumt – und dazu gehört auch, dass wir uns von Dingen trennen, die wir nie benutzen. Und in der neuen Netflix-Dokumentation «Minimalismus: Weniger ist jetzt» werden Menschen porträtiert, die ihren Haushalt auf ein Minimum reduzieren, um glücklicher zu leben. Also: Lieber Dinge kaufen, die man wirklich liebt, möglichst lange behält und, wer weiss, vielleicht irgendwann sogar vererbt. 

Die AXA geht nachhaltig in die Zukunft

Als führende Versicherung in der Schweiz setzt sich die AXA für eine lebenswerte Umwelt, stabile Wirtschaft und sichere Gesellschaft ein. Die AXA investiert alle Prämiengelder nachhaltig und übernimmt Verantwortung im Bereich Klima, indem sie zum Beispiel bis 2030 in der EU und den OECD-Ländern komplett aus Kohle aussteigt. Das Umweltbewusstsein wird auch intern gelebt, und die AXA unterstützt Projekte zur Emissionsreduktion und Abfallverminderung und fördert ressourcenschonende Reparaturmethoden sowie Auto-Energieoptimierungen bei ihren Partnergaragen.

ReCIRCLE: das Netzwerk für Mehrweggeschirr

Dieses innovative Projekt eines Schweizer KMUs wurde von der AXA über die Klimastiftung Schweiz unterstützt. Die Schweizer Branchenlösung bietet auberginefarbene Mehrwegverpackungen für Unterwegs-Verpflegung. So geht’s: Wer als Privatperson ein Depot hinterlegt, kann die Mehrwegboxen der teilnehmenden Restaurants, Mahlzeitendienste, Firmen und Gemeinden immer wieder nutzen. Auch die Personalrestaurants der AXA sind dabei.  

COreduzieren, darum reparieren

Ersatzteile für Autoreparaturen belasten durch die CO2-reiche Herstellung und aufwändige Entsorgung die Umwelt. Die AXA und ihre Partner fördern daher ressourcenschonende Reparaturmethoden: Wenn immer möglich sollen Schäden an Fahrzeugen repariert werden, anstatt Komponenten auszutauschen. Davon profitieren alle Beteiligten und oft können mehr Reparaturen in der gleichen Zeit erledigt werden, was das Wissen der Fachkräfte und die Wirtschaftlichkeit der Betriebe erhöht. 

Mehr erfahren im Blogartikel «Reparieren anstatt ersetzen».

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