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Drohnen fliegen – und versichern: Fünf Tipps

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Der Schweizer Himmel ist voller Drohnen: 100'000 Haushalte besitzen gemäss dem Bundesamt für Zivilluftfahrt bereits eine oder mehrere der wendigen Flugobjekte. Wir haben fünf Tipps dazu, was Sie beim Fliegen beachten sollten, wer bei Unfällen haftet und wie Sie Ihre Drohne versichern können.

Besitzen Sie schon eine Drohne oder spielen Sie mit dem Gedanken, eine zu kaufen? Dann finden Sie hier die wichtigsten Infos und Tipps, damit Sie möglichst lange schadenfrei und sicher mit Ihrer Drohne unterwegs sind.

1. Sichtkontakt zur Drohne halten

Ohne Bewilligung vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) dürfen Drohnen mit einem Maximalgewicht von 30 Kilogramm nur mit Sichtkontakt geflogen werden. Dies bedeutet, dass Sie die Drohne während des Flugs immer im Blick haben müssen. Ein Feldstecher oder eine VR-Brille gilt explizit NICHT als Sichtkontakt: Dafür benötigen Sie als Drohnenpilot eine Bewilligung vom BAZL. Die Bewilligungspflicht entfällt, wenn eine zweite Person dabei ist, die den Sichtkontakt hält und im Notfall die Kontrolle über die Drohnensteuerung übernehmen kann. 

2. Bewilligung und Fluglizenz

in der Schweiz sind die Gesetzesbestimmungen für Drohnen relativ locker. Für die gängigen Hobbydrohnen ist keine Bewilligung nötig – nur für Drohnen, die über 30 Kilogramm wiegen. Ab Sommer 2020 prüft das BAZL zurzeit aber eine Registrierungspflicht für Drohnen ab 250 g Gesamtgewicht. Gleichzeitig wird in der Europäischen Union diskutiert, ob Laien- und professionelle Drohnenpiloten künftig eine Lizenz fürs Fliegen erwerben müssen. Sollte ein solches Gesetz in Europa in Kraft treten, würde sich dieses auch in der Schweiz durchsetzen. Im Moment können sich Drohnenpiloten freiwillig in der Schweiz vom Verband ziviler Drohnen SVZD zertifizieren lassen.

 

 

3. Drohne versichern: Was ist obligatorisch, was freiwillig?

Generell können Sie sich als Drohnenpilot gegen zwei Dinge versichern: Gegen Haftpflichtschäden – also wenn Sie mit der Drohne jemand anderem einen Schaden zufügen – oder allgemein gegen Diebstahl, Beschädigung und Verlust der Drohne. 

  • Haftpflichtversicherung: Für Drohnen über 500 Gramm – also beispielsweise eine DJI Phantom 4 – muss von Gesetzes wegen eine Haftpflichtversicherung mit einer Versicherungssumme von einer Million Schweizer Franken abgeschlossen werden. Privat genutzte Drohnen mit einem Gewicht bis zu 500 Gramm sind über die neue Privathaftpflichtversicherung der AXA automatisch gegen Haftpflichtschäden gedeckt. 
  • Sachversicherung: Schäden an der Drohne – beispielsweise durch einen Absturz – sowie Diebstahl und Verlust können Sie entweder in der Hausratversicherung einschliessen oder separat über die Elektrogeräteversicherung abdecken. Letztere versichert nicht nur die Drohne selbst, sondern die gesamte Unterhaltungselektronik in Ihrem Haushalt gegen Beschädigung, Diebstahl oder Verlust. Die Versicherung gilt nicht nur für den Einsatz zuhause, sondern auch unterwegs und sogar auf Reisen. Sollte Ihre Drohne einmal abstürzen, erhalten Sie innert 48 Stunden einen Ersatz. 
  • Technikversicherung: Wenn Sie eine Drohne gewerblich nutzen, können Sie Schäden an der Drohne über die Technische Versicherung abdecken.

 

4. Verbotene Zonen mit Drohnen meiden

Generell gibt das BAZL aus Sicherheitsgründen vor, dass Drohnenpiloten nicht über Menschenansammlungen (mehrere Dutzend dicht beieinander stehende Personen) fliegen dürfen, wenn nicht mindestens 100 Meter Sicherheitsabstand gewährleistet sind. 

Vor jedem Flug solltest du überprüfen, ob du an diesem Ort deine Drohne fliegen lassen darfst. Denn in der Schweiz sind sogenannte Sperrzonen definiert. Solche Sperrzonen befinden sich vor allem bei zivilen und militärischen Flugplätzen, aber auch über gewissen Wasser- und Zugvogelreservaten sowie schweizerischen Nationalparks. Je nach Sperrzone gelten unterschiedliche Flugverbote oder Einschränkungen.

Auch bezüglich Flughöhe gibt es Beschränkungen. Da Motorflugzeuge eine Mindestflughöhe von 150 Meter einhalten müssen, empfiehlt es sich, Drohnen nicht höher als 140 Meter über Boden fliegen zu lassen. Informiere Dich auch über die diversen Richtlinien auf Gemeinde- und Kantonsebene.

5. Privatsphäre beachten: Was darf ich fotografieren?

Eine aktuelle Umfrage der AXA zeigt: 60 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer empfinden Drohnen tendenziell als störend und gefährlich. Die Akzeptanz von Drohnen hängt jedoch massgeblich vom Verwendungszweck ab. Daher ist es wichtig, gewisse Punkte zu beachten, wenn Sie mit der Drohne Aufnahmen von Menschen machen möchten. In der Schweiz gilt, dass jeder Mensch das Recht am eigenen Bild hat. Sobald also jemand auf einer Aufnahme klar erkennbar ist, muss die betroffene Person um Erlaubnis gefragt werden.  Auch bei Privatgrundstücken können sich Personen gestört fühlen, wenn eine Drohne in geringer Höhe darüberfliegt – niemand möchte ungefragt in seinem Garten gefilmt werden. Auch der Lärm kann als störend empfunden werden. Holen Sie also im Zweifelsfall die Einwilligung der Nachbarn ein, bevor Sie über deren Garten fliegen.

Infos rund um Drohnen

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