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Hier hagelt und stürmt es in der Schweiz am meisten

Bild: Keystone-SDA
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Die Schadenstatistik der AXA zeigt, in welchen Jahren es am meisten Unwetterschäden gab. Die Unterschiede sind massiv: Pro Jahr reichen die Kosten der Versicherung von 50 Millionen bis 300 Millionen Franken. Am meisten betroffen waren der Jura bei Hagel, Schwyz bei Überschwemmungen und das Tessin bei Blitzschlag.

Zwei Jahre in Folge hat die Schweiz überdurchschnittlich viele Unwetter mit entsprechend schweren Schäden erlebt. Wie wird sich die Situation dieses Jahr darstellen? Die Unwettersaison dauert typischerweise von Mai bis August, wobei nicht alle Regionen im Land dem gleichen Risiko ausgesetzt sind. Die Schadenstatistik der AXA über die letzten Jahre zeigt ein klares Bild, wo welche Schadenart am häufigsten auftrat.

Die Hälfte der Hagelschäden entstand in nur neun Kantonen 

Sowohl bei der Anzahl Fälle als auch beim Kostenaufwand machen Hagelschäden an Autos einen grossen Anteil der Unwetterschäden aus. In den letzten zwanzig Jahren waren besonders die Kantone Jura, Tessin und Neuenburg, aber auch Nidwalden, Luzern, Obwalden, Schwyz, Freiburg und Bern betroffen. Rund die Hälfte aller der AXA gemeldeten Hagelschäden ereignete sich in diesen neun Kantonen. «Insbesondere grössere Hagelereignisse, welche in kurzer Zeit sehr viele Autos beschädigen, können ein wesentlicher Treiber der Schadenbilanz sein», sagt Patrick Villiger, Leiter Schaden Motorfahrzeuge bei der AXA. Kaum Hagelschäden gab es hingegen in den Kantonen Schaffhausen, Genf, Graubünden, Glarus, Wallis und Thurgau.

Intensität nimmt zu

Die Statistik der AXA zeigt auch: Unwetterschäden sind sehr volatil. Seit 1997 variierten die Kosten der Versicherung in diesem Bereich pro Jahr zwischen 52 Millionen (1998, 2008) und 299 Millionen Franken (2021). Das letzte Jahr schlug mit 38'000 Fällen und 144 Millionen Franken zu Buche. Die Spitzenjahre mit über 40'000 Schadenfällen oder über 150 Millionen Franken Schadenaufwand waren 1999, 2004, 2005, 2009, 2012, 2013 sowie das Ausnahmejahr 2021. Ein Trend lässt sich davon nicht ableiten – dazu müsste ein bedeutend längerer Zeitraum betrachtet werden. «Wir stellen jedoch fest, dass Unwetter heute kurzfristiger auftreten als früher und ihre Intensität zugenommen hat – mehr Starkregen, öfters grosse Hagelkörner», sagt Stefan Müller, Leiter Schaden Sachversicherungen bei der AXA. «Dadurch sind neue Gefahren entstanden. Zum Beispiel kann Starkregen in dicht besiedelten Gebieten Strassen in gefährliche Flüsse verwandeln sowie Tiefgaragen regelrecht fluten.»

Am meisten Überschwemmungen im Kanton Schwyz

Überschwemmungsschäden kamen in den letzten zehn Jahren am häufigsten im Kanton Schwyz vor, gefolgt von den Kantonen Thurgau, Luzern, Solothurn und Aargau. Hier zählt die AXA über einen Drittel der insgesamt gemeldeten Überschwemmungsschäden, wobei festzuhalten ist, dass jeweils einzelne Ereignisse stark ins Gewicht fielen. Die Kantone Nidwalden, Waadt, Uri, Graubünden und Basel-Stadt blieben in den letzten zehn Jahren von Überschwemmungen mehrheitlich verschont. Ebenfalls zeigt sich, dass sich die Präventionsmassnahmen von Bund, Kantonen und Gemeinden positiv auf das Schadenausmass ausgewirkt haben. «Investitionen wie Hochwasser-Entlastungsstollen, Rückhaltebecken, Dammerhöhungen oder die nationale Hochwasser-Gefahrenkarte machen sich bezahlt», so Stefan Müller.

Im Tessin blitzt es am meisten

Bei den Schäden durch Blitzschlag führt ein Kanton die Statistik deutlich an: Im Tessin war in den letzten zehn Jahren das Risiko für Schäden durch Blitzschlag sechs Mal grösser als im Rest der Schweiz. Jedes Jahr zählt die AXA in diesem Kanton mehrere hundert Schadenmeldungen. Im Vergleich zu Basel-Stadt, Nidwalden und Waadt war das Risiko gar über dreissig Mal grösser. Der Grund ist nachvollziehbar: Wenn feuchtwarme Mittelmeerluft an die Alpenkette gedrückt wird, entstehen Gewitterwolken mit starken Auf- und Abwinden und hoher elektrischer Spannung. Diese entlädt sich in Blitzen.  

So schützt man sein Eigentum

Beachtet man einige Vorsichtsmassnahmen, kann man die Gefahr von Unwetterschäden an seinem Eigentum minimieren. Bei instabiler Wetterlage warnen Apps mit Push-Nachrichten schnell und standortgenau. Ist ein Sturm mit starkem Wind angesagt, sollte man mobile Gegenstände wie beispielsweise Gartenstühle befestigen oder wegräumen und Sonnenstoren hochziehen. Bei Starkregen sind darüber hinaus Wasserabläufe freizuhalten und Fenster zu schliessen. Besteht die Gefahr, dass Wasser ins Gebäude dringt, sollten feuchtigkeitsempfindliche und wertvolle Gegenstände in die Höhe gestellt werden. Bei Hagel sind Fahrzeuge unterzustellen und Rollläden hochzuziehen. «Denn was viele nicht wissen: Hagel kann Scheiben nichts anhaben, den Rollläden jedoch sehr wohl», führt Stefan Müller aus. 

Versicherung bei Unwettern

Je nach Objekt, das beschädigt ist, sind verschiedene Versicherungen zuständig. Unwetterschäden am Mobiliar und der Einrichtung sind zum Neuwert über die Hausratversicherung gedeckt. Für Schäden an Fahrzeugen kommt die Teilkaskoversicherung auf. Und bei Gebäudeschäden ist die Gebäudeversicherung zuständig, die in den meisten Regionen über den Kanton läuft.

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