Gesundheit

Verbrennung beim Grillieren? Sonnenbrand? – So schützen Sie sich

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Die Sonne brennt, der Grill auch, es fühlt sich an wie Ferien und könnte nicht perfekter sein. Wenn sich nicht bereits der nächste Sonnenbrand entwickelt, man sich aus Unachtsamkeit am Grill verbrennt und – angelockt vom feinen Essensgeruch – einem die Insekten stechen. Mit unseren Tipps schützen Sie sich oder verschaffen sich zumindest schnell Linderung. 

Viel trinken, mindestens 2 Liter pro Tag, bei Insekten nicht wild rumfuchteln und Verbrennungen sofort kühlen. Wir alle kennen diese Regeln. Nur halten wir uns nicht immer daran. Eine kleine Erinnerung kann deshalb nicht schaden. 

Verbrennungen und Insektenstiche

Unfälle mit schweren Verbrennungen passieren zum Glück selten. Die häufigste Ursache ist, wenn Brennflüssigkeit in offenes Feuer gegossen wird

Alfred Egg, AXA

Schutz vor Verbrennungen beim Grillieren


Egal ob Fleisch, Fisch oder Vegetarisches, je nach Grill wird es bis zu 800 Grad heiss, zum Beispiel beim Gasgrill. Da passieren Verbrennungen schnell und sind bei hoher Aussentemperatur noch schmerzhafter. Deshalb:

  • Grillhandschuhe tragen. Nicht so attraktiv, aber Ihre Finger werden es Ihnen danken.  
  • Kaltes Wasser bereitstellen. Neben den Grill gehört immer ein Eimer kaltes Wasser. Damit kühlen Sie im Notfall sofort die Verbrennung. 
  • Nur im Freien grillieren. Wer in geschlossenen Räumen grilliert, risikiert eine Kohlenmonoxid-Vergiftung. Der Grill muss zudem auf ebenem Boden stehen, mindestens einen Meter entfernt von entflammbaren Materialien.
  • Gasgrill immer kontrollieren. Sind die Leitungen und das Ventil dicht? Bei Gasgeruch sofort Gaszufuhr schliessen. Gasflasche nie unter dem Brenner platzieren und beim Anzünden nicht über den Grill beugen. Mindestens 30 cm Abstand halten.
  • Vorsicht mit Brandbeschleuniger/Anzündflüssigkeiten. Weder Brennsprit noch Benzin oder andere Brandbeschleuniger verwenden und auf keinen Fall Anzündflüssigkeiten nachgiessen. Das kann zu kleinen Explosionen führen oder es entstehen glühende Teilchen/Funken, die herumfliegen.
  • Nach dem Grillieren. Warme Kohle oder verlöschtes Feuer mit Wasser übergiessen. Rückstände mindestens 48 Stunden im Freien ausglühen lassen, am besten in einem feuerfesten Behälter. Nicht in der Bio-Abfalltonne entsorgen. 

Verbrennungen mit Hausmitteln behandeln

  • Kühlen, kühlen, kühlen! Lassen Sie sofort etwa 20 Minuten lang kaltes Wasser über die Verbrennung laufen. 
  • Wunde behandeln. Lösen Sie allfällige Kleidung vorsichtig von der betroffenen Körperstelle, nicht wegreissen. Verwenden Sie eine atmungsaktive Heilsalbe für Verbrennungen und decken Sie die Wunde mit einem sterilen Verband ab. 

Die Schweiz ist Nummer 1 bei Hautkrebserkrankungen in Europa! – Kein Sonnenbad zwischen 11 und 15 Uhr, nie ohne Sonnencreme, Hut und Sonnenbrille.

Dr. Beat Gründler, AXA

Schutz vor Sonnenbrand, Sonnenstich und Hautkrebs

Damit Sie die Sonne sorglos geniessen können und gleichzeitig Hautkrebs vorbeugen, achten Sie auf Folgendes:

  • Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Immer eine Sonnencreme mit dem Lichtschutzfaktor 50 verwenden. So wird die Haut vor den schädlichen UVA- und UVB-Strahlen geschützt. Übrigens: Haben Sie gewusst, dass die Sonnencreme das beste Anti-Aging-Mittel ist?  
  • Richtige Kleidung. Tragen Sie luftig-leichte Kleidung aus Leinen oder Baumwolle und einen Hut mit Stirnblende und Nackenschutz.
  • Viel trinken. Kühle Getränke, aber nicht eiskalt. Der Körper muss dann den hohen Temperaturunterschied regulieren und Sie schwitzen mehr. 
  • Regelmässig abkühlen. Lassen Sie von Zeit zu Zeit kaltes Wasser über die Handgelenke oder die Füsse laufen.
  • Im Schatten bleiben. Nicht nur an der Sonne brutzeln. Gönnen Sie sich vermehrt Pausen und bleiben Sie zwischen 11 und 15 Uhr ganz im Schatten.

Pro Jahr erkranken in der Schweiz rund 2'700 Menschen an Hautkrebs. Unter anderem auch infolge übermässiger Solariumbesuche. – Verzichten Sie darauf, Ihrer Haut zuliebe.

Sonnenbrand mit Hausmitteln behandeln

Kühlen, kühlen, kühlen! Am besten mit Aloe Vera. Dieses Wundermittel sorgt nicht nur für Kühlung, sondern spendet viel Feuchtigkeit und wirkt entzündungshemmend.

Viel trinken. Kühle Getränke, aber nicht eiskalt. Der Sonnenbrand verursacht noch mehr Hitze im Körper. Der versucht dies mit Schwitzen zu regulieren, was einen zusätzlichen Flüssigkeitsverlust zur Folge hat. 

Auf Sonnenbaden verzichten. Schützen Sie Ihre Haut vor weiterer Sonneneinstrahlung und bleiben Sie im Schatten.   

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    Dr. Beat Gründler

    Facharzt FMH für Innere Medizin, Master Versicherungsmedizin, Uni Basel, Medical Services Manager, AXA

Symptome Sonnenstich

Der Sonnenstich ist eine wirklich fiese Sache. Wir bemerken ihn meist erst, wenn es schon lange zu spät ist. Aber dann mit voller Wucht. Symptome sind:

  • Hochroter Kopf und Nackenschmerzen. Interessanterweise fühlt sich der Kopf sehr heiss und der restliche Körper normal bis kühl an.
  • Kopfschmerzen und Schwindel. Wenn es ganz schlimm kommt, begleitet von grosser Übelkeit und Erbrechen.

Sonnenstich mit Hausmitteln behandeln

  • Sofort abkühlen. Gehen Sie in einen kühlen Raum und legen Sie sich flach hin, mit einer nassen Kompresse auf dem Kopf. 
  • Viel trinken. Auch wenn Sie keinen Durst haben. Sie brauchen viel Flüssigkeit. Trinken Sie langsam und in kleinen Schlucken kühle, aber nicht eiskalte, Getränke, salziges Wasser oder kalte Bouillon. 

Sonnenstich oder Hitzschlag? Hohes Fieber? Bewusstlosigkeit? Das kann alle Organe akut gefährden. Sofort einen Arzt rufen.

Dr. Beat Gründler, AXA

Schutz vor Insektenstichen

Wir freuen uns zwar alle, wenn der Sommer richtig Einzug gehalten hat, doch auf lästige Insektenstiche können wir gut verzichten. Während Mückenstiche uns mit ihrem Juckreiz einfach nur wahnsinnig machen, schmerzen Bienen- oder Wespenstiche umso mehr. Darum:

  • Geschlossene Schuhe tragen. Nie barfuss oder mit offenen Schuhen über Wiesen gehen.
  • Drinnen essen. Der Geruch von Essen und Getränken lockt vor allem Wespen an. 
  • Helle Kleidung tragen. Insekten werden von dunkler Kleidung angezogen. 
  • Ruhig bleiben. Denn hektische Bewegungen reizen Insekten umso mehr. 
  • Mückenspray verwenden. Sprühen Sie sich morgens und abends mit Mückenspray ein.  
  • Mücken- bzw. Moskitonetz montieren. Installieren Sie bei den Fenstern oder über dem Bett ein Mückennetz.

Insektenstiche mit Hausmitteln behandeln

  • Stachel entfernen. Falls er noch steckt, vorsichtig entfernen, damit kein Gift mehr in den Körper gelangt.
  • Kühlen. Legen Sie kalte Umschläge oder Coolpacks auf die Stichstelle. 
  • Eincremen. Verwenden Sie ein kühlendes Gel oder eine Creme, die Kortison enthält. Das lindert besonders bei Mückenstichen auch den Juckreiz.
  • Antihistaminikum verwenden. Wenn Sie auf Bienen- oder Wespenstiche allergisch reagieren, halten Sie Ihre Medikamente immer griffbereit. 

Ganz generell: wann zum Arzt?

In den meisten Fällen heilt zum Glück alles folgenlos ab. Aber leider nicht immer. Gehen Sie in folgenden Fällen zum Arzt:

Es heilt nicht richtig bzw. wird schlimmer statt besser, Hausmittel helfen nicht mehr oder Sie fühlen sich schlecht. 

Was ist Unfall, was Krankheit?

Wenn Sie sich beim Grillieren verbrennen, ist das klar ein Unfall. Anders verhält es sich mit einem Sonnenbrand, Sonnenstich oder Hitzschlag. Dabei handelt es sich rechtlich gesehen um eine Krankheit. Ausser Sie sind beispielsweise Bauarbeiter/in oder Bademeister/in. Dann könnte ein Sonnenbrand eine Berufskrankheit sein und allfällige Kosten für Arzt und Medikamente, gegebenenfalls auch Taggeld bei Arbeitsunfähigkeit, werden von der Unfallversicherung übernommen. 

Ein Mückenstich gehört im Sommer zur Tagesordnung. Er ist harmlos, heilt rasch ab und wird klar als Krankheit definiert. Hingegen gilt zum Beispiel ein Bienen- oder Wespenstich als Unfall. Insbesondere dann, wenn der Stich zu einer Infektion oder Vergiftung führt oder gar eine allergische Raktion auslöst. 

 

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    Alfred Egg

    Chief Claims Officer AXA Schweiz, Präsident Ausschuss Schadenversicherungen SVV (Schweiz. Versicherungsverband)

Jährlich gelangen ca. 14'000 Tonnen Sonnencreme ins Meer! Und bestimmte Sonnenfilter sind mitverantwortlich für die Meeresverschmutzung und die Zerstörung der Korallenriffe. Achten Sie deshalb beim Kauf von Sonnencremes darauf, dass auf die Inhaltsstoffe Oxybenzon und Octinoxat verzichtet wurde.

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