Sicherheit und Recht

Mit Akkus ist nicht zu spassen

Bilder: Marco Vara
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Niemals hätte der Landwirt Hans-Heinrich Heusser gedacht, dass ihm das Laden eines kleinen Akkus zum Verhängnis wird. Doch im Juni des vergangenen Jahres passierte genau das: Seine Werkstatt stand in Flammen, die darüberliegende Wohnung seiner Tochter Fabienne wurde verrusst. Ein Ereignis, das die Familie noch näher zusammenbrachte.

 

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    Meine Firma

    Originaltext erschienen in «Meine Firma», dem KMU-Magazin der AXA Schweiz.

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«Hier war alles rabenschwarz», sagt Landwirt Hans-Heinrich Heusser und blickt in seine Werkstatt, in der er täglich viele Stunden verbringt. Auch am Dienstag, 8. Juni 2021, werkte er bis spätabends, denn er musste einen Wäschetrockner sanieren. «Parallel zur Mutterkuhhaltung bewirtschaften wir Liegenschaften, wodurch viele Unterhaltsarbeiten anfallen. Es gibt immer etwas zu tun», erklärt er. Wie immer lagen auf der Werkbank neben ihm einige Akkus von Maschinen und Geräten, die am Strom angeschlossen waren. Um 21 Uhr glaubte sich der fleissige Landwirt im Feierabend: Er löschte das Licht und ging hinüber ins Wohnhaus seiner Frau Myrtha und ihm, das nur einige Meter neben der Werkstatt liegt. Dass noch lange nicht Feierabend sein würde, stellte sich erst später heraus.

Wie ein Vulkan

Zwanzig Minuten später stürmte ein Enkel des Ehepaars ins Wohnzimmer herein und berichtete von einem Brand in der Werkstatt. Sofort lief Heiri Heusser – wie er genannt wird – hinaus. Die ganze Familie des Enkels sowie die Nachbarn waren bereits auf dem Hofplatz versammelt. Wie ein Vulkan spie es in einer Ecke der Werkstatt – das war durch das Fenster deutlich sichtbar. Zusammen schlugen sie das Fenster ein, gossen Wasser über das Feuer und alarmierten die Feuerwehr. «In einem solchen Moment spürt man noch keine Emotionen. Da funktioniert man einfach», erzählt Heiri Heusser. Als die Feuerwehr eintraf, ging er in den Stall, der direkt an die Werkstatt angebaut ist, und beruhigte seine rund 25 Kühe und 25 Jungtiere. Sie waren zwar aufgescheucht, blieben aber unversehrt. Im Stall sah man nichts vom Brand. Anders in der Wohnung, die direkt über der Werkstatt liegt und durch eine Tür mit der Werkstatt verbunden ist. Diese Tür stand während des Brandes offen.

Familienfotos verrusst

Die Wohnung gehört Fabienne Schälchli, einer Tochter von Myrtha und Heiri Heusser. Sie lebt dort mit ihrer sechsköpfigen Familie. Es ist die Familie, die schon auf dem Hofplatz gestanden hatte, als Heiri Heusser herauskam. Somit waren glücklicherweise alle Personen in Sicherheit, doch die gesamte Wohnung wurde von Rauch eingehüllt, alles wurde schwarz. Sämtliche Fotoalben schwarz. Alle persönlichen Gegenstände schwarz. «Das tut schon sehr weh», sagt die Familie. Aber die Heussers sind Stehaufmännchen. «Wir hatten Glück im Unglück. Es kam keine Person zu Schaden, das ist für uns alle das Wertvollste.» Positiv bleiben und nach vorne schauen, so das Motto. Eins war klar: So schnell konnte die Familie nicht zurück in die Wohnung. «In solchen Fällen bezahlt die AXA eine Ersatzunterkunft», sagt Thomas Signer, Schadeninspektor der AXA, der Heussers während der gesamten Schadenbehebung zur Seite stand. Mit dem Geld hätte die Familie in einem Hotel oder einer Ferienwohnung wohnen können. Doch bescheiden, wie sie ist, quartierte sie sich im Haus von Heiri und Myrtha Heusser ein. «Da mussten wir halt etwas zusammenrücken», schildert Heiri Heusser und fügt mit einem Augenzwinkern an: «Sogar das eigene Bett musste ich hergeben! Aber wenn es nur das ist, kann man zufrieden sein.» Man merkt: Die Familie versteht sich gut, der Zusammenhalt ist gross und wurde durch das Ereignis vielleicht sogar noch grösser.

AXA Schadeninspektor Thomas Signer, Landwirt Heiri Heusser und Sanierungsexperte Marc Geissmann von der Polygon Schweiz AG.

Akku als Ursache

Schnell war neben der Feuerwehr auch die Polizei vor Ort. Sie analysierte die Brandursache und fand heraus, dass ein am Strom angeschlossener Akku einer Stablampe zu brennen begonnen hatte und die danebenliegenden Akkus entzündete. Temperaturen von 1000 °C wurden erreicht. «Niemals hätte ich gedacht, dass es eine Gefahr ist, wenn ich einen Akku unbeaufsichtigt aufladen lasse. Es war ja ein kleiner Akku», so Heusser. Experte Thomas Signer bestätigt: «Die Gefahr von Akkus wird unterschätzt.» Er rät, beim Aufladen – und zwar bei jeder Art von Akku, also beispielsweise auch von Handys oder Velos – die Gebrauchsanweisungen des Herstellers zu beachten und die Akkus von brennbarem Material fernzuhalten. Zudem sei es wichtig, das Original-Ladekabel zu verwenden. «Sinnvoll ist auch, die Anzahl Akkus zu minimieren», hält Signer fest. Darauf achtet der Landwirt Heusser nun besonders. Wenn möglich verwendet er überall die gleichen Akkus, so braucht er nur wenige. In der Werkstatt steckt er zudem keinen Akku mehr in der Nacht ein.

Schnell und effizient

Über die Hilfe der AXA zeigt sich Heusser erfreut: «Thomas Signer war sofort vor Ort und hat zusammen mit der Gebäudeversicherung und dem Sanierungsexperten Marc Geissmann von der Polygon Schweiz AG alles geregelt. Das lief Hand in Hand und sehr unkompliziert.» Dank der guten Zusammenarbeit konnte die Familie wenige Wochen nach dem Ereignis zurück in ihre Wohnung ziehen, und auch die Werkstatt war wieder einsatzbereit. «Wir haben bei jedem Gegenstand beurteilt, ob er ersetzt oder saniert wird, und alle Räume gereinigt», sagt Marc Geissmann. Beschädigte persönliche Gegenstände sind leider oftmals nicht ersetzbar. Doch immerhin finanziell sind die Familien Heusser und Schälchli dank ihrer Sach- und Hausratversicherung abgesichert. Die AXA kam für die Schäden in Wohnung und Werkstatt von insgesamt 120’000 Franken auf.

Heute ist die Werkstatt wieder Heiri Heussers Reich. «Hier kann ich werken, hier habe ich meine Ruhe, hier fühle ich mich wohl», sagt der bodenständige und zufriedene Landwirt. Doch für heute ist Schluss: Er läuft zur Tür, blickt zur Steckerleiste und schliesst ab. Akkus sind keine eingesteckt.

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