Management und Finanzen

So planen Sie Schritt für Schritt Ihre Unternehmensnachfolge

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Jede Nachfolgeregelung beginnt mit der wichtigsten Frage überhaupt: Ist es Ihnen wichtig, was aus Ihrem Unternehmen wird, und fühlen Sie sich für Ihre Mitarbeitenden verantwortlich? Lernen Sie in vier Schritten, Ihr Lebenswerk richtig abzugeben.

Der Prozess der Nachfolgeregelung lässt sich in vier Schritte gliedern, die von der Bedarfsanalyse und Lösungsfindung in den Bereichen Versicherung und Vorsorge begleitet werden.

Schritt 1: Der Entschluss

Da Ihre persönlichen Ziele von Anfang an im Vordergrund stehen, können folgende Fragen helfen, Ihren Entschluss für oder gegen eine Nachfolgeregelung zu fällen:

  • Soll das Unternehmen fortbestehen?
  • Wenn ja: Ist das Unternehmen fit für die Unternehmensnachfolge und sind Sie bereit, die Verantwortung einer neuen Generation zu übertragen?
  • In welchem zeitlichen Rahmen soll die Übergabe erfolgen und wie soll diese vollzogen werden – mit einem klaren Schnitt oder gleitend?
  • Sollen Arbeitsplätze Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten und gesichert werden?
  • Wie kann der Erfolg des Unternehmens langfristig erhalten werden?
  • Ist es wünschenswert, dass die Ideen und Produkte weitergeführt werden und als Basis künftiger Entwicklungen dienen?
  • Haben Ihre Kunden- und Lieferantenbeziehungen auch in Zukunft Bestand?
  • Wie hoch wird der Wert des Unternehmens gehandelt? Gibt es potenzielle Nachfolge-Kandidaten/-Kandidatinnen (familienintern oder extern)?
  • Wie sollte sich das Unternehmen nach Ihrem Ausscheiden im Idealfall weiterentwickeln?
  • Ist Ihnen bewusst, dass sich Ihre Mitarbeitenden sowie Ihre engsten Führungskräfte hinsichtlich Ihrer Nachfolgeregelung Gedanken machen?

Schritt 2: Standortbestimmung und Bewertung

Nach dem Entschluss und der Festlegung Ihrer wichtigsten Ziele können die weiteren Schritte geplant und eingeleitet werden – dazu gehört die strategische Standortbestimmung und die fundierte Bewertung Ihres Unternehmens nach folgenden Parametern:

  • Ressourcen
  • Geschäft und Produktepalette
  • Werteflüsse
  • Kundenstamm
  • Organisation
  • Immobilienwerte
  • Überprüfung der Vorsorgesituation und ganzheitliche Pensionierungsplanung für alle beteiligten Personen: Oftmals steckt die Altersvorsorge als Finanzkapital im Unternehmen. Deshalb ist eine kombinierte Sichtweise sinnvoll, die insbesondere alle steuertechnischen Aspekte mitberücksichtigt.

Wichtig für die Ermittlung des Unternehmenswertes ist die Höhe des Zinssatzniveaus, da dieses eine zweifache Wirkung hat: Je höher der Zinssatz, desto tiefer der Unternehmenswert und desto teurer die Fremdfinanzierung für den Käufer. Liegt zum Beispiel der zukünftig erzielbare Reingewinn bei CHF 500'000 und der Risikosatz bei 10%, ist das Unternehmen heute rechnerisch CHF 5 Millionen wert, da im Moment die Rendite der 10-jährigen Bundesobligation bei null liegt. Steigt die Rendite auf zwei Prozent, fällt der Unternehmenswert auf rund CHF 4.2 Millionen. Zudem wird das Geld für die Fremdfinanzierung teurer. Die Nachfolgeplanung muss dementsprechend unbedingt im Zusammenhang mit der Entwicklung des Zinsniveaus betrachtet werden, da sie von diesem abhängig ist: Sowohl bei der Bewertung, als auch bei der Finanzierung.

Schritt 3: Nachfolgerwahl

Das Festhalten von Kriterien für potenzielle Nachfolger führt während der Evaluation zielgerichtet zum Erfolg. In dieser Phase kommt Ihnen das Netzwerk Ihrer Nachfolgeregelungspartner ganz entscheidend zugute. Mögliche Kriterien sind:

  • Vision für das Unternehmen
  • Unternehmerisches Potenzial
  • Erfahrung
  • Führungseigenschaften
  • Sozialkompetenz
  • Branchenkenntnis
  • Netzwerk
  • Verbundenheit mit dem Umfeld des Unternehmens

Schritt 4: Unternehmensübergabe

Während der Übergabe ist ein zielgerichtetes Vorgehen essenziell. Nur so kann ein neuer Inhaber oder eine neue Inhaberin die Führungsfunktion von Beginn an wahrnehmen. Dies bedingt eine sorgfältige Planung aller Änderungsinhalte:

  • Festlegung von Vorgehensweise und zeitlicher Abfolge
  • Rollenregelung und Aufgabenverteilung
  • Vertragsgestaltung
  • Planung der Kommunikation

Das Timing spielt bei der Nachfolgeplanung eine wichtige Rolle. Aktuell ist das Tiefzinsfenster mit einem Zinssatz von -0.2% für 10-jährige Bundesobligationen weit offen. Aber wie lange noch? Für Unternehmer ist momentan unbestritten ein guter Zeitpunkt, um mit der Planung der Nachfolge zu beginnen.

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