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AXA Future Risk Report 2020: Corona-Krise überschattet den Klimawandel

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Bereits zum siebten Mal veröffentlichte die AXA heute ihre jährliche Rangliste der zehn wichtigsten, neu auftretenden Risiken. Der Future Risk Report 2020 wird auf globaler Ebene von der Gesundheitskrise dominiert, in Europa bleibt der Klimawandel aber Risiko Nr. 1. Die Schweiz bewegt sich entgegen ihrer zentralen Lage auf dem Kontinent nicht immer in der europäischen Mitte.

«Risiken zu verstehen und zu antizipieren bildet das Herzstück des Versicherungsgeschäfts. Der AXA Future Risk Report dient als wesentliches Instrument, um uns über die wichtigsten Risikotrends, welche die Gesellschaft beeinflussen, zu informieren und uns auf diese vorzubereiten», erklärte der CEO der AXA Gruppe, Thomas Buberl, heute anlässlich der Veröffentlichung des AXA Future Risk Reports 2020 in Paris.

Nicht weiter überraschend wird der diesjährige Future Risk Report der AXA von der weltweiten Covid-19-Krise geprägt: So sind bisher unterschätzte Risiken im Zusammenhang mit Pandemien und Infektionskrankheiten in der Rangliste gegenüber dem Vorjahr vom achten auf den ersten Platz aufgestiegen. An zweiter Stelle folgt der Klimawandel, der das Ranking in den letzten Jahren stets angeführt hatte.

Die Klimakrise bleibt zwar das grösste Risiko in Europa, fällt in Asien und Amerika aber auf den dritten Platz zurück. Besonders ausgeprägt zeigt sich der Rückgang in Nordamerika. Dort fällt der Anteil der Experten und Expertinnen, welche den Klimawandel als grosse Bedrohung ansehen, von noch 71% im Vorjahr auf nur 46% zurück. «Diese siebte Ausgabe des Berichts ist natürlich vom Kontext der Corona-Pandemie gezeichnet. Sie hebt die Gesundheit als ein wichtiges Thema hervor, was wir als positiv erachten, da dieses Risiko jahrelang unterschätzt wurde. Dies darf aber nicht den Kampf gegen den Klimawandel beeinflussen, der nach wie vor die bedeutendste und dringlichste Herausforderung unserer Zeit darstellt», betonte der AXA CEO.

Die Schattenseiten der Digitalisierung

Risiken im Bereich Cybersicherheit, welche an dritter Stelle folgen, nehmen hingegen bei den Befragten an Bedeutung zu. Gründe dafür finden sich unter anderem im zunehmenden und immer weiter verbreiteten Einsatz neuer Technologien sowie dem brisanten Anstieg von Cyberangriffen während der Corona-Krise. Sorgen bereitet den Befragten insbesondere das steigende Risiko von Cyber-Kriegsführung: 47% der Expertinnen und Experten erachten dies als grösste Bedrohung, verglichen mit 37% im Jahr 2019.

Ebenfalls im Zusammenhang mit der Bedrohung einer digitalen Kriegsführung wurden geopolitische Risiken auf den vierten Platz gewählt, an fünfter Stelle folgt das Risiko sozialer Unruhen, welches durch die Weltwirtschaftskrise an Bedeutung gewonnen hat.

«Wie schon im letzten Jahr, akzentuiert auch die diesjährige Ausgabe die zunehmende Verflechtung der verschiedenen Risiken. Dieser Umstand verlangt nach kollektiven und konzentrierten Lösungen, um die Widerstandsfähigkeit unserer Volkswirtschaften und Gesellschaften zu stärken», so Buberl.

Schweizerinnen und Schweizer risikofreudiger

Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Ländern, erachten die Teilnehmenden aus der Schweiz den Klimawandel als ein grösseres künftiges Risiko als das von Pandemien und Infektionskrankheiten. Über die nächsten fünf bis zehn Jahre werden ihrer Ansicht nach die Klimakrise, gefolgt von Gesundheitskrisen und Cybersicherheit, die grössten Herausforderungen an unsere Gesellschaft darstellen. Weiter erachten 40% der Schweizer Expertinnen und Experten die Risiken in Bezug auf natürliche Ressourcen und Biodiversität als gross, gegenüber nur 22% im globalen Durchschnitt.

Doch auch in so manch persönlichen Belangen weichen die Befragten aus der Schweiz von der Mitte ab. Die Teilnehmenden sind weniger risikoscheu und fühlen sich weniger anfällig für aufkommende Risiken als die vieler anderer Länder. 61% der Befragten gehen in der Regel Risiken ein, so viele wie in keinem anderen europäischen Land. Auch fühlen sich im Alltag nur 20% oft verletzlich, verglichen mit 44% weltweit. Zudem schätzen sie den Einfluss der Risiken auf ihre physische und psychische Gesundheit sowie auf das Wohlergehen ihrer Kinder im weltweiten Vergleich als merklich weniger problematisch ein.

Auch in Bezug auf die Corona-Krise geben sich die Schweizerinnen und Schweizer gelassener als die restliche Weltgemeinschaft. Auf die Frage nach persönlichen Konsequenzen, die man aus der erlebten Gesundheitskrise zieht, antworten 71% der Befragten, künftig besser auf ihre psychische Gesundheit zu achten. Das sind 12% weniger als der Durchschnitt. Auch zusätzliche, finanzielle Polster wollen nur 43% anlegen, gegenüber zwei Dritteln der Teilnehmenden weltweit.

 

Podiumsdiskussion

Das Live-Webinar zum Future Risk Report 2020 zum Nachschauen:

 

Weitere Informationen

Der AXA Future Risk Report wurde 2020 bereits zum siebten Mal veröffentlicht. Die globale Studie misst die Veränderungen in der Wahrnehmung neu auftretender Risiken und ordnet diese ein. In Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut IPSOS und der Beratungsfirma für politische Risiken Eurasia, wurden weltweit über 20’000 Teilnehmende, bestehend aus Risikomanagement-Experten und Personen aus der Öffentlichkeit, befragt. 

 

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