Mobilität

Sichere Mobilität im urbanen Raum

Bild: Shutterstock
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Seit 50 Jahren setzt sich die Stiftung für Prävention der AXA dafür ein, dass die heterogene, multimodale Mobilität im urbanen Raum für alle sicherer wird. Michael Pfäffli, Präsident der Stiftung, spricht über die grössten Gefahren für Kinder im Strassenverkehr, eine Lern-App und ein neues Gesetz, dass die Verkehrssicherheit erhöhen soll.

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    Michael Pfäffli

    Michael Pfäffli ist Präventionsforscher bei der AXA und Stiftungsratspräsident der Stiftung für Prävention der AXA. Er ist mit viel Herz und Elan dabei, die Strassen in Zukunft für alle Verkehrsteilnehmenden sicherer zu machen.

Michael Pfäffli, wie sensibilisiert man Kinder am besten für die Gefahren im Strassenverkehr?

Das Wichtigste ist: Gehen Sie mit Ihrem Kind raus, zeigen Sie ihm konkret alle Situationen. Weisen Sie es an, wie es sich richtig verhält und lassen Sie es üben! Besonders bevor Kinder einen Weg allein zurücklegen – beispielsweise, wenn sie neu in den Kindergarten oder in die Schule kommen – sollten sie diesen mehrmals gemeinsam mit den Eltern geübt haben und wissen, wo die Gefahren lauern.

Daneben gibt es auch spielerische Möglichkeiten, das korrekte Verhalten im Strassenverkehr zu üben. So zeigt das Maskottchen «Max der Dachs» der Stiftung für Prävention der AXA Kindern auf eine sympathische und zielgruppengerechte Art und Weise, wie sie sich im Strassenverkehr verhalten sollen. Max der Dachs bietet Ideen und Unterrichtsmaterial für Lehrpersonen an, welche auf der Website der Stiftung heruntergeladen werden können. Auch für Eltern gibt es ein Paket mit Tipps, wie sie ihre Kinder am besten begleiten und unterstützen. Und Max ist natürlich auch digital unterwegs: Mit Hilfe einer App (für iOS und Android) können Kinder auf einem virtuellen Schulweg das richtige Verhalten in potenziell gefährlichen Situationen lernen. Denn allein 40 Prozent aller Unfälle mit Kindern passieren auf dem Schulweg.

Welches sind die grössten Gefahren für Kinder im Strassenverkehr?

Kinder haben ein anderes Mobilitätsverhalten als Erwachsene. Sie sind häufiger zu Fuss, mit dem Fahrrad oder dem Trottinett unterwegs. Deswegen sind sie auch von anderen Verkehrsrisiken betroffen als Erwachsene. Darüber hinaus sind die kognitiven Fähigkeiten von Kindern noch nicht so ausgeprägt wie bei Erwachsenen. Eine geringere Aufmerksamkeit und eine falsche Situationseinschätzung im Strassenverkehr ist die Konsequenz. Beispielsweise können Kinder nicht abschätzen, wie schnell ein Auto unterwegs ist oder ob es noch rechtzeitig bremsen kann. Aus diesem Grund werden die meisten Unfällen mit Velos von Kindern selbst verursacht. Umso wichtiger ist es, den Kindern den richtigen Umgang im Strassenverkehr aufzuzeigen. Genau dort setzen wir unseren Präventionsbemühungen an.

Was unternimmt die Stiftung konkret für mehr Sicherheit auf den Strassen?

Ein wichtiger Fokus liegt auf der Sozialisierung der Kinder im Strassenverkehr. Speziell der Schulweg ist wichtig, da dort sehr viele Unfälle mit Kindern geschehen. Kinder sollen das richtige Verhalten in verschiedenen Situationen spielerisch lernen und trainieren. Mit Max der Dachs haben wir eine Figur ins Leben gerufen, die Kindern das richtige Verhalten im Strassenverkehr auf eine sympathische Weise zeigt. Zudem fördern wir diverse Forschungsprojekte, die mit neuen Ansätzen die Verkehrssicherheit erhöhen wollen. Dabei ist es uns wichtig, dass diese Projekte konkret und umsetzungsorientiert sind, um in absehbarer Zeit einen Beitrag für mehr Sicherheit auf den Strassen zu leisten.

Kinder bis 12 Jahre dürfen seit dem Jahr 2021 auf dem Trottoir velofahren. Was sind die Vorteile des neuen Gesetzes?

Die Strassen sind über die letzten Jahre für alle Verkehrsteilnehmenden sicherer geworden. Besonders bei Unfällen, bei denen Kinder involviert sind, gibt es einen deutlichen Rückgang: Verzeichnete man 1980 noch 1700 schwer verunfallte Kinder, sind es heute nur noch 10 Prozent davon. Dennoch gehören Kinder nach wie vor zu den gefährdetsten Verkehrsteilnehmenden. Der Gesetzesentscheid des Bundesrats geht in eine gute Richtung. So haben Kinder mit dem Trottoir einen neuen Platz zur Verfügung, auf dem sie sich sicherer fühlen als auf der Strasse. Noch unklar ist aber, ob das neue Gesetz die Verkehrssicherheit tatsächlich erhöht.

Aus welchen Gründen?

Man muss bedenken, dass rund 10 Prozent der schweren Velounfälle bei Kollisionen mit Fussgängern passieren. Diese Zahl könnte sich natürlich erhöhen, wenn mehr Kinder auf dem Trottoir unterwegs sind. Klar ist: Ein Gesetz allein wird Kinder nicht vor Unfällen bewahren. Es bleibt zentral, die Kinder für die Gefahren im Strassenverkehr zu sensibilisieren und ihnen das richtige Verhalten von Klein auf beizubringen

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