Eine Frau und ein Mann laufen lächelnd durch die Stadt und haben sich untergehakt.
Vorsorge

Budgetplanung für die Pensionierung: Frühe Planung zahlt sich aus

Wie viel Geld brauche ich im Alter? Wer sich diese Frage früh genug stellt, profitiert als Pensionärin oder Pensionär – nicht nur finanziell. 

Das Einkommen aus dem Job ist weg. Dafür aber auch alle Pflichten, die das Arbeitsleben mit sich bringt. Wer auch – oder ganz besonders! – als Rentnerin oder Rentner unbeschwert leben und sich langgehegte Träume erfüllen möchte, sollte frühzeitig mit der Budgetplanung für die Pensionierung beginnen.

Auch wenn die Pension mit 50 oder 55 noch weit weg scheint: Die Jahre bis dahin sind gut investiert, wenn Sie nicht nur vom Rentnerleben träumen – sondern auch die Weichen stellen, um Träume zu verwirklichen.

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Wie verwirklichen Sie Ihre Träume nach der Pension?

Geld ist nicht alles, auch im Alter nicht. Worauf freuen Sie sich besonders, wenn Sie pensioniert werden? Zeit mit Freundinnen und Freunden, Kindern oder den Enkelkindern zu verbringen? Auf Reisen, vielleicht sogar einen Umzug ins Ausland? Motorrad oder Ski zu fahren, neue Hobbys auszuprobieren? Oder Ihr Leben einfach in Ruhe zu geniessen?

Wie auch immer Ihre Träume aussehen, sie lassen sich einfacher verwirklichen, wenn Sie Ihre Pension zumindest finanziell gut vorbereitet haben. Und gut heisst in diesem Falle: frühzeitig und umfassend. Ein zentraler Punkt der Pensionierungsplanung ist neben der Übersicht und Optimierung der Vorsorge auch die Budgetplanung.

Wo können die Kosten im Alter steigen?

Auch wenn nach der Pensionierung viele Ausgaben wegfallen, werden einige Posten mit den Jahren spürbar grösser. Vor allem in diesen drei Bereichen sollten Sie mit höheren Kosten rechnen:

  • Gesundheitskosten: Sie verdoppeln sich im Schnitt gegenüber dem Erwerbsleben. Dazu zählen mehr Arztbesuche, Medikamente und Hilfsmittel wie Brille oder Hörgerät, ebenso Krankenkassenprämien, Franchise, Selbstbehalt und allfällige Zusatzversicherungen.
  • Pflegekosten: Wird Unterstützung durch die Spitex oder ein Heimaufenthalt nötig, kann es teuer werden. Ein Platz im Alters- oder Pflegeheim kostet oft mehr als 10'000 Franken pro Monat, wovon ein erheblicher Teil selbst zu tragen ist.
  • Freizeit und Reisen: Gerade in den ersten Jahren nach der Pensionierung möchten viele Menschen mehr reisen und neue Hobbys ausüben. Dafür sollten Sie ausreichend Budget einplanen.

In welchen Bereichen sinken die Kosten eher?

Gleichzeitig verschwinden mit der Pensionierung einige Ausgaben ganz oder werden kleiner. Entlastung bringen vor allem diese Bereiche:

  • Berufsauslagen: Kosten für den Arbeitsweg oder die Arbeitskleidung entfallen, ebenso das auswärtige Mittagessen und das ÖV-Abo.
  • Sparbeiträge: Die monatlichen Beiträge an die Pensionskasse und die Einzahlungen in die Säule 3a fallen weg, sobald Sie nicht mehr erwerbstätig sind.
  • Wohnen und Familie: Häufig wird das Wohnen günstiger, etwa weil die Kinder ausgezogen sind oder weil die Hypothek bis zur Pensionierung so weit amortisiert ist, dass die finanzielle Belastung tragbar bleibt.

Steuern: Sie sinken meist wegen des tieferen Renteneinkommens, allerdings weniger stark als erwartet, weil zugleich Abzüge wie jene für die Säule 3a oder die Berufsauslagen wegfallen.

Wie planen Sie Ihr Budget für die Pensionierung Schritt für Schritt?

Eine Budgetplanung für die Pensionierung ist keine Hexerei, braucht aber doch etwas Zeit, Wissen – und Ehrlichkeit. Schliesslich bringt das beste Budget nichts, wenn man die eigenen Einnahmen und Ausgaben nicht genau kennt oder sie bewusst beschönigt. «Wird schon irgendwie gehen» ist in diesem Fall kein gutes Motto. Am greifbarsten wird das Ganze, wenn Sie Ihr Budget für die Pensionierung einmal an einem konkreten Beispiel durchrechnen: einmal alle Einnahmen, einmal alle Ausgaben.

Schritt 1: Einnahmen auflisten

Bei der Kalkulation ihrer Einnahmen kommen für Angestellte einige Einnahmequellen zusammen: die 1. Säule (AHV), die 2. Säule (Pensionskasse), entweder als Rente oder als Kapital bezogen, die 3. Säule, bestehend aus der gebundenen Vorsorge (Säule 3a) und der freien Vorsorge (Säule 3b) mit Wertschriften, Wohneigentum oder Erspartem, sofern vorhanden.

All diese Einkommensquellen zusammen müssen für Ihr Leben nach der Pensionierung reichen. Die Zahlungen aus der 1. Säule und der 2. Säule machen in der Regel rund 60 Prozent Ihres letzten Einkommens aus, alle anderen Bedürfnisse müssen Sie mit Ihrer 3. Säule, der privaten Vorsorge, abdecken. Die guten Neuigkeiten: In der Regel reichen 80 Prozent des letzten Einkommens für die Zeit nach der Pensionierung. Um sich eigenständig einen Überblick über Ihre Vorsorge zu verschaffen, lohnt sich ein Blick in unser Vorsorgeportal oder auf Ihren Pensionskassenausweis. 

Schritt 2: Ausgaben aufführen

Hier kommt die Ehrlichkeit ins Spiel. Denn wer die eigenen Zahlen beschönigt, merkt schnell, wenn künftig am Ende des Geldes noch viel Monat übrigbleibt. Führen Sie alle – ja, alle! – Kosten auf, die jeden Monat, jedes Jahr oder auch nur alle paar Jahre anfallen.

Lebensmittel, Versicherungsprämien, Miete oder Hypothekarzinsen, Benzin oder ÖV – daran denkt man, aber was ist mit der Franchise der Krankenkasse? Wie steht es um das Ferienbudget, besonders, wenn Sie im Alter mehr reisen möchten? Geschenke für Kinder und Enkelkinder? Das neue E-Bike oder Rückstellungen für den Rasenmäher, die Waschmaschine oder die Möbel, die bald mal ersetzt werden müssen? Die Amortisation Ihrer Hypothek – insbesondere um die Tragbarkeit im Alter zu gewährleisten? Auch dafür sollten Sie nach der Pensionierung Budget einplanen.

Haben Sie die Aufstellung über Einkommen und Ausgaben im Alter einmal erstellt, befinden Sie sich bereits auf der Zielgeraden. Alle Ausgaben werden nun gegen die Einnahmen aufgerechnet und Sie sehen sofort, ob Sie sich im Alter zurücklehnen und Ihren Ruhestand geniessen können.

Worauf Sie bei der Aufstellung der Kosten achten müssen, erklären wir Ihnen im Artikel «Vermögen im Alter: So viel Geld brauchen Sie». Woran Sie bei der Planung Ihrer Pensionierung sonst noch denken sollten, haben wir in der Checkliste Pensionierung planen für Sie zusammengefasst. 

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    Neben dem Einkauf in die Pensionskasse sind Geldanlagen ebenfalls eine sinnvolle Möglichkeit, für die Zukunft vorzusorgen. Die AXA hilft Ihnen, die passenden Anlagen zu finden.

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Möchten Sie Ihr Budget für den Ruhestand gezielt verbessern?

Keine Angst – wenn Sie sich rechtzeitig mit Ihrer Budgetplanung für die Pensionierung beschäftigen, bleibt genug Zeit, um das Budget für den Ruhestand zu optimieren. Auch dafür gibt es verschiedene Optionen: 

  • Vorsorgelücken schliessen: Hier hilft Ihnen Ihre Vorsorgeberaterin oder Ihr Vorsorgeberater. Gemeinsam erkennen Sie Vorsorgelücken und finden eine Lösung, wie Sie diese schliessen können. Etwa mit dem Einkauf in die Pensionskasse oder Einzahlungen in die Säule 3a. 
  • Einkommen erhöhen: Sie arbeiten Teilzeit, verfügen aber nicht um genug Vermögen, um künftig Ihren Lebensunterhalt mit den Auszahlungen aus der Vorsorge bestreiten zu können? Dann kann es sich lohnen, das Arbeitspensum aufzustocken, gegebenenfalls bei unterschiedlichen Arbeitgebenden. Davon profitiert nicht nur Ihr Erspartes, sondern auch Ihre 1. und 2. Säule. 
  • Pensionierung aufschieben: Sie fühlen sich weder finanziell noch mental bereit für die Pensionierung? Dann können Sie in der Schweiz bis zu fünf Jahre über das ordentliche Pensionsalter hinaus arbeitstätig bleiben und mehr Budget erarbeiten – natürlich in Absprache mit Ihrer Arbeitgeberin oder Ihrem Arbeitgeber.
  • Ein Mann und eine Frau sitzen lachend auf einem Sofa, während die Frau einen Laptop auf dem Schoss hat.
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    Wer sein Geld anlegt, macht mehr daraus. Doch wie funktioniert das eigentlich und worauf müssen Sie achten? Erfahren Sie alles Wissenswerte in unserem Leitfaden.

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Warum sollten Sie Ihre Pensionierung frühzeitig planen?

Sie sollten Ihre Pensionierung frühzeitig planen, weil Sie Ihre Zukunft so noch aktiv mitgestalten können – insbesondere, wenn bis zur Pensionierung nur noch 10 oder 15 Jahre bleiben. An morgen zu denken, ist in Sachen Vorsorge immer ein guter Rat. Auch wenn das Zusammensuchen von Belegen und das Ausfüllen von Excel-Tabellen mühsam sind und etwas Disziplin erfordern, lohnt sich der Aufwand: Mit einer frühzeitigen Pensionierungsplanung stellen Sie schon heute die Weichen, um Ihren Ruhestand später geniessen zu können.