Unterwegs

5 wichtige Regeln für Ihre Camper Ferien

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Endlich kann es losgehen ins Camper Ferienabenteuer! Sie haben sich den Traum vom eigenen Wohnmobil erfüllt oder mieten eines? Dann nichts wie weg – die Schweizer Berge oder auch Bella Italia, Frankreich und Österreich warten nur darauf, entdeckt zu werden. 

Für ein ungetrübtes Reiseerlebnis in Ihrem Camper gibt es aber einiges zu beachten. Machen Sie sich vor dem Campieren mit diesen 5 Regeln vertraut. So bringen Sie Ihren Campingbus sicher ans Ziel. 

Sicherheit ist das A und O der Camper Ferien

Die Schweizer Natur und das umliegende Ausland in einem rollenden Haus zu erkunden, verspricht ein unvergessliches Erlebnis zu werden. Egal, ob Sie viele neue Orte entdecken oder einfach ein paar schöne Tage auf Ihrem Lieblingscampingplatz verbringen möchten. Besonders bei Ihrer ersten Reise im Wohnmobil sollten Sie die Vorschriften und Gesetze für Camper Ferien kennen. Zu Ihrem eigenen Schutz und für die Verkehrssicherheit auf Ihrer Entdeckungstour finden Sie hier fünf wichtige Regeln. 

1. Camper nicht überladen

Die Reise steht bereits vor der Tür? Dann kann das Abenteuer mit dem Beladen des Wohnmobils  beginnen. Die Velos und das Kajak sollen auch mit? Bei vier Personen sind 3,5 Tonnen schnell erreicht. Das ist der erlaubte Grenzwert für das Gesamtgewicht des Fahrzeugs inkl. Anhänger, bis zu dem mit dem Führerausweis Kat. B gefahren werden darf. Das maximal zulässige Gewicht Ihres Wohnmobils oder Wohnwagens steht im Fahrzeugausweis unter Ziff. 33. Zieht man davon das Leergewicht ab (Fahrzeugausweis Ziff. 32, schliesst Fahrerin oder Fahrer und Treibstoff ein), ergibt sich die maximale Zuladung. Diese darf nicht überschritten werden, sonst riskiert man eine Busse von bis zu 250 Franken.  Deshalb empfiehlt es sich, das Gewicht der Zuladung mit Hilfe einer Waage zusammenzuzählen. Um das Gesamtgewicht zu prüfen, gibt es meist bei Entsorgungs- und Recyclingstellen grosse Fahrzeugwaagen. 

Besondere Regeln bei Wohnwagen und Anhängern

Beim Wohnwagen ist das Gesamtgewicht der Kombination etwas weniger problematisch, da noch die Nutzlast des Zugfahrzeugs hinzukommt. Damit der Wohnwagen während der Fahrt stabil bleibt und nicht aufschaukelt, ist es dafür umso wichtiger, die Ladung richtig zu verteilen. Bei Anhängern ist zusätzlich die maximale Stützlast einzuhalten – egal ob es sich um einen Wohnwagen oder einen Motorradanhänger handelt. Diese wirkt von der Anhängerdeichsel auf die Kupplung am Zugfahrzeug und beträgt meist zwischen 50 und 70 kg – siehe Angaben des Herstellers. 

2. Verkehrssicherheit: Rückspiegel am Fahrzeug

Für eine sichere Fahrt sind Rückspiegel obligatorisch und müssen am Wohnmobil bzw. Zugfahrzeug des Wohnwagens links wie auch rechts angebracht sein. Eine seitliche und eine mindestens 100 Meter weite Sicht nach hinten müssen ebenfalls gewährleistet sein. Dazu eignen sich spezielle Zusatzspiegel zur fixen Montage oder zum Aufstecken. Für besonders breite Wohnwagen und Trailer gibt es verlängerte Spiegelarme, die auch mit Konvexglas erhältlich sind und den Blickwinkel vergrössern (Weitwinkeleffekt).

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    Tipp: Sicher unterwegs mit einem Anhänger

    Wenn Sie zusätzlich zu Ihrem Wohnmobil einen Anhänger mitführen, braucht es ein sogenanntes Abrissseil. Dies muss an einer Öse oder Lasche richtig befestigt werden. In der Regel ist diese am Fahrzeug selbst oder an der Anhängerkupplung angebracht. Sollte die Öse fehlen, muss sie nachgerüstet werden. Die detaillierte Vorschrift und die Kontrolle obliegen dem jeweiligen Kanton. Im schlimmsten Fall kann eine Nicht- oder eine Falschanbringung gebüsst werden.

3.  Verkehrssicherheit: Rückwärtsfahren

Wussten Sie, dass seit dem 1. Januar 2016 das Rückwärtsfahren über längere Strecken in der Schweiz verboten ist? Ausnahmen: wenn das Wenden oder Weiterfahren unmöglich ist oder für eine kurze Fahrstrecke wie z. B. beim Parkieren. Das gilt übrigens auch für Autos, und nicht ohne Grund: Von 2011 bis 2014 gab es jährlich über 3000 Unfälle wegen unvorsichtigen Rückwärtsfahrens. Bei Fahrzeugen mit beschränkter Sicht nach hinten – etwa einem Camper oder Wohnwagengespann – sollten Sie zum Rückwärtsfahren eine Hilfsperson beiziehen.

4. Beim Wildcampen ist Vorsicht geboten

Hoch über den Wäldern auf einer einsamen Wiese lodert ein kleines Lagerfeuer. Sie und Ihre Liebsten sitzen rundherum und erzählen sich vielleicht Geschichten aus vergangenen Tagen und von der Anfahrt mit Ihrem Wohnmobil. Oder Sie beobachten nur still den Sternenhimmel. Übernachten inmitten der Natur – das ist Wildcampen und in der Schweiz nicht generell verboten. Es gibt allerdings auch keine einheitliche Regelung. Daher prüfen Sie unbedingt vor der Reise beim entsprechenden Kanton, was erlaubt ist und was nicht. Im Kanton Zürich etwa dürfen Sie nur mit Einwilligung der Grundstückseigentümer wild campen. In der ganzen Schweiz nicht erlaubt ist Wildcampen:

  • in Naturschutzgebieten
  • im Schweizerischen Nationalpark
  • in Jagdgebieten
  • in Wildruhezonen
  • in Gebieten mit allgemeinem Betretungsverbot 

Damit dem Übernachten in der freien Natur nichts im Wege steht, informieren Sie sich am besten vorab beim zuständigen Kanton oder der zuständigen Gemeinde. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie nur auf bewilligten Campingplätzen campieren.

5. Das gilt es im Ausland zu beachten

  • Vor der Einreise in ein anderes Land ist es zwingend, den CH-Kleber am Fahrzeug anzubringen.
  • Seit dem 1. Januar 2021 müssen in Frankreich Wohnmobile, die über 3,5 Tonnen wiegen, mit einem «Tote Winkel»-Aufkleber («Angles Morts») versehen sein. Bei Nichteinhaltung drohen Bussen in Höhe von 140 Euro.
  • Deutschland: Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen Wohnwagen auf Autobahnen mit Tempo 100 km/h fahren. Um eine Tempo-100-Plakette zu erhalten, muss das Fahrzeug vorgängig in einem technischen Zentrum  nach den Vorgaben der Deutschen Gesetzgebung geprüft werden.

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