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Dachbox beladen: Tipps für Autoreisen mit Dachträger

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Reicht der Kofferraum auf Reisen nicht aus, kann ein Autodachträger Abhilfe schaffen. Noch mehr Platz bieten Dachbox oder Heckträger. Diese sind an Ihrem Auto angebrachte zusätzliche Stauräume, die Ihr Gepäck nicht nur sicher beherbergen, sondern dadurch auch für mehr Platz und Bequemlichkeit im Auto selbst sorgen. Doch was muss bei der Fahrt mit diesem Extrastauraum am Mobil beachtet werden?

Michael Pfäffli, Leiter der AXA Unfallforschung & Prävention, verrät im Interview, worauf es beim sicheren Beladen des Autodachs ankommt.

Wann lohnt sich der Kauf einer Dachbox?

Michaeal Pfäffli: Auf Reisen brauchen Taschen, Koffer oder Sportgeräte viel Platz. Gerade mit kleinen Kindern kommt auch Sperriges, wie ein Kinderwagen oder Kinderbett, hinzu.  Wenn Sie nicht auf Komfort verzichten wollen, ist es jetzt Zeit für eine Dachbox. 

Was gilt es bei der Grösse der Dachbox zu beachten?

Die Länge der Dachbox sollte das Heck des Autos nicht überragen und den Kofferraum nicht blockieren. Im Idealfall steht die Box auch vorne nicht über, um gute aerodynamische Verhältnisse zu schaffen. Wenn Sie eine Dachbox auch im Winter nutzen, sollten Sie beim Kauf der Box die Länge der Skier berücksichtigen, um auch diese verstauen zu können.

«Leichte Gegenstände werden beim Beladen vorne in der Dachbox platziert, schwere Gegenstände kommen in die Mitte».

Michael Pfäffli, Unfallforscher für die AXA Unfallforschung & Prävention

Wie belade ich eine Dachbox korrekt und vermeide damit, mich und Andere auf der Fahrt zu gefährden?

Bei der Montage sollte auf die richtige Anbringung der Grundträger geachtet werden. Hier treten die grössten Herausforderungen auf.

Einfache Regeln beim Beladen der Dachbox:

  • Leichtere Gegenstände sind vorne und hinten zu platzieren.
  • Polstern Sie den vorderen Teil mit einer Decke aus, so wird im Fall einer Vollbremsung ein Durchschlag verhindert.
  • Gegenstände, die schwer sind, gehören in die Mitte der Dachbox.
  • Spanngurte verhindern ein Rutschen der Gegenstände.

Was darf nicht in die Dachbox?

Schwere Sachen, wie der oben erwähnte Kinderwagen, dürfen nicht in die Dachbox. Packen Sie solches Gepäck besser in den Kofferraum, der dank Dachbox ja genügend Platz hat.

Gibt es eine maximale Dachlast für Autos in der Schweiz?

Dies ist ein wichtiger Punkt! Es gibt Unterschiede – doch normalerweise darf die Dachlast rund 50 kg wiegen. Prüfen Sie dies unbedingt auf dem Fahrzeugausweis. Bei der Berechnung der Dachlast sollten auch das Gewicht der Box (10-20 kg) und des Grundträgers (5-6 kg) miteingerechnet werden. Oftmals bleiben danach nur circa 25-35 kg für das Gepäck. 

Was, wenn ich die Dachbox nicht häufig benötige?

Bei Nichtgebrauch sollten Fahrerinnen und Fahrer die Box abmontieren. Der  zusätzliche Kraftstoffverbrauch ist erheblich, auch wenn der Behälter leer ist.

Kaufen Sie deshalb Modelle, die sich unkompliziert montieren und genauso rasch auch wieder abmontieren lassen. So sind Sie flexibler und verbrauchen nicht unnötig Kraftstoff.

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Parkhäuser, Tunnels, Brücken und Co.: Was gilt es beim Höhenunterschied zu beachten?

Obwohl Tunnels und Brücken in der Regel hoch genug sind, ist dies abhängig vom Fahrzeugtyp. Auch hier addieren sich der Grundträger sowie die Dachbox zur Höhe des Autos. 

Bei Parkhäusern ist unbedingt auf die Einfahrthöhe zu achten. Hier gibt es grosse Unterschiede und eine Maximalhöhe von weniger als zwei Metern ist keine Seltenheit. 

Mein Tipp: Messen Sie Ihr Auto inklusive der Dachbox und Träger aus und notieren Sie sich die Daten als Reminder während der Fahrt auf einem Zettel. Bringen Sie diesen gut sichtbar an. 

Was, wenn es stark windet oder regnet? Hält die Befestigung schwierigen Witterungsverhältnissen stand?

Ja – vorausgesetzt, der Grundträger und die Dachbox sind richtig montiert. Jedoch bietet eine Dachbox mehr Angriffsfläche für Seitenwinde. Treten diese plötzlich und überraschend auf, kann das besonders auf der Autobahn gefährlich werden. 

Das Auto erhält durch eine Dachbox einen höheren Schwerpunkt. Dadurch ändern sich die Fahreigenschaften. Insbesondere bei Vans, Bussen oder SUVs ist eine vorsichtigere Gangart angesagt. Gerade in Kurven verhält sich das Fahrzeug dann anders. Zudem verlängert das erhöhte Gewicht den Bremsweg.

Wie dicht ist meine Dachbox bei starkem Regen?

Regen und Feuchtigkeit können für empfindliches Gepäck problematisch sein. Feuchtigkeit dringt während der Fahrt eher vorne in der Dachbox ein. Platzieren Sie dort besser keine feuchtigkeitsempfindlichen Dinge. Diese können sicherheitshalber zusätzlich in Plastiktüten gepackt werden. 

Damit der Sog des Fahrzeugwinds eingedrungenes Wasser absaugen kann, verfügen manche Dachboxen über kleine Öffnungen im hinteren Bereich. Sie dürfen nicht verdeckt sein.

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Sollte ich öfters Rast machen und meine Dachbox checken?

Extra wegen der Dachbox zusätzlich Rast zu machen, ist nicht nötig. Beim Verreisen gilt: Machen Sie nach maximal zwei Stunden Fahrt eine Pause. Wenn Sie dabei Gepäckstücke herausnehmen, sollten Sie nochmals den Sicherheits-Check machen: Darauf achten, wie das Gepäck positioniert ist, die Spanngurte prüfen und sicherstellen, dass die Box sauber geschlossen ist – dann kann die Reise weitergehen.  

Wie kann ich meine Dachbox vor Diebstahl sichern?

Es gibt Dachboxen, die abschliessbar sind. Wenn Sie auf dem Campingplatz Ferien machen, sollten Sie die Dachbox nicht abnehmen und unbewacht stehen lassen. Es gibt immer wieder Diebstähle von Dachboxen oder Veloträgern.  

Wie sieht es mit Heckträgern aus, was sind hier Ihre Tipps?

Hat das Auto eine Anhängerkupplung, kann ein System gewählt werden, das sich an dieser festmachen lässt. In der Regel können diese Systeme mehr Last tragen, zudem sind sie für verschiedene Veloarten einsetzbar, wie etwa E-Bikes. Achten Sie aber darauf, dass ihr Träger das Gewicht des E-Bikes auch wirklich aushält und nicht schnell an seine Grenzen stösst.

Systeme, die sich an der Heckklappe montieren lassen, sind in der Regel günstiger und leichter. Die Montage sollte unbedingt gemäss Vorschrift erfolgen, damit die Träger auch bei einer Vollbremsung oder bei einem Ausweichmanöver halten. 

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