Gesundheit

Wie wirkt sich die Corona-Krise auf unsere mentale Gesundheit aus?

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Das Coronavirus löste eine globale Gesundheitskrise aus. Stress, Unsicherheit und Angst beherrschen seit Beginn der Pandemie weltweit den Alltag. Welche Auswirkungen hat COVID-19 auf die psychische Gesundheit der Schweizerinnen und Schweizer? Die spannendsten Umfrageergebnisse der paneuropäischen AXA Studie vom Juni 2020 im Überblick.

Die mentale Gesundheit ist ein Thema, über das wir bei der AXA in Zukunft mehr sprechen möchten. Die Corona-Pandemie hatte grossen Einfluss auf die psychische Verfassung der Bevölkerung – weltweit. Aus diesem Grund gab die AXA eine paneuropäische Studie zum Thema «Mentale Gesundheit und Corona» in Auftrag. Dabei wurde auch die Schweizer Bevölkerung befragt.  

COVID-19 setzte besonders jungen Schweizerinnen und Schweizern zu. Trotzdem sind wir hierzulande im Vergleich zur Bevölkerung der anderen an der Studie teilnehmenden Länder bisher gut mit der Corona-Krise und den Folgen des Lockdowns zurechtgekommen. Die Situation am Arbeitsplatz bleibt jedoch aufgrund von COVID-19 angespannt: Die Studie verzeichnete bei der Schweizer Bevölkerung während der Befragung im Juni 2020 deutlich mehr Stress bei der Arbeit. Besonders junge Personen trafen Corona-bedingte Jobverluste hart. 

Die paneuropäische Studie der AXA Gruppe

Im Juni 2020 wurden Schweizerinnen und Schweizer (aus allen Schweizer Kantonen) sowie Europäerinnen und Europäer aus sechs Ländern (Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich) befragt. Der vorliegende Studienbericht hebt die Schweiz-spezifischen Antworten hervor und setzt sie in einen Bezug zu den paneuropäischen Ergebnissen.

 

Eine weitere Herausforderung: Ein Drittel der befragten Schweizerinnen und Schweizer gaben in der Studie an, schon vor COVID-19 bereits einmal psychische Gesundheitsprobleme gehabt zu haben. Frauen leiden öfter an psychischen Erkrankungen. Wo Betroffene professionelle Unterstützung für die Bewältigung der mentalen Belastungen finden, ist nicht allen klar. Die notwendige Aufklärungsarbeit bringt Chancen mit sich: Die Sichtweise auf die psychische Gesundheit verändert sich. Besonders jüngere Menschen priorisieren die mentale Gesundheit stärker als vor der Corona-Pandemie. Weiter wird für das Beanspruchen von professioneller Hilfe bei psychischen Problemen heute mehr Verständnis aufgebracht. Ein Ausblick, der zuversichtlich stimmt.

«In der Schweiz leidet jede fünfte Person mindestens einmal in ihrem Leben an einer psychischen Erkrankung. Psychische Probleme wie Burn-out, Depressionen oder Angstzustände werden in unserer Gesellschaft aber nach wie vor stigmatisiert, obwohl es Lösungswege und erfolgreiche Therapien gibt. Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern dafür sorgen, dass psychische Erkrankungen kein Tabu-Thema mehr sind und Betroffene und ihre Angehörigen rechtzeitig die Unterstützung bekommen, die sie benötigen.»

Thomas Gerber, Leiter Vorsorge der AXA Schweiz

Die mentale Gesundheit der Schweizer Bevölkerung

Die Schweizerinnen und Schweizer sind während der Pandemie verhältnismässig gut zurechtgekommen. Dies zeigt ein Vergleich mit anderen europäischen Ländern, die an der Studie teilgenommen haben. Mögliche Gründe: In der Schweiz gab es keinen harten Lockdown wie beispielsweise in Spanien, Italien oder Frankreich. Auch ohne verordnete Komplett-Isolation und Quarantäne blieben die Fallzahlen im Vergleich zu den Nachbarländern niedrig. Das verhältnismässig grosse Vertrauen in Politik, Gesundheitssystem und Sicherheitsbehörden stimmte die Schweizer Bevölkerung positiv.

Auffallend: Während der ersten Corona-Welle konnten die besonders gefährdeten Personen ab 65 Jahren (Menschen mit Vorerkrankungen ausgenommen) gut mit der Situation umgehen. Jüngere klagten hingegen vermehrt über Probleme. Dies könnte auf Massnahmen wie Homeschooling zurückzuführen sein, die Arbeitnehmende mit Familie vor neue Herausforderungen stellten. Was ihnen zudem Sorgen bereitete: der drohende Verlust des Arbeitsplatzes und die Kurzarbeit. In der Schweiz waren die jüngere Menschen deutlich stärker davon betroffen. Die Gesundheitskrise wurde zu einer ökonomischen Krise, der psychische Allgemeinzustand verschlechterte sich.

Mentale Belastungen haben aufgrund von COVID-19 in den letzten Monaten deutlich zugenommen. Doch bereits vor der Corona-Pandemie waren 30% der Teilnehmenden bereits einmal aufgrund von psychischen Problemen in Behandlung. Die Anzahl Personen in schlechter mentaler Verfassung hat sich von 6% (vor Corona) auf aktuell 15% mehr als verdoppelt. Insgesamt glauben 44% der Befragten nicht, dass sie sich eine adäquate psychologische Behandlung leisten können.

Zuversichtlicher Blick in die Zukunft

Einen positiven Nebeneffekt hat die Corona-Krise trotzdem: Dank dem Coronavirus sind mentale Probleme ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Dennoch stellt die anhaltende Stigmatisierung solcher Krankheiten für die Betroffenen und deren Angehörige eine zusätzliche Belastung dar. Sie führt dazu, dass nicht über psychische Probleme gesprochen wird, was die Prävention schwierig macht. Hier wollen wir ansetzen.

Zudem hat die Studie Schwachstellen aufgedeckt, welche die AXA proaktiv angehen wird. So starten wir mit der Entwicklung von guten und leicht zugänglichen Angeboten zur Aufklärung und Prävention. In diesem Zusammenhang ist die AXA eine Partnerschaftmit der Stiftung Pro Mente Sana eingegangen. Die Stiftung engagiert sich seit 1978 für die psychische Gesundheit in der Schweiz. Denn ganz unabhängig von COVID-19: Psychische Gesundheit ist ein Thema, über das wir zukünftig offener reden müssen.

So fühlen sich die Menschen in den anderen Ländern

Sie sind an weiteren Auswirkungen von COVID-19 auf die psychische Gesundheit interessiert und wünschen mehr Informationen zu den Ergebnissen der paneuropäischen Studie der AXA Gruppe? 

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