Mobilität

Nervige Nager – Marderschäden am Auto

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Eigentlich sind Marder ja recht niedlich anzusehen. Wenn aber die kleinen Raubtiere an unseren Autos herumknabbern, sind sie plötzlich gar nicht mehr so putzig. Am aktivsten sind sie in den Monaten Mai und Juni und verursachten bei der AXA im letzten Jahr einen Gesamtschadenbetrag von rund 8 Millionen Franken. 

Ein bekanntes Ärgernis vieler Autofahrer: ein Marderschaden. Die Tiere verkriechen sich in parkierten Autos und knabbern dabei gerne Kabel oder Schläuche an. Pro Jahr werden der AXA durchschnittlich 17'000 Marderschäden an Fahrzeugen gemeldet, letztes Jahr belief sich das durch Marder verursachte Gesamtschadenvolumen an Fahrzeugen auf rund 8 Millionen Franken. Die meisten Marderschäden werden in den Monaten Mai und Juni gemeldet, nämlich dann, wenn das Revierverhalten der Tiere besonders ausgeprägt ist. Zum Leidwesen der Fahrzeughalter liegt das Herumnagen an Kabeln und Schläuchen in der Natur der Tiere, zudem bietet der Motorraum eines Autos den Mardern ein ideales Versteck. Auch der Duftstoff eines Rivalen im eigenen Revier führt vielfach dazu, dass die Tierchen beim Verteidigen ihres Territoriums zubeissen und dabei empfindliche Autoteile beschädigen. 

Schweres Fahrzeug - leichte Beute

Besonders beliebt bei den Mardern sind Wohnmobile. Die Schadenfrequenzen der AXA zeigen, dass Wohnmotorwagen doppelt so oft einen Marderschaden aufweisen wie Personenwagen. «Die erhöhte Schadenfrequenz hängt unter anderem damit zusammen, dass Wohnmobile öfter in für Marder zugänglichen Gebieten stehen. Zudem stehen sie über längere Zeit am selben Ort, wodurch sich die Tiere leichter einnisten können», so Fredy Egg, Leiter Schaden bei der AXA. Die Schadenmeldungen bezüglich Wohnmotorwagen stiegen über die letzten Jahre kontinuierlich an. Waren es 2016 noch 338 Fälle, wurden der AXA im letzten Jahr ganze 500 Marderschäden an Wohnmobilen gemeldet. Der Umstand, dass Herr und Frau Schweizer die Ferien seit der Coronapandemie vermehrt in der Heimat verbringen, könnte diese Zunahme erklären. 

Ein Marderschaden beläuft sich unabhängig von der Art des Fahrzeugs im Schnitt auf rund 450 Franken. So ein Schaden ist jedoch nicht nur finanziell ärgerlich, denn wenn es zu einer Beschädigung eines Bremskabels kommt, kann es auch gefährlich werden. Schäden, die ein Marder an einem Auto verursacht hat, sind über die Vollkasko- oder Teilkasko-Versicherung gedeckt. Dazu gehören insbesondere Biss- und Folgeschäden.

Gebirgige Regionen sind weniger betroffen 

Gewisse Regionen waren über die letzten Jahre in geringerem Masse von Marderschäden betroffen, wie eine Auswertung der AXA zeigt. In den Kantonen Genf, Wallis oder in Ob- und Nidwalden mussten sich Fahrzeughalterinnen und Fahrzeughalter deutlich weniger Sorgen über die pelzigen Tiere machen: Das Risiko für einen Marderschaden ist in diesen Kantonen um 60 bis 70 Prozent geringer als im Schweizer Durchschnitt. «Steinmarder, die häufigste Marderart in Mitteleuropa, kommen in der Schweiz nur bis in mittlere Höhenlagen vor. In einem bergigen Kanton leben daher deutlich weniger Tiere als in tieferen Lagen», sagt Fredy Egg. Verhältnismässig viele Schäden verzeichnete man hingegen im Kanton Jura, Appenzell Innerrhoden und im Kanton Thurgau.

Datenquelle und Diagramm: AXA. Die Karte zeigt die Schadenfrequenz (Anzahl gemeldeter Marderschäden / Anzahl versicherte Fahrzeuge im Kanton) für Marderschäden relativ zur Schadenfrequenz in der Schweiz (2016-2020).

Schutz vor Marderschäden

  • Einige Fahrzeughersteller bieten Marderfallen als Zusatzausstattung an. Mit sogenannten «Marderschrecks» werden die Tiere mit einem Ultraschallton vertrieben, ohne dabei Schaden zu nehmen. 
  • Spezielle Rohre aus flexiblem Hartplastik können Kabel und Schläuche schützen. 
  • Das Auto sollte wenn möglich in einem geschützten Raum parkiert werden. Hat man keine Garage, lohnt es sich, das Auto immer am gleichen Ort abzustellen. So minimiert man das Risiko, dass rivalisierende Tiere im Streit um den Motorraum zubeissen und dabei Kabel beschädigen. 
  • Drahtgitter auf dem Boden unter dem Motorraum bieten einen guten Schutz, da Marder keine wackeligen Untergründe mögen.
  • Es lohnt sich, den Motor regelmässig waschen zu lassen, um Duftstoffe eingedrungener Tiere zu entfernen und somit Revierkämpfe zu vermeiden. 

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