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Wohnmobil fahren bei Schlechtwetter: So sind Sie sicher unterwegs

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Dunkle Gewitterwolken ziehen auf, das Reiseziel der Wohnmobilferien ist aber noch lange nicht erreicht und die Windstösse werden stärker. Erfahrene Camperlenkerinnen und -lenker wissen: Im Wohnwagen sind Witterungsverhältnisse viel stärker spürbar. Für Neulinge kann das Wohnmobilfahren bei einem Sommergewitter oder einem Herbststurm zur Herausforderung werden. 

Die AXA Unfallforschung & Prävention gibt hilfreiche Sicherheitshinweise und Tipps, mit denen Sie auch bei heiklen Strassenverhältnissen sicher Ihre Wunschdestination erreichen. 

Schlechtwetter und Wohnmobilfahren: Tipps für Camperanfängerinnen und -anfänger

Natürlich wünscht man sich für seine Camper Ferien schönstes Reisewetter, doch damit ist nicht immer zu rechnen. Im Gegenteil: Der Sommer bringt oft Gewitter und Platzregen, der Herbst wartet mit Böen und Laub auf. 

Seien Sie darauf vorbereitet – besonders als Einsteigerin oder Einsteiger im Wohnmobilfahren. Fahrerfahrung zahlt sich bei schlechtem Wetter und schwierigen Strassenverhältnissen aus, denn ein Wohnwagen reagiert bei Regen, Wind und starken Böen anders als ein Auto. 

Starker Wind kann Ihren Camper zum Schwanken bringen, denn der Schwerpunkt liegt bei Wohnmobilen, Wohnwagen und Campern vergleichsweise weit oben. Die Innenausstattung mit Hängeschränken und Schlafvorrichtungen verstärkt das Aufschwingen und den Hebeleffekt. Dies kann sogar bis zum Umkippen des Fahrzeugs führen. 

Doch keine Sorge: Für all dies gibt es Sicherheitsvorkehrungen, die getroffen werden können. Wir nennen Ihnen Tipps für jedes «Hudelwetter». 

Unwetter: Allgemeine Tipps zur Sicherheit im Camper

  • Beachten Sie den Grössen- und Gewichtunterschied eines Campers im Gegensatz zu einem Auto und kalkulieren Sie Grösse und Gewicht bei starkem Wind mit ein.
  • Fahren Sie generell langsamer und defensiv.
  • Absolvieren Sie vorab ein Fahrsicherheitstraining, um ein Gefühl für das Lenken eines Campers zu erhalten.
  • Halten Sie sich über die Wetterentwicklung auf dem Laufenden, um auf ein Unwetter vorbereitet zu sein. Folgen Sie den Wetterberichten am Radio oder checken Sie vor der Fahrt Ihre Wetter-App.
  • Schliessen Sie Fenster und Dachluken und berücksichtigen Sie auch aussen angebrachte Storen.

Sicher Camper fahren bei starkem Regen

  • Achten Sie darauf, dass Ihre Scheibenwischblätter sauber sind und das Scheibenwischwasser aufgefüllt ist.
  • Auf rutschigem oder tiefem Untergrund wie etwa Schlamm kann ein Durchdrehen der Räder durch Anfahrhilfe- oder Anti-Rutsch-Matten verhindert werden. Diese erhalten Sie im Baumarkt oder im Fachhandel.
  • Prüfen Sie, ob Ihre Reifenprofile tief genug sind, um Aquaplaning zu vermeiden.
  • Zum Messen der Reifenprofiltiefe gibt es spezielle Messgeräte, mit mechanischer oder digitaler Anzeige, in jedem Baumarkt. Alternativ, wenn es mal schnell gehen muss, lässt sich die Tiefe mit einem 2-Fränkler messen. Stecken Sie diese Münze in die Rille Ihres Reifens. Ist der Sockel der Helvetia nicht sichtbar, beträgt die Profiltiefe ungefähr 4 mm und ist damit genügend. Messen Sie die Profiltiefe an verschiedenen Stellen, da der Reifen ungleichmässig abgefahren sein kann. Wenn Sie unsicher sind, sollten Sie eine Garagistin oder einen Garagisten aufsuchen.
  • Versuchen Sie, kritische Situationen wie einen Auffahrunfall durch genügend Abstand und vorausschauende Fahrweise zu vermeiden. Der Bremsweg von Wohnmobilen ist ohnehin länger als bei Autos, und bei Nässe verschärft sich die Situation zusätzlich.

Machen Sie sich mit dem Fahrzeug vertraut

Üben Sie mal eine Vollbremsung auf einem gesicherten Strassenabschnitt. Oder noch besser: Besuchen Sie ein spezielles Fahrtraining für Camper und Wohnwagen. 

Wichtig: Verzichten Sie in kritischen Situationen nicht auf eine Vollbremsung. Gemäss einer aktuellen Befragung der AXA Unfallforschung & Prävention machen 44 % der Schweizer Autofahrerinnen und Autofahrer den grossen Fehler, dass sie bei einer Bremsung zu viel Rücksicht auf die Ladung nehmen und eine kompromisslose Vollbremsung vermeiden. Die eigene Sicherheit wird daher durch falsche Rücksichtnahme unnötig verspielt.

Infografik Vollbremsung

Camper fahren bei starkem Wind und Böen

  • Wegen der grossen Seitenfläche sind Wohnmobile bei starkem Wind besonders gefährdet.
  • Wird das Fahrzeug von einer Böe erwischt, besteht grosse Gefahr, das Lenkrad herumzureissen.
  • Beim Überholen grösserer Fahrzeuge wie Lastwagen und Bussen kann starker Wind den Camper aus der Fahrspur drücken.
  • Am Ende eines Waldstücks oder eines Tunnels, auf einem Pass oder auf einer Brücke können unerwartet Windböen auftreten.
  • Es gibt Wohnmobile, die über einen sogenannten Seitenwind-Assistenten verfügen. Diese Systeme erkennen eine Böe und bremsen automatisch ab.
  • Wird der Wind zu heftig, sollte angehalten bzw. ein Parkplatz aufgesucht werden.
  • Fahren Sie in Kurven mit genügend Abstand und vor allem auch langsamer.

Bei Gewitter mit dem Wohnmobil unterwegs 

  • Wohnmobile besitzen meistens eine Kunststoff-Aussenhülle und sind immer mit einem Blitzableiter ausgestattet. Trotzdem empfiehlt es sich, nicht auf einer Erhöhung oder weitem, flachen Gelände zu parkieren. Bei einer Metallkarosserie ist der sicherste Ort bei einem Gewitter die Fahrerkabine. Durch diesen «Faradayschen Käfig» sind Sie selbst bei einem Blitzeinschlag geschützt.

Zusatztipps auf dem Stellplatz:

  • Fahren Sie Antennen oder Satellitenanlagen ein.
  • Sichern Sie Vorzelt und Sonnenstoren oder ziehen Sie diese ein. 
  • Lösen Sie die Kabel vom Landstrom, um bei einem Blitzeinschlag Überspannung zu vermeiden.
  • Auf keinen Fall sollten Sie duschen oder Geschirr spülen.

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