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Tradition trifft Moderne

Bild: Matthias Jurt
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Sich als KMU ohne eigene Forschungs- oder Innovationsabteilung über Jahrzehnte hinweg erfolgreich im Markt zu behaupten, ist eine Herausforderung. In einer eher konservativen Branche sowieso. Wie es geht, zeigt die Kistag Dekopack AG aus Schüpfheim.

Das Leben scheint sich oft ein wenig langsamer zu drehen im Entlebuch, dem malerischen Tal zwischen Luzern und Bern: Milchkühe weiden auf saftig grünen Wiesen, die Hänge werden traditionell noch von Hand gemäht, und die Nachmittagsruhe wird nur hin und wieder durch ein Auto gestört. 

Umso emsiger geht es bei der Kistag Dekopack AG in Schüpfheim zu und her: In der grossen Produktionshalle werden Holzteile zurechtgefräst, auf dem Firmengelände kurven die Elektrostapler umher, und im firmeneigenen Kompetenzcenter tüfteln die Entwickler an einem neuen Prototyp. «Langweilig wird es bei uns nie», lacht CEO Julien Hertli.

Die Erfolgsgeschichte des traditionsreichen Unternehmens begann 1939 mit dem Bau einfacher Kisten und Holzpalette. Doch dabei blieb es nicht. «Durch stetige Modernisierung und Investitionen sind wir heute zu einem in der Schweiz führenden Partner im Bereich intelligenter Verpackungssysteme aus Holz sowie anspruchsvoller und kreativer Innenausbaulösungen herangewachsen», so Hertli.

Der 33-Jährige leitet die Geschäfte seit nunmehr vier Jahren, nachdem er bereits 2015 im Rahmen seiner Masterarbeit die Unternehmensstrategie der Firma neu ausgerichtet und um neue Geschäftsmodelle erweitert hat. Nach dem Studium ausschliesslich in grösseren Unternehmen tätig, reizte ihn die familiäre Atmosphäre des KMU: «Ich wusste, hier kann ich etwas mitgestalten, mitbewegen.»

Neue Geschäftsfelder erschliessen

Julien Hertli ist sich bewusst, dass auch – oder gerade – bei einem sehr traditionellen Betrieb wie einem Holzverpackungshersteller Transformation und Wandel unabdingbar sind, um sich langfristig im Markt zu behaupten. «Wären wir beim ursprünglichen Holzpalett geblieben, gäbe es uns heute vermutlich nicht mehr», räumt er ein. Zu gross und zu günstig wäre die Konkurrenz aus dem Ausland heute.

Deshalb setzte die Kistag AG schon früh auf Innovation und die Erschliessung neuer Geschäftsfelder: Durch die Übernahme eines Schreinereibetriebs 2003 kam der Innenausbau hinzu, der heute rund 40 Prozent des gesamten Umsatzes ausmacht und neben traditionellen Schreinerarbeiten für Privathaushalte und Architekten auch Ladenbaulösungen für grosse Schweizer Detailhändler oder Messebetreiber bietet.

Produktion durch Automatisierung verbessern

Darüber hinaus erweiterte Hertli die eigene Belegschaft mit neuen Spezialisten, heute beschäftigt das Unternehmen gar einen Leiter Digital Transformation. Der soll aber nicht nur den Auftritt in den sozialen Medien pushen, so der CEO: «Gerade in der Produktion können Digitalisierung und Automatisierung in vielen Bereichen eine Menge Zeit und Geld sparen, indem Prozesse weniger fehleranfällig und dadurch effizienter gestaltet werden.»

Innovation von innen und von aussen

Des Weiteren hat das Unternehmen ein firmeninternes Kompetenzzentrum aus zwölf Projektleitern und Entwicklern gebildet, die für die Weiterentwicklung des Angebots zuständig sind. Zum einen stellen sie sicher, dass jeder noch so spezielle Kundenwunsch umgesetzt werden kann, zum anderen treibt die Firma so aber auch interne Innovationsideen voran: Seit kurzem können Kunden beispielsweise im hauseigenen Showroom nicht nur ihre Traumküche finden, sondern sie auch gleich mittels Virtual-Reality-Brille begutachten. «So wollen wir das Kundenerlebnis noch attraktiver gestalten», sagt Julien Hertli.

Sein Tipp an alle Unternehmer: «Nehmt einen anderen Blickwinkel ein, fragt konkret nach, was eure Kundinnen und Kunden wirklich wollen. Nur so kann Innovation im Sinne des Kunden gestaltet werden.» Der neuste Coup der Kistag Dekopack AG – eine komplett CO2-neutrale Verpackung – wurde deshalb auch in Zusammenarbeit mit ETH-Studenten erarbeitet: «Rückmeldungen von jungen Führungskräften haben gezeigt, dass sie sich nachhaltige Verpackungen wünschen und wissen wollen, woher das Material kommt, das wir verwenden. Das haben wir uns zu Herzen genommen. Und jetzt werden wir als erster Anbieter schweizweit eine Verpackung im Angebot haben, die komplett ohne CO2 und ausschliesslich aus lokalen Materialien angefertigt wird. Diese Verpackung werden wir von einer Fachstelle als CO2- neutral zertifizieren lassen.»

Tradition und Moderne vereint

Das Zusammenspiel zwischen Jung und Alt, die Verbindung von Tradition und Moderne sieht Hertli nicht nur bei der Angebotsentwicklung, sondern auch in der Unternehmenskultur als Gewinn: «Junge Talente bringen oft einen neuen Blickwinkel und damit frischen Wind in den Betrieb, können aber im Umkehrschluss viel vom Know-how der älteren Mitarbeitenden profitieren.» Das sorgt nicht nur für einen guten Teamspirit, sondern auch für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Denn etwas ist allen Mitarbeitenden bei der Kistag Dekopack AG gemeinsam, wie CEO Julien Hertli sagt: «Holz ist unsere DNA, und wir freuen uns jeden Tag, mit diesem schönen Naturprodukt arbeiten zu dürfen.»

 

Originaltext erschienen in Meine Firma, dem KMU-Kundenmagazin der AXA.

Meine Firma

Gegründet 1939 und spezialisiert auf den Bau einfacher Holzkisten, ist die Kistag Dekopack AG heute umfassender Spezialist für innovative Verpackungslösungen und hochwertigen Innenausbau. Das in Schüpfheim ansässige Unternehmen setzt auf hohe Qualität und nutzt ausschliesslich einheimisches Holz. Die Kistag Dekopack AG beschäftigt heute 102 Mit-
arbeitende.

→ kistag.ch 

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