Mobilität

Auto um Auto zur E-Flotte

Bild: Stefan Kubli
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Eine E-Flotte mit Strom aus dem eigenen Haus: Bei SH Power, dem Energieversorgungsunternehmen der Stadt Schaffhausen, werden die Mitarbeitenden schrittweise mit elektrisch betriebenen Firmenwagen ausgestattet.

Seit fünf Jahren sind Elektroautos fester Bestandteil der Fahrzeugflotte von SH Power. Begonnen hat das Unternehmen, das die Stadt Schaffhausen mit Energie und Wasser versorgt, damals mit einem einzigen Stromer. Seither kommen laufend neue dazu, wie Stefan Mayer, Leiter Geschäftsbereich Elektrizität, erklärt: «Jedes Auto, das seine Lebensdauer erreicht hat, wird durch ein elektrisches Pendant ersetzt. Mittlerweile gehören sechs vollelektrische und ein Hybridfahrzeug zur firmeneigenen Flotte.»

Nachhaltiges Mobilitätskonzept

Anstoss für die Gründung der E-Flotte war die Energie- und Klimapolitik der Stadt Schaffhausen, der Eigentümerin von SH Power. Darauf basierend hat die Energieversorgerin ein neues Beschaffungs- und Fahrzeugkonzept erarbeitet mit dem Ziel, möglichst nachhaltig zu wirtschaften und die CO2-Emissionen zu reduzieren. «Erst wenn wir zum Schluss kommen, dass ein anderes Fortbewegungsmittel wie beispielsweise ein E-Bike oder eine Pool-Lösung keine Option ist, beschaffen wir ein neues Fahrzeug, wobei wenn immer möglich eine elektrische Variante zum Zug kommt», sagt Mayer.

Die Gründe, weshalb SH Power auf eine E-Flotte setzt, sind vielfältig. Primär geht es um die Reduktion der Umweltbelastung, erklärt Mayer: «Wenn ich heute mit einem unserer Elektrofahrzeuge 30’000 Kilometer gefahren bin, ist die graue Energie eliminiert. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass das Fahrzeug mit Strom aus erneuerbaren Energien unterwegs ist.» Daneben betont Mayer auch die geringeren Lärmemissionen sowie die vergleichsweise tiefen Servicekosten für den Unterhalt der Elektroflitzer: «Sie benötigen keinen Ölwechsel, haben keine Zündkerze, die gereinigt oder ersetzt werden muss, und ausser dem Motor keine beweglichen Teile, die sich abnützen könnten. Darüber hinaus ist der Bremsverschleiss um einiges geringer.»

Prädestiniert für eine E-Flotte

Der wohl grösste Vorbehalt gegenüber Stromern ist die Reichweite – nicht aber bei SH Power: «Mit unserem Einzugsgebiet sind wir geradezu prädestiniert für eine E-Flotte. Unsere Mitarbeitenden bewegen sich grösstenteils im Raum Schaffhausen, hier sind die Reichweiten der Stromer mehr als ausreichend», meint Mayer. 120 Kilometer ist die maximale Distanz eines Stromers aus der Flotte von SH Power, wobei es mittlerweile Elektroautos gibt, die locker 300 Kilometer zurücklegen können. Nach anfänglicher Skepsis spürt Mayer bei den Mitarbeitenden inzwischen eine grosse Akzeptanz, ja gar Begeisterung für ihre Firmenwagen: «Besonders geschätzt werden der Fahrkomfort und der leise Antrieb.» Die Anschaffung einer E-Flotte lohnt sich auch aus finanzieller Sicht, davon ist Mayer überzeugt. War es beim Kauf des ersten Autos noch eine bewusste Entscheidung, als positives Beispiel voranzugehen, ist der Betrieb einer E-Flotte in Anbetracht der heutigen Preise durchaus wirtschaftlich. «Über die gesamten Lebenskosten gesehen ist ein Stromer ab einer Fahrleistung von rund 30’000 Kilometern günstiger als ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor», sagt Mayer.

«Elektrofahrzeuge sind heute State of the Art und mittlerweile alles andere als Exoten auf der Strasse.»

Stefan Mayer, Leiter Geschäftsbereich Elektrizität, SH Power

Auf die Herausforderungen angesprochen, meint er: «Da gibt es nur zwei nennenswerte Punkte. Einerseits die Ladedauer, wobei wir mit unserem Lademanagementsystem bereits auf einem sehr guten Weg sind. Für unsere E-Flotte haben wir insgesamt sieben Ladestationen, wovon einige mit mehr Leistung ausgerüstet sind als andere. So stellen wir sicher, dass dasjenige Fahrzeug, das am ehesten wieder benötigt wird, am schnellsten aufgeladen wird». Die zweite Herausforderung sieht Mayer in der Beschaffung von elektrifizierten Montagefahrzeugen, die mit schwerer Last beladen werden müssen: «Hier scheitern wir derzeit noch an der Reichweite dieser Fahrzeuge.»

Den Stromern gehört die Zukunft

Im vergangenen Jahr waren auf Schweizer Strassen rund 28’700 Elektroautos unterwegs, fünf Jahre zuvor waren es noch deren 4400 – eine deutliche Zunahme also. Auch Stefan Mayer ist überzeugt, dass in der Bevölkerung ein Umdenken stattgefunden hat und es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich die Elektromobilität durchsetzen wird: «Elektrofahrzeuge sind heute State of the Art, in ihrer Technik ausgereift und mittlerweile alles andere als Exoten auf der Strasse. Setzt man sie gemeinsam mit erneuerbaren Energien ein, sind sie klar umweltschonender als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren.» Mit Blick auf SH Power meint Mayer: «Unser langfristiges Ziel ist das Betreiben einer reinen E-Flotte. Ich gehe davon aus, dass wir die Personenwagen spätestens in zehn Jahren auf Elektroantrieb umgestellt haben werden. Einzig bei den grossen Lieferwagen und Lastkraftwagen wird es wohl noch etwas länger dauern.» 

 

Originaltext erschienen in Meine Firma, dem KMU-Kundenmagazin der AXA.

Meine Firma

SH Power ist ein Versorgungsunternehmen mit rund 150 Mitarbeitenden. Es beliefert die Stadt Schaffhausen und umliegende Gemeinden mit Strom, Gas sowie Wasser und betreibt die städtische Siedlungsentwässerung. Daneben bietet das Unternehmen Dienstleistungen in den Bereichen Gebäudetechnik und Elektromobilität.   

→ www.shpower.ch

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