myAXA Login
Gesundheit

Schweizer Versicherungen: Welche brauchen Zuzüger?

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen ch.axa.i18.share.google Auf LinkedIn teilen Auf Xing teilen Auf Pinterest teilen Per Email teilen

Sich als Zuzüger im «Versicherungsland» Schweiz zurechtzufinden, ist nicht leicht: Die AXA Mitarbeiterin Agata kann sich noch gut an ihren Umzug aus Deutschland in die Schweiz erinnern und erklärt die Tücken.

Auf den Antritt ihrer neuen Arbeitsstelle bei der AXA in Winterthur folgte für Agata auch der Umzug von Deutschland in die Schweiz. Das war mit sehr viel Aufwand verbunden, den Agata anfangs unterschätzt hatte. «Obwohl ich bei einer Versicherung arbeitete, war das Schweizer Versicherungssystem anfangs ein grosses Fragezeichen für mich», erinnert sich Agata. «Ich war auch überrascht, dass der Arbeitgeber sich nicht an der Krankenkasse seiner Arbeitnehmer beteiligt.»

Wie Agata ergeht es vielen Zuzügern. Die Schweiz ist ein «Land der Versicherungen». Auch viele Schweizer finden sich im Dschungel der Versicherungen nicht zurecht. Einige Versicherungen sind obligatorisch, andere empfehlenswert.

Unterschiede bei Schweizer Krankenkassen?

«Als Erstes habe ich mich bei einer Krankenkasse, für die Grundversicherung, angemeldet», erzählt Agata. Die Anmeldung musste sie selber erledigen. Nach dem Umzug in die Schweiz haben Zuzüger drei Monate Zeit, sich anzumelden. Es kann aus rund 50 Krankenkassen gewählt werden und jede Grundversicherung ist verpflichtet, einen aufzunehmen. Egal, ob man krank oder gesund ist. Hier lohnt es sich, die Prämien zu vergleichen, denn die Leistungen sind bei allen Grundversicherungen aufgrund gesetzlicher Vorgaben gleich. Kündigen kann man nur einmal im Jahr auf Jahresende hin.

Warum sind denn nicht alle Krankenkassen gleich teuer?

Die verschiedenen Grundversicherungen bieten alle dieselben Leistungen an. «Die Krankenkassen decken dieselben medizinischen Behandlungen und Arzneimittel – das war mir anfangs nicht klar.» Unterschiede gibt es bei den monatlichen Prämien. Diese variieren je nach gewähltem Versicherungsmodell, Alter, Geschlecht und Wohnort.

Nicht inbegriffen: Zahnversicherungen in der Schweiz

«Anders als in Deutschland sind Zähne in der Schweiz nicht über die Grundversicherung gedeckt», erklärt Agata. Zähne, Sport, Brille etc. sichern Erwachsene und Kinder  mit einer freiwilligen Kranken-Zusatzversicherung ab. Diese haben keine Aufnahmepflicht und können interessierte Kunden aufgrund ihres Alters oder Gesundheitszustandes ablehnen. «Das kann man ein wenig mit der privaten Krankenversicherung in Deutschland vergleichen – nur, dass man für die Zusatzversicherung in der Schweiz kein bestimmtes Einkommen braucht», so die 30-jährige AXA Mitarbeiterin.

So können Sie mit Ihrer Versicherung sparen

Es ist nicht zwingend, Grund- und Zusatzversicherung bei derselben Krankenkasse zu haben. «Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen zu splitten – es macht aber total Sinn. So lassen sich jährlich teils mehrere hundert Franken sparen.»

Die Unfallversicherung ist die einzige Krankenversicherung, die über den Arbeitgeber mitfinanziert wird. Jeder, der mehr als acht Stunden pro Woche beim selben Arbeitgeber beschäftigt ist, ist automatisch versichert. Die Prämien werden zwischen Arbeitgeber und -nehmer aufgeteilt. Wer weniger als acht Stunden pro Woche arbeitet, muss sich bei seiner Krankenkasse gegen Unfälle versichern.

 

  • Teaser Image
    Sichern Sie sich für Ihren Neustart mit passenden Krankenversicherungen ab

    Wir beraten Sie bei der Wahl der obligatorischen Grundversicherung und helfen Ihnen, Lücken mit einer Zusatzversicherung zu schliessen.

    Mehr erfahren

Die richtige Versicherung für Ihr Zuhause

Eine weitere – nicht obligatorische, aber empfehlenswerte –Versicherung ist die Privathaftpflichtversicherung. Mit ihr schützen Sie sich gegen Schäden an Dritten. «Ich empfehle allen, sofort so eine Versicherung abzuschliessen. Mein Vermieter wollte vor dem Einzug einen Nachweis sehen», so Agata.

Was sich innerhalb der eigenen vier Wände befindet, wird mit der Hausratversicherung gegen Schäden durch Feuer, Wasser und Diebstahl versichert. «Viele Versicherungen bieten die Hausrat- und Privathaftpflichtversicherung auch als Kombi an. Das macht es einfacher.»

Damit auch Ihr Auto in der Schweiz versichert ist

Wer keine Motorfahrzeugversicherung abgeschlossen hat, erhält kein Schweizer Nummernschild fürs Auto. Die Haftpflichtversicherung ist obligatorisch und übernimmt Schäden gegenüber Dritten. Die Teil- oder Vollkaskoversicherung ist freiwillig und bietet Leistungen bei Schäden am eigenen Fahrzeug sowie optional finanzielle Unterstützung für Fahrer und sowie  Insassen nach einem Unfall.

Wie sieht es mit Ihrer Rente aus?

Die Schweizer Altersvorsorge basiert auf dem Drei-Säulen-Prinzip. Die erste und die zweite Säule sind obligatorisch und die Beiträge werden direkt mit dem monatlichen Gehalt bezahlt. Die dritte Säule ist für jeden freiwillig. «Das Gespräch mit einem Berater hat mir zudem sehr geholfen, das Vorsorgesystem zu verstehen», erklärt Agata, die nun seit über drei Jahren in der Schweiz wohnt.

Auch bei anderen offenen Fragen. Agata rät: «Ein Termin bei einem Versicherungsberater bringt viel Licht ins Dunkel und hilft einem beim Zurechtfinden im Land der Versicherungen.»

Schweizer Krankenkassen-Wortschatz

Franchise

Beteiligung an den medizinischen Kosten. Pro Kalenderjahr müssen die Krankheitskosten in der Höhe der gewählten Franchise (zwischen CHF 300 bis CHF 2500) selber getragen werden. Danach übernimmt die Grundversicherung die Rechnungen –
der Versicherte zahlt nur noch einen kleinen Selbstbehalt.. Grundsätzlich gilt: Je höher die Franchise in der Grundversicherung, desto tiefer die Prämie.

Selbstbehalt

Betrag, den der Versicherte bei medizinischen Kosten selber trägt. Selbstbehalt wird bezahlt, wenn die Franchise aufgebraucht ist. Er beträgt 10% bis zu einem Betrag von max. CHF 700 pro Kalenderjahr.

Versicherungsmodelle bei der Grundversicherung

Standard: Direkt zum Arzt oder Spezialisten Ihrer Wahl
HMO: Gruppenpraxis mit Ärzten, Spezialisten und Therapeuten als Ihre erste Anlaufstelle
Hausarzt: Ihr Hausarzt als Ihre erste Anlaufstelle
Telmed: Medizinische Hotline als erste Anlaufstelle

Splitting

Grund- und Zusatzversicherung nicht bei der selben Krankenkasse

Ambulante Leistungen

Das sind zum Beispiel Brillen, Impfungen, Zahnfehlstellung bei Kindern, Komplementärmedizin, Prävention und Fitness

Stationäre Leistungen

Das ist beispielsweise die freie Spital- und Arztwahl oder Notfallbehandlungen im Ausland. Ebenfalls die Wahl der Privatsphäre (Einzel- oder Doppelzimmer) bei Spitalaufenthalt fällt darunter.

Schweizer Ausdruck - Deutscher Ausdruck

Einige schweizerdeutsche Ausdrücke haben sich in das Hochdeutsch der Schweizer geschlichen und werden offiziell akzeptiert. Hier ein kleiner Überblick, der den ersten Kontakt mit offiziellen «Departementen» und Einheimischen erleichtern soll:

  • Departement - Ministerium, Fakultät, Abteilung
  • Einwohnerkontrolle - Einwohnermeldeamt
  • Entscheid - amtliche Entscheidung, Beschluss
  • Obligatorium - Pflichtfach; im Sinne von: Pflicht, Verpflichtung
  • Schriften - Ausweispapiere
  • Steueramt - Finanzamt
  • Treuhänder - u.a. Steuerberater
  • Gebärsaal - Kreißsaal
  • Hospitalisiert - ins Krankenhaus eingewiesen werden
  • Notfallstation - Notaufnahme
  • Sanität - Rettungsdienst
  • Spital - Krankenhaus
  • Sanitätsfahrzeug - Krankenwagen
  • Spitex - Krankenpflege zuhause durch geschultes
    Pflegepersonal
  • Halbtax - entspricht BahnCard 50
  • Zügeln - umziehen
  • Krankenkasse - Krankenversicherung
  • Fahrausweis - Führerschein

Verwandte Artikel

Wir verwenden Cookies und Analyse Tools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internet-Seite zu verbessern und die Werbung von AXA und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutz