Die Rahmenbedingungen für die 2. Säule sind gesetzlich geregelt.

Arbeitsleben

Ob erster Job oder Neustart: Wenn Sie sich anstellen lassen, muss Sie Ihr Arbeitgeber ab einem bestimmten Jahreslohn obligatorisch bei einer Pensionskasse versichern. Mit einer neuen Stellen wechseln Sie immer auch Ihre Pensionskasse. Ihr Guthaben wird dann an die neue Vorsorgeeinrichtung überwiesen. Die Rahmenbedingungen für die 2. Säule sind gesetzlich geregelt. 

Beiträge und Leistungen

Im Schweizer Dreisäulensystem bildet die berufliche Vorsorge die 2. Säule. Sie zahlt Leistungen ab dem Zeitpunkt der Pensionierung sowie bei Erwerbsunfähigkeit oder im Todesfall aus. Die Beiträge teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Grundlagen und Information

  • Beiträge
    • Die Rahmenbedingungen der 2. Säule sind im BVG (Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge) geregelt.
    • Arbeitgebende sind verpflichtet, ihr Personal ab einem bestimmten Jahreslohn in der beruflichen Vorsorge zu versichern. Diese Eintrittsschwelle wird alle zwei Jahre vom Bundesamt für Sozialversicherung festgelegt.

    Hier finden Sie die aktuell gültigen Beträge, die alle zwei Jahre neu festgelegt werden:

    • Mit jedem Monatslohn bezahlen Sie und Ihr Arbeitgeber Lohnprozente in die Pensionskasse ein.
    • Diese Lohnprozente werden als Altersgutschriften bezeichnet. Sie sind altersabhängig gesetzlich vorgegeben. Für jüngere Personen sind sie tiefer bemessen als für ältere Personen. 

    Alter Frau / Mann       Prozentsatz
    25 – 34                     7 %

    35 – 44                     10 %

    45 – 54                     15 %

    55 – 64/65               18 %

    • Der Beitrag der Arbeitnehmenden wird direkt vom Lohn abgezogen. Die Beiträge werden zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgeber aufgeteilt. Der Beitrag des Arbeitgebers muss mindestens gleich hoch sein wie die Summe aller Beiträge seiner Arbeitnehmenden.
    • Das BVG ist ein Rahmengesetz, das Minimalvorschriften enthält. Viele Arbeitgeber gehen mit den Leistungen und den Möglichkeiten der Pensionskasse freiwillig über dieses Obligatorium hinaus. Diese zusätzlichen Leistungen werden als Überobligatorium bezeichnet. 
  • Leistungen

    Bei Invalidität 

    • Invalidenrente 
    • Invaliden-Kinderrente 

    Im Todesfall für die Hinterbliebenen 

    • Witwen- / Witwerrente 
    • Waisenrente 

    Leistungen im Alter 

    • Lebenslange Rente oder 
    • Kapitalauszahlung oder 
    • Mischform aus Rente und Kapital 

     

  • Leistungsform

    Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenleistungen werden in der Regel als Renten ausbezahlt. Mindestens einen Viertel Ihres BVG-Guthabens (Obligatorium) können Sie auf Wunsch auch als Kapital beziehen.

  • Pensionskassenausweis

    Sie erhalten jährlich einen Pensionskassenausweis. Dieser persönliche Ausweis enthält alle wichtigen Informationen zu Ihrer beruflichen Vorsorge:

    • Jahreslohn
    • Versicherter Lohn
    • Leistungen im Alter, bei Invalidität und Tod
    • Anteil der Altersleistungen, den Sie auf Wunsch als Kapital beziehen können
    • Altersguthaben
    • Freizügigkeitsleistung
    • Maximal möglicher Betrag für Vorbezug zur Finanzierug von Wohneigentum
    • Möglicher Einkaufsbetrag
    • Jährlicher Gesamtbeitrag
    • Jährlicher Arbeitnehmerbeitrag
  • Vorsorgereglement

    Jede Pensionskasse hat ihr eigenes Vorsorgereglement. Die Bestimmungen darin sind massgebend für die Höhe der Leistungen, deren Finanzierung und die Möglichkeiten für die Versicherten in Bezug auf Pensionierung, Einkauf und Wohneigentum. Sie können dieses Reglement jederzeit bei Ihrem Arbeitgeber oder Ihrer Personalabteilung anfordern. 

Eintritt, Austritt und Scheidung

Für den Eintritt in die erste Pensionskasse Ihres Arbeitslebens müssen Sie nichts tun. Dies übernimmt Ihr Arbeitgeber. Beim Stellenwechsel, bei einer Scheidung oder beim Austritt aus Ihrer Pensionskasse gibt es ein paar Dinge, die Sie wissen sollten.

Eintritt

  • Voraussetzungen
    • Sie haben das 17. Altersjahr vollendet.
    • Sie beziehen einen AHV-pflichtigen Lohn, der über der Eintrittsschwelle liegt.

    Hier finden Sie die aktuell gültigen Beträge, die alle zwei Jahre neu festgelegt werden:

    • Sie haben das reguläre Pensionsalter noch nicht erreicht.
    • Ihr Arbeitsverhältnis ist unbefristet oder auf mehr als 3 Monate begrenzt.
    • Sie sind nicht bereits über eine (andere) Haupt-Erwerbstätigkeit obligatorisch versichert.
  • Arbeitgeberwechsel
    • Verlangen Sie von Ihrem neuen Arbeitgeber die Zahlungsinformationen seiner Pensionskasse und leiten Sie diese an Ihre bisherige Pensionskasse weiter; noch vor Ihrem Austritt. Sie wird Ihr Guthaben an die neue Kasse überweisen.
    • Ihr ehemaliger Arbeitgeber meldet Ihren Austritt der Pensionskasse. Sie erhalten von dieser eine Abrechnung mit Ihrem Guthaben.
    • Während eines Monats bleiben Sie bei der bisherigen Pensionskasse für die Risiken Tod und Invalidität versichert.
    • Freizügigkeitsleistungen stehen Ihnen in der Regel erst ab Alter 25 zu, da das Alterssparen in der beruflichen Vorsorge erst ab dem 1. Januar nach der Vollendung des 24. Altersjahres beginnt. Zwischen 17 und 24 Jahren sind Sie nur für die Risiken Tod und Invalidität versichert
  • Scheidung
    • Gemäss Scheidungsrecht wird die während der Ehe erworbene Freizügigkeitsleistung beider Ehepartner aufgeteilt.
    • Die zu teilende Freizügigkeitsleistung wird durch die Pensionskasse festgesetzt. Dafür benötigt sie das Heiratsdatum und den geplanten Scheidungstermin.
    • Die Auszahlung erfolgt nach einem rechtskräftigen Scheidungsurteil an eine Pensionskasse oder auf ein Freizügigkeitskonto.

Austritt

  • Arbeitsunterbruch
    • Treten Sie vorerst in keine neue Pensionskasse ein, wird Ihre Austrittsleistung auf ein Freizügigkeitskonto bzw. eine -police übertragen.
    • Während eines Monats nach Auflösung des Vorsorgeverhältnisses bleiben Sie bei der bisherigen Pensionskasse für die Risiken Tod und Invalidität versichert.
    • Treten Sie später wieder einer Pensionskasse bei, müssen Sie Ihr Guthaben aus dem Freizügigkeitskonto bzw. der -police an die neue Vorsorgeeinrichtung überweisen lassen.
    • Ist bereits eine Pensionierung möglich, lohnt sich bei jedem Austritt aus einer Pensionskasse auch ein Gedanke an den Bezug der Altersrente. Treten Sie nämlich keiner neuen Pensionskasse bei, wird Ihre Austrittsleistung auf ein Freizügigkeitskonto übertragen. Daraus ist kein Rentenbezug möglich. 
  • Selbstständigkeit

    Wenn Sie sich selbstständig machen, haben Sie für die Verwendung Ihrer Freizügigkeitsleistung drei Alternativen:

    1. Sie versichern sich freiwillig bei der Pensionskasse Ihrer Arbeitnehmer, des
      Berufsverbandes oder bei der Auffangeinrichtung. Ihre Freizügigkeitsleistung bringen Sie in Ihre neue Pensionskasse ein.
    2. Sie deponieren Ihre Freizügigkeitsleistung auf einem Freizügigkeitskonto bzw. einer Freizügigkeitspolice.
    3. Sie lassen sich das Guthaben innerhalb 1 Jahres nach der Aufnahme der Selbstständigkeit in Kapitalform auszahlen. 
  • Endgültiges Verlassen der Schweiz
    • Ausreise in einen Staat der EU / EFT: Falls Sie nach den dortigen Rechtsvorschriften für die Risiken Alter, Invalidität und Tod obligatorisch versichert sind, können sie sich lediglich den überobligatorischen Teil Ihrer Freizügigkeitsleistung auszahlen lassen. Der obligatorische Teil bleibt in der Schweiz auf einem Freizügigkeitskonto bzw. einer –police, bis die Voraussetzungen für eine Auszahlung erfüllt sind.
    • Ausreise in einen Staat ausserhalb der EU / EFTA: Sie können sich Ihre volle Freizügigkeitsleistung in Kapitalform auszahlen lassen. Dafür sind bestimmte Nachweise erforderlich. Ihre Pensionskasse informiert Sie darüber. 

Online-Berechnungen und Formularservice

Wenn Sie bei einer Pensionskasse der AXA versichert sind, können Sie alle Szenarien Ihrer Pensionskassenleistungen online berechnen und Formulare herunterladen. Andernfalls wird Ihr Arbeitgeber oder Ihre Personalabteilung für Sie die gewünschten Berechnungen ausführen und alle nötigen Informationen aushändigen.

Provisorische Leistungsberechnungen

  • Überprüfung Ihrer Vorsorgesituation
  • Ermittlung Ihrer Altersguthaben
  • Einbussen durch eine vorzeitige Pensionierung
  • Möglichkeiten und Konsequenzen eines Vorbezugs für Wohneigentum
  • Möglichkeiten und Auswirkungen eines Einkaufs in die Pensionskasse

Loggen Sie sich mit dem Zugriffscode ein, der sich auf Ihrem Pensionskassenausweis befindet. Ist dort kein Zugriffscode angegeben, wenden Sie sich für die gewünschten Berechnungen an Ihren Arbeitgeber respektive an Ihre Personalabteilung.

Login Online-Berechnungen

(Nummer auf Ihrem Pensionskassenausweis bereithalten) 

Formularservice

(Für den Zugang zum Formularservice benötigen Sie nur Ihre Vertragsnummer. Diese finden Sie auf Ihrem Persönlichen Ausweis, den Sie jährlich erhalten.) 

Hilfe und häufig gestellte Fragen

  • Was muss ich tun, wenn ich den Arbeitgeber wechsle?

    Bei einem Arbeitgeberwechsel ist das Guthaben von Ihrer bisherigen Pensionskasse an die neue Vorsorgeeinrichtung zu übertragen. Verlangen Sie dazu von Ihrem neuen Arbeitgeber einen Einzahlungsschein seiner Pensionskasse oder die genauen Zahlungsinstruktionen. Leiten Sie die Angaben – wenn möglich – noch vor Ihrem Austritt an Ihre bisherige Pensionskasse weiter. 

  • Was passiert mit meinem Pensionskassengeld, wenn ich keine neue Stelle finde?

    Sie müssen das Guthaben bei einer Freizügigkeitseinrichtung deponieren. Sie haben dazu 2 Möglichkeiten:

    • Ein Freizügigkeitskonto bei einer Bank Ihrer Wahl oder der Stiftung Auffangeinrichtung eröffnen
    • Eine Freizügigkeitspolice bei einer Versicherungsgesellschaft Ihrer Wahl einrichten

    Sie erhalten ein Eröffnungsformular, das Sie mit den nötigen Konto- oder Policenangaben – wenn möglich noch vor dem Austritt – an Ihre bisherige Pensionskasse weiterleiten. Diese überweist daraufhin Ihr Guthaben an die angegebene Adresse. 

  • Warum ist das Alterskapital zum regulären Pensionsalter im neuen Persönlichen Ausweis plötzlich kleiner oder grösser als auf dem letzten Ausweis?

    Mögliche Ursachen für abweichende Werte im Jahresvergleich sind Änderungen im Lohn- oder Beschäftigungsgrad sowie Veränderungen beim Zins- und Umwandlungssatz.

    Die angegebenen Beträge sind provisorische, voraussichtliche Werte. Sie werden mit einem provisorischen Zinssatz während der gesamten Berechnungsdauer (01.01.20XX bis Pensionsalter) hochgerechnet. Der angenommene Berechnungszinssatz wird in der Regel bekannt gegeben. 

  • Sind die im Persönlichen Ausweis angegebenen Leistungen garantiert?

    Nein, die Leistungen sind nicht garantiert. Die Pensionskasse berechnet die voraussichtlichen Vorsorgeleistungen jedes Jahr neu. Sie tut dies anhand von im Berechnungszeitpunkt bekannten Angaben wie

    • Jahreslohn
    • Versicherter Lohn
    • Koordinationsabzug
    • Zinssätze für die Hochrechnung des Kapitals
    • Umwandlungssätze für die Berechnung der Rentenleistungen

    Die effektiven Leistungen werden mit den Grundlagen und reglementarischen Bestimmungen errechnet, die exakt zu dem Zeitpunkt herrschen, in dem der Vorsorgefall eintritt (bei Pensionierung, Invalidität oder Tod). 

  • Ich mache mich in der Schweiz selbstständig. Gibt es einen bestimmten Zeitrahmen, in dem ich mir die Austrittsleistung auszahlen lassen kann?

    Sie können sich das Guthaben bis zu einem Jahr nach Aufnahme der selbstständigen Erwerbstätigkeit in Kapitalform auszahlen lassen. 

  • Ich habe noch keinen neuen Arbeitgeber und möchte meine Austrittsleistung auf zwei verschiedene Freizügigkeitskonti/-policen übertragen. Ist das möglich?

    Ja, das ist möglich. Sie dürfen die Austrittsleistung aber an höchstens 2 Freizügigkeitseinrichtungen übertragen.

  • Darf ich bei Stellenwechsel einen Teil meiner Austrittsleistung an die neue Pensionskasse und einen Teil auf ein Freizügigkeitskonto bzw. eine -police überweisen?

    Nein, grundsätzlich ist das nicht möglich. Die bisherige Pensionskasse muss die gesamte Austrittsleistung an die neue Pensionskasse überweisen.

    Ausnahme: Sollten Sie nicht die komplette Austrittsleistung in die neue Pensionskasse einbringen können, dürfen Sie den nicht verwendeten Teil auf ein Freizügigkeitskonto bzw. eine –police übertragen.

     

  • Ich verlasse die Schweiz endgültig und ziehe in einen Mitgliedsstaat der EU / EFTA. Kann ich mir mein Pensionskassenguthaben auszahlen lassen?

    Sind Sie im entsprechenden EU- oder EFTA-Staat weiterhin obligatorisch gegen die Risiken Alter, Invalidität und Tod versichert, können Sie sich nur den überobligatorischen Teil Ihrer Austrittsleistung auszahlen lassen. Der gesetzliche Mindestteil bleibt in der Schweiz und wird erst beim Erreichen des Pensionsalters, im Invaliditäts- oder Todesfall fällig.

    Die Auszahlung der obligatorischen beruflichen Vorsorge ist nur in folgenden Ausnahmefällen möglich:

    • Wenn die Austrittsleistung kleiner ist als Ihr bisheriger Jahresbeitrag.
    • Sofern es das Reglement ermöglicht: Wenn Sie vorzeitig in Pension gehen.
    • Wenn Sie selbst bewohntes Wohneigentum damit finanzieren möchten.
    • Wenn Sie im entsprechenden Staat nicht obligatorisch gegen die Risiken Alter, Invalidität und Tod versichert sind und Ihrer Pensionskasse einen Nachweis (Nichtunterstellungsverfügung) der zuständigen Behörde vorlegen. 
  • Ich verlasse die Schweiz vor der Pensionierung endgültig und mache mich in einem EU- / EFTA-Staat selbstständig. Kann ich mir in diesem Fall den obligatorischen Teil des beruflichen Vorsorgeguthabens auszahlen lassen?

    Wenn Sie in einem Mitgliedsstaat der EU oder EFTA der obligatorischen Rentenversicherung unterstehen, ist eine Auszahlung nicht möglich. Sind Sie allerdings nicht obligatorisch rentenversichert, können Sie sich das Guthaben in Kapitalform auszahlen lassen. 

  • Wie verwende oder annulliere ich noch bestehende Freizügigkeitskonti / -policen?

    Gehören Sie einer Pensionskasse an, sind Sie gesetzlich verpflichtet, sämtliche Austrittsleistungen in Ihre aktuelle Pensionskasse einzubringen. Dies kann Ihre Rentenleistungen erhöhen. Um die Konti oder Policen aufzulösen und das Guthaben in Ihre Pensionskasse zu übertragen, senden Sie einen schriftlichen Antrag sowie einen Einzahlungsschein Ihrer Pensionskasse an die betreffende Freizügigkeitseinrichtung. Frühestens fünf Jahre vor Erreichen des ordentlichen Pensionsalters und spätestens fünf Jahre danach können Sie sich Ihr Freizügigkeitsguthaben auszahlen lassen. 

  • Kann ich den Betrag, der bei einer Scheidung vom Vorsorgeguthaben abgezogen wurde, wieder einkaufen?

    Ja, das ist möglich. 

  • Gehört das Todesfallkapital zur Erbmasse einer verstorbenen Person?

    Nein, das Todesfallkapital ist nicht Teil der Erbmasse. Es steht ausschliesslich den gemäss Reglement begünstigten Personen zu. Selbst wenn die begünstigte Person die Erbschaft ausschlägt, behält sie den Anspruch auf das Todesfallkapital. 

  • Wer erhält im Falle meines Todes Leistungen aus der Pensionskasse?

    Das Gesetz sowie das Reglement Ihrer Pensionskasse bestimmen, wer bei einem Todesfall Anspruch auf Leistungen hat. Die Leistungen werden in Form einer Rente und / oder – je nach Reglement – eines Todesfallkapitals ausbezahlt und gehen primär an Ehegatten, Lebenspartner und die Waisen.

    Sind weder Ehegatten, Lebenspartner noch Waisen vorhanden, sieht die gesetzliche Begünstigungsordnung allenfalls eine Begünstigung weiterer Personen in folgender Reihe vor:

    • Natürliche Personen, die vom Verstorbenen in erheblichem Masse unterstützt wurden, oder die Person, die mit dem Verstorbenen in den letzten fünf Jahren bis zu seinem Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft geführt hat oder die für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamer Kinder aufkommen muss
    • Kinder, die nicht die Voraussetzungen unter Punkt 1 erfüllen, Eltern und Geschwister
    • Übrige gesetzliche Erben

    Für Fälle, die über die gesetzliche Begünstigungsordnung hinausgehen, kann die Pensionskasse individuell weiter gehende Bestimmungen in ihrem Reglement festhalten – erkundigen Sie sich, welche Regelungen für Sie zutreffen.

  • Sind Ehegatten, Lebenspartner und Kinder im Falle eines Todes abgesichert?

    Stirbt eine versicherte Person, sind aufgrund gesetzlicher und reglementarischer Bestimmungen der Pensionskasse folgende Leistungen denkbar:

    • Ehegattenrente - gilt auch bei eingetragener Partnerschaft 
    • Lebenspartnerrente 
    • Todesfallkapital 
    • Waisenrenten 

    Wie die Leistungen tatsächlich aussehen und welche Bedingungen einen Anspruch rechtfertigen, ist von Pensionskasse zu Pensionskasse verschieden. Leben Sie in einer Lebenspartnerschaft (nicht verheiratet, keine eingetragene Partnerschaft), müssen Sie darauf achten, ob eine Lebenspartnerrente überhaupt versichert ist. Ist sie dies nicht oder nur ungenügend, schützen Sie Ihren Lebenspartner bzw. Ihre Lebenspartnerin mit einer privaten Todesfallversicherung.

    Zur Todesfallversicherung

     

  • Welche Leistungen erhalte ich von meiner Pensionskasse bei Invalidität?

    Die Pensionskasse zahlt Ihnen eine Invalidenrente aus. Die Höhe richtet sich nach dem Reglement.

     Bei unterstützungsberechtigten Kindern haben Sie gemäss BVG zudem Anspruch auf eine Invaliden-Kinderrente in Höhe von 20 % Ihrer Invalidenrente. Unterstützungsberechtigt sind Kinder

    • bis zum vollendeten 18. Lebensjahr 
    • bis zum vollendeten 25. Lebensjahr, wenn sie noch in Ausbildung sind 
    • bis zur Erlangung der Erwerbsfähigkeit aber maximal bis zum vollendeten 25. Lebensjahr, wenn sie einen Invaliditätsgrad von 70 % oder mehr aufweisen.