Bild: Keystone-SDA

Ferien mit dem Wohnmobil: Hier lauern die Gefahren

05.07.2022

Ferien mit dem Camper liegen im Trend. Doch damit steigt auch die Unfallgefahr im Sommer – derjenigen Saison mit dem ohnehin bereits höchsten Unfallvorkommen. Der Unfallforscher der AXA sagt, welches die grössten Risiken sind.

Immer mehr Ferienhungrige nutzen für die Fahrt in die Ferien die eigenen vier Räder, erst recht seit der Coronapandemie. Die AXA, die grösste Schweizer Motorfahrzeugversicherung, verzeichnet in ihrem Bestand mehr Wohnmotorwagen – dazu zählen kompakte Campingbusse sowie grössere Camper und Wohnmobile – denn je: Um mehr als 40 Prozent hat ihr Anteil seit 2015 zugenommen. Doch mit dem höheren Verkehrsaufkommen steigt auch die Unfallgefahr im Sommer – der Saison, in der ohnehin die meisten Unfälle verzeichnet werden. Die Unfallstatistik der AXA zeigt im Sommer und Herbst rund 13 Prozent mehr Kollisionen von Personenwagen, bei den Wohnmotorwagen sind es sogar 91 Prozent mehr.

Grosses Fahrzeug, anderes Fahrverhalten

Die gegenüber handelsüblichen Personenwagen massigen Wohnmotorwagen bergen so einige Tücken, gerade für ungeübte Lenkerinnen und Lenker. So unterscheidet sich das Fahrverhalten aufgrund der Grösse, des Gewichts und der Schwerpunkthöhe teils stark von Personenwagen. Diese Unterschiede zeigen sich in der Unfallstatistik: «Bei den Wohnmotorwagen verzeichnen wir gegenüber Personenwagen rund 33 Prozent mehr Unfälle beim Rückwärtsfahren und 150 Prozent mehr Streifkollisionen, was sicherlich mit der Grösse und der Unübersichtlichkeit der Fahrzeuge zusammenhängt», erklärt Michael Pfäffli, Leiter Unfallforschung und Prävention bei der AXA. Er rät daher, sich vor der Fahrt unbedingt ausreichend mit dem Fahrzeug vertraut zu machen.

Richtig Laden will gelernt sein

Vorsicht geboten ist auch beim Beladen der Wohnmobile. Michael Pfäffli hält Campierende an, die Fahrzeuge nicht zu überladen. Das könnte sich speziell bei einer ungleichmässigen Verteilung der Ladung negativ auf das Fahrverhalten auswirken – und ist überdies strafbar. «Eine kurze Ablenkung kann ausreichen, um zeitweilig die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren. Denn trotz viel Stauraum verfügen die grossen Wohnmotorwagen häufig über eine verhältnismässig geringe Nutzlast. Eine vierköpfige Familie kommt beispielsweise schnell auf 400 bis 500 Kilogramm und reizt die Nutzlast damit schon maximal aus», so der Unfallforscher. Besonders riskant ist zudem, dass viele Automobilisten – 44 Prozent sind es gemäss AXA Mobilitätsstudie 2021 – aus Rücksicht auf ihre Ladung auf eine Vollbremsung verzichten. Dieses gefährliche Verhalten kann zu Kollisionen führen, die eigentlich hätten vermieden werden können.

Mensch und Tier korrekt sichern

Gefahrenstellen zeigen sich überdies bei der Personen- und Tiersicherung. Während der Fahrt auf dem Beifahrersitz die Füsse aufs Armaturenbrett hochzulegen, ist gerade bei längeren Reisen beliebt – rund 30 Prozent haben dies gemäss Mobilitätsstudie bereits getan. Gleiches gilt für die ungenügende Sicherung von Haustieren, die von 41 Prozent der Probanden auf dem Beifahrersitz oder den Rücksitzen mitgeführt werden. «Beides mag bequem sein, doch es birgt grosses Verletzungspotenzial für Mensch und Tier,» warnt Michael Pfäffli. Denn wenn es tatsächlich zu einer Kollision kommt, bieten insbesondere grössere Wohnmotorwagen im Vergleich zu Personenwagen nur einen geringen Insassenschutz, wie die letztjährigen Crashtests der AXA gezeigt haben.

Immerhin: Der AXA werden 66 Prozent weniger Vortrittsmissachtungen und nur halb so viele Auffahrkollisionen gemeldet, die durch Lenkerinnen und Lenker von Wohnmobilen verursacht werden. Dies legt den Schluss nahe, dass diese aufgrund der Anatomie ihrer Fahrzeuge zwar häufiger von Kleinschäden betroffen sind, schwere Unfälle aber besser zu vermeiden wissen. Pfäffli sieht hier durchaus einen Zusammenhang, wenngleich die Aussage mit Vorsicht zu geniessen sei: «Ob Lenkerinnen und Lenker von Wohnmotorwagen sicherer fahren, kann nicht pauschal bestätigt werden. Doch sie scheinen gewisse Risikoaspekte tatsächlich bewusster wahrzunehmen», so seine Folgerung.

Über die AXA

Rund zwei Millionen Kundinnen und Kunden in der Schweiz vertrauen auf die Expertise der AXA in der Personen-, Sach-, Haftpflicht-, Rechtsschutz- und Lebensversicherung sowie in der Gesundheits- und beruflichen Vorsorge. Mit innovativen Produkten und Dienstleistungen rund um Mobilität, Gesundheit, Vorsorge und Unternehmertum sowie einfachen, digitalen Prozessen steht die AXA ihren Kundinnen und Kunden als Partnerin zur Seite und ermutigt sie mit ihrem Markenversprechen «Know You Can», auch in herausfordernden Situationen an sich selbst zu glauben. Dafür setzen sich rund 4500 Mitarbeitende sowie die 3000 Kolleginnen und Kollegen im Vertrieb persönlich ein. Mit über 340 Geschäftsstellen verfügt die AXA über das schweizweit grösste Vertriebsnetz in der Versicherungsbranche. Die AXA Schweiz gehört zur AXA Gruppe und erzielte 2021 ein Geschäftsvolumen von CHF 5,5 Mia.

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