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Vorsorge

Lohnausfall muss kein Familienrisiko sein

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Neben Arbeitslosigkeit gibt es auch andere Gründe für einen Erwerbsausfall – beispielsweise. Krankheit oder Unfall. Vom Lohnausfall eines Ehepartners ist meistens die ganze Familie betroffen. Was bedeutet das für die Angehörigen und was ist zu tun?

Was bedeutet es für die Familie, wenn ein Ehepartner (Hauptverdiener) aufgrund von Erwerbsunfähigkeit arbeitslos wird?

Pierre Morel: Ob die Partner verheiratet sind oder nicht, ist nicht entscheidend. Die gesetzliche Deckung ist in beiden Fällen gleich: In der Schweiz gibt es die 1. und die 2. Säule, die ca. 60 Prozent des Lohnausfalls abdecken sollten. Falls das Paar gemeinsame Kinder hat, kann auch eine Invaliden-Kinderrente dazukommen. Falls es zu einer Invalidität kommt, hängt die Leistung stark von der BVG-Lösung des Arbeitgebers ab. Deckt dieser nur das gesetzlich vorgeschriebene Minimum in der 2. Säule ab, so wird es zu erheblichen Einkommenseinbussen kommen – und somit zu einer empfindlichen Kürzung des Haushaltsbudgets der Familie.

Welche Leistungen sind im Todesfall eines Partners zu erwarten?

Bei Todesfällen gilt ein anderes Recht: Hier unterscheidet der Gesetzgeber zwischen Ehe und Konkubinat. Nur wenn das Paar verheiratet war, wird in der 1. Säule eine Witwen- oder Witwerrente ausgezahlt. Und selbst hier gelten noch Einschränkungen: Nur wenn der hinterbliebene Partner oder die Partnerin mindestens ein unterhaltspflichtiges Kind zu versorgen hat oder beim Zeitpunkt der Verwitwung mindestens 45 Jahre alt und die Partner mindestens 5 Jahre verheiratet waren, hat der hinterbliebene Ehepartner ein Anrecht auf eine Rente. Aber Konkubinatspartner müssen nicht völlig zurückbleiben: Wenn der Konkubinatspartner über den Arbeitgeber angemeldet wurde, können sich über die 2. Säule Zahlungsansprüche ergeben.

Im Falle einer Scheidung: Hat der hinterlassene Partner Anspruch auf eine Witwen- oder Witwerrente?

In bestimmten Fällen hat der geschiedene Partner tatsächlich Anspruch auf eine Witwen- oder Witwerrente. Die Bedingungen für diesen Leistungsanspruch sind in der 1. Säule (AHV) anders als in der 2. Säule (BVG). Deshalb ist es sehr wichtig, bei einer Änderung des Familienstands eine persönliche Vorsorgeanalyse vorzunehmen. Ihr Vorsorgeberater kann beurteilen, worauf Sie, bzw. Ihre Kinder Anspruch haben und wie Sie allfällige Vorsorgelücken schliessen können.

Wie sieht die Absicherung für die Kinder eines Verstorbenen aus?

Für Kinder gibt es über die 1.und 2. Säule Ansprüche an eine Waisenrente. Hier gilt, dass der Anspruch bis zum Eintritt in die Volljährigkeit, also bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, besteht. Im Fall, dass der oder die Jugendliche sich noch in der Ausbildung befindet, wird die Zahlung bis zum Alter von maximal 25 Jahren fortgesetzt. Das gilt unabhängig vom Rentenanspruch des hinterbliebenen Elternteils. Im tragischen Fall, dass beide Eltern sterben, besteht ein Anspruch auf zwei Waisenrenten.

Welche finanziellen Risiken können sich noch ergeben, die man durch private Vorsorge abdecken sollte?

Wie bereits erwähnt, muss man damit rechnen, im Invaliditätsfall nur 60 Prozent des letzten Gehalts ausgezahlt zu bekommen. Bei Wohneigentümern kann es gut sein, dass dieses Einkommen nicht mehr ausreicht, um die laufenden Wohnkosten zu decken. Eine Rentenversicherung für Invalidität im Rahmen der privaten Vorsorge würde ein Einkommen ermöglichen, damit die Hypothekarkredit-Richtlinien weiterhin eingehalten sind. Die private Vorsorge kann im Todesfall auch für die Angehörigen wichtig sein. Beispielsweise gibt es Vorsorgeprodukte, die sicherstellen, dass die Kinder ihr Studium fortsetzen und andere finanzielle Verpflichtungen eingehalten werden können.

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    Pierre Morel

    ist Leiter der Generalagentur Vorsorge und Vermögen in Lausanne. Er beantwortet unsere Fragen rund um das Thema Altersvorsorge und gibt hilfreiche Tipps, wie man seine Familie optimal absichert.

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Die Säulen 3a und 3b. Was decken sie ab?

  • Neben der staatlichen 1. Säule und der beruflichen 2.  Säule gibt es als private Vorsorge die 3. Säule. Sie ist freiwillig und trennt sich in die Säule 3a und in die Säule 3b.
  • Die gebundene Vorsorge 3a ist eine langfristig festgelegte Altersvorsorge, die attraktive Steuervergünstigungen bis zu CHF 2 000.– pro Jahr ermöglicht. Zusätzlich wird bei der Auszahlung nicht die reguläre Einkommenssteuer berechnet, sondern ein günstigerer Steuersatz.
  • Ein Arbeitnehmer kann derzeit freiwillig bis zu CHF 6 768.– jährlich in die Säule 3a einzahlen
  • Die Säule 3a ist als langfristig ausgerichtete Sicherstellung des Lebensstandards im Pensionsalter oder als Absicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit gedacht.
  • Die flexible Vorsorge 3b hat keine gesetzlich vorgegebene Laufzeit oder Auflagen bezüglich Einzahlungen, Verfügbarkeit und Begünstigungen. Es gibt Steuerermässigungen unter Einhaltung gewisser Bedingungen.
  • Es gibt bei der Säule 3b keine Einschränkungen, was die Einzahlungshöhen angeht. Auch die Auszahlungen sind frei wählbar. Begünstigte Personen im Todesfall sind frei wählbar und flexibel änderbar.
  • Die Säule 3b kann Vorsorgelücken schliessen, oder auch Grundlage für einen sicheren Kapitalaufbau bilden.

 

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