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AXA Wechselreport: Hier wird in der Grundversicherung am meisten gespart

14.06.2023

Mit dem Wechsel der Grundversicherung haben Erwachsene im Jahr 2023 durchschnittlich 549 Franken an Krankenkassenprämien einsparen können – am meisten in den Kantonen Basel-Stadt, Genf und Waadt, die 19 bis 25-Jährigen und Frauen. Auch für 2024 zeichnet sich ein signifikantes Sparpotenzial und eine hohe Wechselbereitschaft ab. Die AXA liefert erstmalig im Schweizer Versicherungsmarkt Erkenntnisse zum tatsächlichen Wechselverhalten anhand realer Wechseldaten. Das «Splitting» von Grund- und Zusatzversicherungen nimmt weiter zu.

Rund jede und jeder siebte Erwachsene hat im letzten Jahr einen Wechsel in der Grundversicherung vorgenommen und damit gemäss der neusten Studie der AXA je nach Altersklasse und Kanton über 1'000 Franken gespart. Für 2024 ist eine ähnlich hohe Wechselbereitschaft absehbar und damit verbunden ein signifikantes Sparpotenzial für die betroffenen Haushalte.

Finanziell am attraktivsten: Kasse, Modell und Franchise wechseln

Die höchste Prämienersparnis bringt gemäss AXA Studie der Wechsel des Anbieters der Grundversicherung, verbunden mit einer Erhöhung der Franchise und einem Wechsel des Versicherungsmodells. Wechselt also beispielsweise eine im Modell der freien Arztwahl versicherte Person mit einer tiefen Franchise beim Anbieter A zu Anbieter B und schliesst dort mit einer höheren Franchise in einem alternativen Versicherungsmodell ab (dazu zählen alle Modelle mit einer fixen ersten Anlaufstelle, wie z.B. Telemedizin, Hausarzt oder HMO-Praxis), spart sie im Durchschnitt 1'633 Franken pro Jahr – eine viermal höhere Ersparnis im Gegensatz zu einem reinen Kassenwechsel bei gleichbleibendem Modell und gleicher Franchise.

In der Westschweiz und im Tessin wird stärker optimiert

Nicht alle Schweizerinnen und Schweizer waren gleich optimierungsfreudig: Wenn Versicherte aus der italienischen und französischen Schweiz im letzten Herbst ihre Krankenkasse gewechselt haben, dann haben sie dabei konsequenter optimiert als diejenigen aus der Deutschschweiz. Die Bewohnerinnen und Bewohner aus der Romandie und dem Tessin wählten deutlich häufiger nicht nur eine neue Kasse, sondern wechselten auch in ein neues Versicherungsmodell und passten ihre Franchise an.

In Basel-Stadt, Genf und Waadt wurde am meisten gespart

Die durchschnittlich höchste Prämienersparnis (637 Franken) macht die Studie der AXA im Kanton Genf aus, dicht gefolgt vom Kanton Basel-Stadt mit 618 Franken. Diese Kantone verfügen auch insgesamt über ein hohes Prämienniveau in der Grundversicherung. Ebenfalls deutlich Prämien sparen konnten Wechslerinnen und Wechsler in den Kantonen Waadt (582 Franken), Wallis (548 Franken), Tessin (542 Franken), Neuenburg (530 Franken), Basel-Land (513 Franken) und Jura (510 Franken). Am kleinsten waren die Kosteneinsparungen gemäss der AXA Studie im Kanton Uri mit 305 Franken.

Höchste Ersparnis bei jungen Erwachsenen – trotz deutlich tieferer Prämien

Besonders deutlich zeigt sich der Unterschied in der Prämienreduktion bei jungen Erwachsenen unter 25 Jahren. Frauen sparen hier durchschnittlich pro Kopf und Jahr 639 Franken, Männer 594 Franken. Warum erzielen junge Erwachsene (19 bis 25-Jährige) trotz tieferer Durchschnittsprämie (ca. 70 Prozent gegenüber Erwachsenenprämien) eine so viel höhere Prämienreduktion als über 26-Jährige? «Eine Begründung dürfte in der lebensphasenbezogenen, höheren Preissensitivität liegen», erklärt Niklas Elser das Resultat. Menschen von 19 bis 25 Jahren seien häufig noch in der Ausbildung oder im Studium und müssten daher stärker auf ihre Ausgaben achten als viele ihrer älteren Mitstreiterinnen und Mitstreiter.

Meiste Wechsel zur KPT, höchste Prämienersparnis mit Wechsel zu Atupri

Die Studie der AXA Schweiz liefert nebst den für die einzelnen Haushalte relevanten Fakten rund um den Prämienherbst 2022 auch erstmalig für die Branche reale Resultate zu den Wechselbewegungen von Kasse zu Kasse: Am meisten Neukundinnen und -kunden angezogen hat die Berner KPT. Am meisten gespart wurde über alle Grundversicherer hinweg betrachtet mit einem Wechsel zur Atupri – durchschnittlich 670 Franken im Jahr, unabhängig von Modell und Franchise.

Zusehen ist keine Option mehr

Das BAG und Branchenkenner sagen auch für das kommende Jahr weiter stark steigende Grundversicherungsprämien voraus. Erneut ist die Rede von einem «Prämienschock». In Kombination mit der hohen gesellschaftlichen Relevanz dürfte dies gemäss Experten der AXA im Herbst 2023 mit hoher Wahrscheinlichkeit zu vielen Wechseln in der Krankenversicherung führen. «Der politisch gewollte ‹regulierte Wettbewerb› wird auch dieses Jahr in der Grundversicherung zum Tragen kommen, es wird viel Bewegung im Markt geben. Die Prämien sind mittlerweile auf einem Niveau angekommen, bei dem Zusehen für immer mehr Personen keine Option mehr ist», sagt Niklas Elser, Leiter Gesundheitsvorsorge bei der AXA Schweiz.

Trend des Splittings dürfte sich beschleunigen

Auch das sogenannte Splitting, das Aufteilen von Grund- und Zusatzversicherung auf verschiedene Anbieter, wird immer attraktiver und hat deutlich zugenommen. Dies zeigen die Daten der neuesten Accenture-Studie. Splitting und Splittingbereitschaft liegen in der Altersgruppe der 19- bis 44-Jährigen bereits deutlich über 50 Prozent. So haben Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz erkannt, dass sie auch mit dem Aufteilen von Grund- und Zusatzversicherungen auf verschiedene Anbieter ihre Kosten oft weiter optimieren können. Rund jede und jeder Vierte hat per 2023 seine Grund- und Zusatzversicherungen nicht mehr beim gleichen Anbieter. Das sind zehn Prozent mehr als noch im letzten Jahr. «Wir gehen davon aus, dass sich mit den weiter steigenden Prämien in der Grundversicherung auch der Trend des Splittings weiter fortsetzen und wahrscheinlich noch beschleunigen wird. In der Grundversicherung, in der die Angebote der Krankenversicherer sehr ähnlich und meist austauschbar sind, wird nach dem Preis optimiert; in der Zusatzversicherung, in der sich die Angebote oft unterscheiden, wird nach Qualität und individuellen Präferenzen ausgewählt. Diese Strategie spricht offensichtlich immer mehr Personen an», so Niklas Elser.

Über die Studie

Der AXA Wechselreport liefert im Schweizer Versicherungsmarkt Erkenntnisse zum tatsächlichen Wechselverhalten in der obligatorischen Grundversicherung nach KVG. Grundlage sind über 37’000 Grundversicherungswechsel, die über den AXA Wechselservice für bei der AXA zusatzversicherte Personen im Herbst 2022 durchgeführt wurden und zu einer Ersparnis in den Prämien für das Jahr 2023 geführt haben.

Über die AXA

Rund zwei Millionen Kundinnen und Kunden in der Schweiz vertrauen auf die Expertise der AXA in der Personen-, Sach-, Haftpflicht-, Rechtsschutz- und Lebensversicherung sowie in der Gesundheits- und beruflichen Vorsorge. Mit innovativen Produkten und Dienstleistungen rund um Mobilität, Gesundheit, Vorsorge und Unternehmertum sowie einfachen, digitalen Prozessen steht die AXA ihren Kundinnen und Kunden als Partnerin zur Seite und ermutigt sie mit ihrem Markenversprechen «Know You Can», auch in herausfordernden Situationen an sich selbst zu glauben. Dafür setzen sich rund 4500 Mitarbeitende sowie die 3000 Kolleginnen und Kollegen im Vertrieb persönlich ein. Mit über 340 Geschäftsstellen verfügt die AXA über das schweizweit grösste Vertriebsnetz in der Versicherungsbranche. Die AXA Schweiz gehört zur AXA Gruppe und erzielte 2022 ein Geschäftsvolumen von CHF 5,6 Mia.

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