Eine Frau sitzt am Tisch vor dem Laptop und hat Ihr Handy in der Hand. Sie hält sich die Stirn und sieht erschöpft aus.

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Mind Health Report: Schweizerinnen und Schweizer setzen bei psychischen Problemen auf KI

03.06.2026

Gemäss dem aktuellen Mind Health Report der AXA Gruppe hat in der Schweiz jede vierte Person mit psychischen Problemen zu kämpfen. Zwei von drei Befragten gaben an, dass die Bildschirmzeit ihre Psyche negativ beeinflusst – und doch sind KI-Tools bei psychischen Gesundheitsthemen bei der Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer hoch im Kurs.

Mentale Gesundheit ist eine wichtige Grundlage für unser Wohlbefinden. Um festzustellen, wie es um diese steht, führt die AXA jährlich die «Mind Health Study» durch. Von den 1000 Studienteilnehmenden, die in der Schweiz befragt wurden, gab jede vierte Person an, unter einer psychischen Erkrankung zu leiden, wobei Depressionen und Angststörungen am häufigsten genannt wurden (12 %, bzw. 9 %). Mit 39 Prozent ist die Altersgruppe zwischen 18 und 24 Jahren am stärksten betroffen. Im Vergleich zum Vorjahr (38 %) ist dieser Wert auf hohem Niveau stabil geblieben. An zweiter Stelle (30 %) stehen die 45-bis 54-Jährigen, gefolgt von den 25- bis 34-Jährigen mit 25 Prozent. Am wenigsten von psychischen Erkrankungen betroffen sind laut Angabe der Befragten die Altersgruppen zwischen 35–44 Jahren (23 %) und Personen ab 55 Jahren (19 %).  Bei den 25- bis 34-Jährigen, wie auch bei der Altersgruppe zwischen 35-44 Jahren lässt sich im Vergleich zur letztjährigen Befragung eine Verbesserung feststellen (36% bzw. 32 %), wobei sich die mentale Gesundheit der Personen ab 55 Jahren im Vergleich zum Vorjahr etwas verschlechtert hat (19 vs. 14 %).  

Zukunftsängste und soziale Medien als Belastung

Doch welche Faktoren tragen zur Verschlechterung der psychischen Gesundheit der Schweizerinnen und Schweizer bei? Mit 43 Prozent gab der Grossteil der Befragten an, die Ungewissheit über die Zukunft als belastend wahrzunehmen. Auch finanzielle Sorgen und die Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt machen vielen zu schaffen (42 %). Zusätzlich schlagen die ständige Belastung durch negative Medienberichterstattung (35 %), soziale und politische Unruhen (35 %) und die geopolitische Instabilität (34 %) den Befragten aufs Gemüt.  Bemerkenswert ist zudem, dass jede vierte Person (28 %) berichtete, dass die sozialen Medien ihre psychische Gesundheit beeinträchtigen.

Bildschirmzeit sorgt für schlechtere Schlafqualität

Zwei von drei Befragten gaben an, die negativen Auswirkungen ihrer Bildschirmzeit auf ihr tägliches Leben wahrzunehmen. In der Altersgruppe zwischen 18 und 24 Jahren stimmten dieser Aussage mit 93 Prozent fast alle Befragten zu. Mit zunehmendem Alter nimmt die negative Wahrnehmung der Bildschirmzeit kontinuierlich ab und ab 55 Jahren nehmen noch 46 Prozent deren Auswirkungen als negativ wahr. Laut Aussagen der Studienteilnehmenden wirkt sich diese am häufigsten negativ auf die Schlafqualität (44 %), die Konzentration (42 %), die körperliche Aktivität (39 %) und die generelle Stimmungslage (38 %) aus.

KI als Anlaufstelle bei psychischen Problemen

Nicht alle von psychischen Problemen betroffenen Personen in der Schweiz sind bereit, sich professionelle Hilfe zu holen. Dies hat gemäss Umfrage verschiedene Gründe. An erster Stelle steht mit 45 Prozent die Annahme, dass dies nicht notwendig ist. Auch die Kosten werden mit 35 Prozent von den Betroffenen als Grund genannt, auf professionelle Unterstützung zu verzichten.

Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, für mentale Gesundheitsthemen regelmässig oder zumindest gelegentlich KI-Anwendungen zu nutzen (55 %). Am häufigsten werden KI-Tools dazu gebraucht, sich über die eigene psychische Gesundheit zu informieren (37 %) oder für die Suche nach Ratschlägen, um andere Personen in Bezug auf ihre mentale Gesundheit zu unterstützen (36 %). Ein Drittel der Befragten nutzt die künstliche Intelligenz zur Ermittlung geeigneter Massnahmen, um die mentale Gesundheit selbst in den Griff zu bekommen.

Über die Studie 

In Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Ipsos hat die AXA Anfang 2026 19’000 Personen zwischen 18 und 75 Jahren aus 18 Ländern mittels Online-Fragebogen zu ihrem mentalen Wohlbefinden befragt – darunter 1‘000 Personen in der Schweiz.

Medienmitteilung der AXA Gruppe (englisch)

 

Über die AXA

Rund zwei Millionen Kundinnen und Kunden in der Schweiz vertrauen auf die Expertise der AXA in der Personen-, Sach-, Haftpflicht-, Rechtsschutz- und Lebensversicherung sowie in der Gesundheits- und beruflichen Vorsorge. Mit innovativen Produkten und Dienstleistungen rund um Mobilität, Gesundheit, Vorsorge und Unternehmertum sowie einfachen, digitalen Prozessen steht die AXA ihren Kundinnen und Kunden als Partnerin zur Seite und ermutigt sie mit ihrem Markenversprechen «Know You Can», auch in herausfordernden Situationen an sich selbst zu glauben. Dafür setzen sich rund 4700 Mitarbeitende sowie 3100 Kolleginnen und Kollegen im Vertrieb persönlich ein. Mit über 340 Geschäftsstellen verfügt die AXA über das schweizweit grösste Vertriebsnetz in der Versicherungsbranche. Die AXA Schweiz gehört zur AXA Gruppe und erzielte 2025 ein Geschäftsvolumen von CHF 6,6 Mia.