Vorsorge & Gesundheit

Keine Altersvorsorge ohne 3. Säule

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Tiefe Zinsen, politische Unsicherheiten, Wachstumsverlangsamung und demografische Entwicklung: Das belastet die Schweizer Vorsorgewerke und damit auch die Altersguthaben der Versicherten. Angesichts des Reformstaus in der 1. und 2. Säule gewinnt die private Vorsorge an Bedeutung.

Ein Vermögen von 50000 Franken vermehrte sich 1992 auf einem konventionellen Sparkonto innerhalb eines Jahres um 2600 Fr. Sagenhafte 5,2 Prozent Zins schrieben die Banken ihren Kunden damals gut. 1992 liegt nicht lange zurück und doch war es eine andere Welt. Heute gewähren Banken bloss noch zwischen 0 und 0,25%. Zugegeben. Der Vergleich hinkt etwas und so ganz risikolos war ein Sparkonto in den 1990er Jahren auch nicht, damals während der Schweizer Immobilienkrise. Denn als die Nationalbank die Leitzinsen erhöhte, um die Immobilienspekulation einzudämmen, platzte die Blase und die Banken kollabierten reihum.

Zurück in die Gegenwart. Am aktuellen Tiefzinsumfeld wird sich so rasch nichts ändern – im Gegenteil. In Italien hat sich endlich wieder eine Regierung gefunden, deren Halbwertszeit allerdings ungewiss ist, im Vereinigten Königreich treibt Brexit-Premier Boris Johnson das Parlament vor sich her und in Deutschland, dem europäischen Wirtschaftsmotor, droht eine Rezession. 

Alternativen und Reformen

Lang andauernde Tiefzinsphasen bereiten besonders den Pensionskassen Kopfzerbrechen. Denn nach der Pensionierung sollten 1. und 2. Säule ein Renteneinkommen von rund 60% des letzten Lohnes garantieren. Besonders die zweite Säule steuert aber immer weniger dazu bei, da sich die Verzinsung auf den Altersguthaben und der Umwandlungssatz im Überobligatorium stetig reduzieren. Kombiniert mit der gestiegenen Lebenserwartung – im Alter von 65 Jahren liegt sie heute mehr als 3 Jahre (Männer) beziehungsweise 2 Jahre (Frauen) höher als noch 1998 – wird es zunehmend schwieriger, diesen Wert zu erreichen. Es braucht also Alternativen, um die Vorsorgelücken zu schliessen – und Reformen. 

«Wir haben ohnehin schon viele Umverteilungen, jetzt legen wir noch eine Schippe drauf.»

Martin Eling, Professor für Versicherungsmanagement an der Universität St. Gallen

Doch das jüngst von Arbeitgeberverband und Gewerkschaften ausgehandelte Paket in der beruflichen Vorsorge stösst auf Kritik. Martin Eling, Professor für Versicherungsmanagement an der Universität St. Gallen, spricht von einer «schrägen» Reform. «Der Reformvorschlag weicht das Grundprinzip einer solidarischen, im Umlageverfahren finanzierten AHV und einer nicht solidarischen, individuell finanzierten beruflichen Vorsorge im Kapitaldeckungsverfahren weiter auf. Wir haben ohnehin schon viele Umverteilungen, jetzt legen wir noch eine Schippe drauf.»

Reformstau, ein Tiefzinsumfeld, das voraussichtlich noch lange währt und Menschen, die immer länger leben: Ein toxischer Cocktail für die berufliche Altersvorsorge. In dieser Gemengelage gewinnt die steuerbegünstigte private Vorsorge, die Säule 3a, an Bedeutung. Mit ihr lässt sich die Vorsorgelücke relativ einfach schliessen.

Mehr Geld in der privaten Vorsorge

Ja, aber, sagt Vorsorgeexperte Eling. In manchen Fällen ist auch die Einzahlung in die Pensionskasse attraktiv, in anderen ist die Säule 3a das bessere Modell. Das hängt im Wesentlichen vom Deckungsgrad der Pensionskasse und der Vermögenssituation jedes Einzelnen ab. Eine Studie von AXA Investment Managers hat vor kurzem jedoch gezeigt, dass die Säule 3a das beliebteste Vehikel ist, um Vorsorgelücken zu schliessen. 

Und es fliesst immer mehr Geld in die private Vorsorge. Gemäss den Zahlen des Bundesamtes für Sozialversicherungen sind die Vorsorgegelder in der Säule 3a zwischen 2013 und 2017 jährlich rund 3,2 Prozent gestiegen auf mittlerweile mehr als 103 Milliarden Franken. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der AXA. «Seit 2004 hat sich das Volumen der 3a-Vorsorgegelder im Durchschnitt jährlich um mehr als 4,3 Prozent erhöht auf 6,7 Milliarden Franken per Ende 2018», sagt Lukas Kienast, Leiter Produktmanagement Private Vorsorge.

«Wer seine Vorsorge vorausschauend plant, der sollte mindestens bei einem Teil seines Vorsorgesparens auf Aktien setzen.»

Lukas Kienast, Leiter Produktmanagement Private Vorsorge

Der Zinseffekt spielt auch bei der dritten Säule eine wesentliche Rolle. Trotz der Tiefstzinsen setzen die meisten Personen mit einer 3a-Vorsorgelösung auf ein herkömmliches Konto, das derzeit kaum verzinst wird. «Wer seine Vorsorge vorausschauend plant, der sollte mindestens bei einem Teil seines Vorsorgesparens auf Aktien setzen», sagt Kienast. «Denn diese werfen historisch gesehen die höchste Rendite ab. Bei längerem Anlagehorizont und breiter Diversifikation sind die Risiken tragbar, vor allem auch wenn regelmässig einbezahlt wird». Teuerungsbereinigt beträgt die jährliche Rendite von Schweizer Aktien gemäss Pictet 7,4 Prozent. Kienast: «Die AXA hat im September deshalb die neue 3a-Vorsorge-Lösung SmartFlex lanciert, die stärker auf Aktienfonds basiert und sich damit von der Abhängigkeit der Zinsen emanzipiert.» (siehe Box)

Ist Sparen mit Aktien also alternativlos? «Nicht unbedingt», sagt Eling von der Universität St. Gallen. «Aktien sollten zwingend Teil eines langfristig orientierten Anlageportfolios sein. Nebst Aktien gibt es aber weitere interessante Anlagemöglichkeiten, gerade auch für langfristig orientierte Investoren.» Der St. Galler Professor wirft die immer mal wieder aufkommende Idee von Infrastrukturinvestitionen in die Waagschale. «Die Diskussionen um die SBB zeigen, dass hier ein grosser Finanzbedarf besteht, der mit langfristigen Vorsorgegeldern finanziert werden kann», so Eling. Am Ende gilt: Die Mischung macht’s. «Aus meiner Sicht werden die Anlagemöglichkeiten, die es global gibt, aber noch recht unzureichend genutzt», sagt Eling. Klar ist: An der Säule 3a führt im heutigen drei-Säulen-System kein Weg vorbei.

Was ist SmartFlex?

Die AXA hat im September das neue 3a-Vorsorge-Produkt SmartFlex lanciert. Angesichts des Tiefzinsumfeldes basiert es stärker auf Aktienfonds und kann sich damit von der Abhängigkeit der Zinsen emanzipieren. Trotzdem geniesst der Sicherheitsfaktor einen hohen Stellenwert. Die Vorsorgegelder im SmartFlex werden in ein gesetzlich gesichertes Sicherheits- und ein aktienbasiertes Ertragsguthaben aufgeteilt. Kunden wählen selbst, welcher Anteil ihrer Prämie abgesichert werden soll und welcher Teil ins Ertragsguthaben fliesst. Zudem kann dieser Split jederzeit und kostenlos angepasst und mit einfachen Sicherheitsoptionen ausgestattet werden.

Weitere Informationen zu SmartFlex finden finden sie auf der Website.

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