Vorsorge

Vorsorge: Was zählt beim Erwerb von Wohneigentum?

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Severine und Raphaël haben in Renens für sich und ihre beiden Söhne ein Nest gebaut. Die hübsche Eigentumswohnung schafft Raum und Zeit für die Familie und ist Spiel- und Erholungsoase zugleich.

Was bedeutet der Familie aus der Westschweiz ihr Eigenheim? Antworten im Video:

5 Fragen zum Traum vom Eigenheim

Severine und Raphaël sind stolz auf ihr Eigenheim, denn wie Severine sagt, «es gehört wirklich uns». Ich frage mich: Was muss man tun für die eigenen vier Wände, welche Voraussetzungen müssen für den Kauf von Wohneigentum gegeben sein?

Markus Kaufmann, Vorsorgespezialist der AXA Winterthur, im Interview mit Verena Kosheen

Schaffe, schaffe, Häusle baue – ist das der Schweizer Traum?
Zumindest vom Häusle bauen träumen viele Schweizer. Das Wohneigentum, am liebsten in Form eines kleinen Häuschens, ist nach wie vor eine wichtige Station auf dem klassischen Weg irgendwo zwischen Ausbildung, Beruf und Familie.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit man eine Hypothek erhält?
Die Voraussetzungen sind bei Versicherungen und Banken grundsätzlich die gleichen. Bei beiden muss die Tragbarkeit gewährleistet sein. Tragbar ist das Eigenheim dann, wenn sämtliche Belastungen, die durch einen Wohneigentumskauf entstehen, mit dem vorhandenen Einkommen und Vermögen gedeckt werden können. Versicherungen und Banken rechnen stets mit einer hohen Sicherheitsmarge von 5%. Zählt man Hypothekar-, Unterhalts- und Amortisationskosten zusammen, dürfen die Gesamtkosten nicht mehr als ein Drittel des Jahreseinkommens ausmachen.

Worauf muss man achten, damit der Traum vom Eigenheim nicht platzt?
Man muss drei verschiedene Situationen bedenken: Ist die Finanzierung des Eigenheims im Todesfall, Invaliditätsfall und in der Pension gewährleistet?
Gerade die Pensionierung ist ein grosses Thema. Die Lebenserwartung steigt und 70-Jährige fühlen sich heute wie 60. Sie sind rüstig und vital und möchten ihr Eigenheim natürlich nicht aufgeben. Die meisten Pensionäre verfügen jedoch mit ihrer Rente nicht mehr über das Einkommen, das sie einst hatten. Aufgrund der restriktiven Finanzierungsauflagen bei Hypotheken kann es also sein, dass ein Haus, das man sich früher leisten konnte, in der Pension nicht mehr tragbar ist. Deswegen sollte man schon während der Erwerbstätigkeit zusätzliches Vermögen mittels Vorsorge aufbauen, um die Hypothek langfristig zurückzahlen zu können.

Wie kann man sich als Wohneigentümer bei Erwerbsausfall absichern?
Im Rahmen der individuellen Vorsorge, der 3. Säule, haben sämtliche Personen die Möglichkeit, eine ergänzende Erwerbsausfallrente – abgestimmt auf ihren Bedarf – zu versichern. Als Basis für die Bedarfsermittlung dient in der Regel eine Vorsorgeanalyse. Selbstständige oder Geschäftsführer können allenfalls auch direkt über ihre Pensionskasse auf die zu versichernde Erwerbsunfähigkeitsrente Einfluss nehmen. Im schlimmsten Falle braucht es überobligatorische Leistungen, die entweder über die 2. oder 3. Säule versichert sind.

Welchen Rat würden Sie Severine und Raphaël auf den Weg geben?
Ich würde Ihnen empfehlen, eine klare Vorsorgeanalyse zu machen. Diese sollte klären, wie viel ihnen durch ihre Vorsorge im Alter bleibt und wie die Situation im Todes- oder Invaliditätsfall aussieht. Eine Ist-Aufnahme der heutigen Vorsorgesituation würde jedes Szenario darstellen und allfällige Lücken aufzeigen. Da Severine drei verschiedene Jobs hat, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass die einzelnen Jahreseinkommen zu tief sind, um die Eintrittsschwelle der jeweiligen Pensionskassen zu erreichen und über sie versichert zu sein. Aus Vorsorgesicht wäre es natürlich ratsam, einen statt drei Jobs zu haben. Oft haben Betroffene in solchen beruflichen Situationen jedoch keine andere Wahl, Vorsorge hin oder her.

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