Gesundheit

Digital Detox: Mut zum Offline-Sein

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen ch.axa.i18.share.google Auf LinkedIn teilen Auf Xing teilen Auf Pinterest teilen Per Email teilen

Smartphones sind allgegenwärtig. Sie erleichtern das Leben. Und sie machen abhängig. Ist es Zeit, die Notbremse zu ziehen?

Das Smartphone, unser Freund und Helfer: Uhr, Agenda, Notizbuch, Telefonbuch, Navi, Fahrplan, Zeitung, CD-Sammlung, Kamera, Fotoalbum, Radio – unzählige Geräte und Funktionen vereint dieses kleine, handliche Gerät in sich. Wie praktisch! So praktisch, dass wir keinen Schritt mehr ohne unser Handy tun, keinen Tag mehr offline sind. Und unmerklich tritt eine Veränderung ein: Was erfunden wurde, um das Leben zu erleichtern, ist plötzlich auch ein Stressfaktor.

Mein Smartphone und ich: Wer bestimmt wen?

Chats, SMS, Anrufe, Push-Nachrichten: In kurzen Abständen folgt Reiz auf Reiz – und jedes Mal werden wir abgelenkt von dem, was wir gerade tun. Dazu kommt die Angst, etwas zu verpassen. Alle paar Minuten ein Blick auf den Bildschirm! Jedes Summen, jeder Ton, jedes Aufleuchten des Displays löst einen kleinen Belohnungskick aus. Und es sind längst nicht nur die Digital Natives, die bei Handy-Entzug nervös und reizbar werden. Die Smartphone-Sucht greift in allen Generationen um sich.

Bewusster Verzicht – mehr Lebensqualität?

Inzwischen gibt es auch einen Gegentrend: Im Rahmen von «Digital Detox» versuchen heute viele Menschen, die Nutzung von Online-Geräten einzuschränken. Sie nehmen sich vor, öfter im Hier und Jetzt zu leben. Und während der Wettstreit der Innovation zwischen den Smartphone-Produzenten weitergeht, gibt es nun sogar wieder «Dumbphones» auf dem Markt, also Mobiltelefone mit stark eingeschränktem Funktionsumfang. Wer nicht so weit gehen möchte, hat dennoch Möglichkeiten, sein Verhalten zu ändern. Stichwort Impulskontrolle: Man kann üben, der Verlockung durchs Handy zu widerstehen. Einige einfache Tricks helfen dabei.

7 alltagstaugliche Tipps für Digital Detox

  • Definieren Sie Smartphone-freie Zonen. Zum Beispiel Schlafzimmer oder Badezimmer. Nach der ersten Umgewöhnung werden Sie diese Freiräume geniessen!
  • Gönnen Sie sich bewusst Offline-Zeiten. Spaziergang oder Joggingrunde, Mittagspause oder Stadtbummel ohne Handy?! – Ja, das geht. Ohne Probleme.
  • Reduzieren Sie störende Signale. Flugmodus oder «lautlos» einschalten, Gruppen-Chat muten, Push-Mitteilungen deaktivieren: Ihr Gerät bietet unzählige Möglichkeiten. Nutzen Sie sie!
  • Aus den Augen, aus dem Sinn. Legen Sie das Smartphone weg – etwa in eine Schublade oder einen anderen Raum. So werden Sie einiges konzentrierter arbeiten.
  • Alles halb so wild: Die meisten Nachrichten sind nicht so dringend, dass sie sofort beantwortet werden müssten. Sammeln Sie sie und beantworten Sie dann alle aufs Mal.
  • Sagen Sie Zeitfressern den Kampf an. Erlauben Sie sich soziale Medien oder Newsportale z. B. nur noch im Zug. Oder gibt es Apps, die Sie besser gleich löschen?
  • Lagern Sie Dienste aus. Wieso nicht wieder eine Armbanduhr tragen? einen Wecker benutzen? den alten iPod Shuffle zum Fitnesstraining nehmen? So sind Sie weniger abhängig von Ihrem Smartphone.

Welche Risiken hat der Online-Lebensstil?

Dass der übermässige Gebrauch von Online-Geräten sich negativ auf Produktivität und Gesundheit auswirkt, ist inzwischen belegt – beispielsweise durch Studien der Universitäten Augsburg und Ulm. Neben körperlichen Beschwerden wie Kopf-, Nackenschmerzen oder Müdigkeit sind psychische Symptome besonders häufig: Die ständige Informationsberieselung überfordert unser Gehirn. Immer verfügbar sein, auf alles sofort reagieren, jede Erwartung erfüllen – das kann auf die Dauer nicht gut gehen. Die Folge sind Unruhe, Zerstreutheit und Konzentrationsschwierigkeiten bis hin zur völligen Überlastung. Menschen, die nicht mehr abschalten können, verwechseln Ablenkung oft mit Entspannung. Ein wenig «leere Zeit» würde ihnen besser bekommen, etwa ein einsamer Spaziergang, damit sich die Gedanken ordnen können. Stattdessen unterhalten sie sich bis spätabends. Und schlafen vielleicht sogar mit dem Smartphone in der Hand ein. Wer das Gefühl hat, ständig online sein zu müssen, sollte sich ernsthaft hinterfragen.

  • Teaser Image
    Ständig auf Trab?

    Wenn Ihr Alltag über längere Zeit ein hohes Tempo vorgibt, kann der Übergang in ein Burnout oder eine Erschöpfungsdepression fliessend sein. In unserem Blog-Artikel erfahren Sie, wie Sie dem Stress mit einfachen Mitteln entgegenwirken.

    Zum Burnout-Artikel

Verwandte Artikel

AXA & Sie

Kontakt Schaden melden Stellenangebote Medien Broker myAXA Garagen-Portal Kundenbewertungen Newsletter abonnieren

AXA weltweit

AXA weltweit

In Kontakt bleiben

DE FR IT EN Nutzungshinweise Datenschutz © {YEAR} AXA Versicherungen AG

Wir verwenden Cookies und Analyse Tools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internet-Seite zu verbessern und die Werbung von AXA und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutz