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Sicherheit und Recht

Gesetzliche Arbeitszeiterfassung flexibler geregelt

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Die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung wurde während der Industrialisierung eingeführt. Für mehr Flexibilität und weniger Bürokratie wurde sie zum 1. Januar 2016 angepasst.

Tina überprüft als Community Managerin auch am Wochenende die Facebook-Seiten ihres Unternehmens. Tom ist Account-Manager und geht immer wieder mit seinen Kunden Golf spielen, Mona ist Programmiererin und brütet oft nachts über Herausforderungen. Zugleich gehen alle drei an manchen Tagen früher, um das kranke Kind aus dem Kindergarten zu holen, zum Coiffeur zu gehen oder um ihren alternden Eltern zu helfen.

Arbeitszeitmodelle verändern sich

Althergebrachte Arbeitszeitmodelle – und damit die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung – passen häufig nicht mehr zur heutigen Arbeitswelt. Netflix-Gründer Reed Hastings meint zum Beispiel, wichtig sei, was die Mitarbeiter leisten und nicht, wie viele Stunden und Tage sie arbeiten. Daher hat Netflix die Arbeitszeit- und Ferienkontrolle komplett abgeschafft.

Zeiterfassung schafft Sicherheit

Die Arbeitszeiterfassung war aber nicht nur als Kontrollmechanismus für den Arbeitgeber gedacht, sondern auch zum Schutz der Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Durch die Zeiterfassung können gesetzliche Arbeitsvorschriften wie die wöchentliche Höchstarbeitszeit, Pausen und Ruhezeiten überprüft werden. Das Unternehmen trägt die Verantwortung dafür, dass die Angestellten die Arbeitszeit erfassen und die maximale Arbeitsdauer nicht überschritten wird. Die Schweiz hat gesetzlich nun eine Zwischenlösung geschaffen. Für manche Arbeitnehmer kann die Arbeitszeiterfassung vereinfacht oder ganz gestrichen werden.

Vereinfachung der Arbeitszeiterfassung

Bei einer Vereinfachung der Arbeitszeiterfassung muss nur die täglich geleistete Zeit erfasst werden (nicht der Beginn, die Pausen und das Ende der Arbeitszeit), und zwar, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Es besteht eine kollektive Vereinbarung zwischen dem Arbeitgeber und der Arbeitnehmervertretung. In Betrieben mit weniger als 50 Angestellten kann diese auch individuell getroffen werden.
  • Der Arbeitnehmer kann seine Aufgaben selbständig ausgestalten.

Verzicht auf Arbeitszeiterfassung

Auf die Arbeitszeiterfassung kann verzichtet werden, wenn alle folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Es besteht ein Gesamtarbeitsvertrag, der die Möglichkeit einer individuellen Ausnahmeregelung vorsieht.
  • Der Arbeitnehmer muss dem Verzicht auf Zeiterfassung schriftlich zustimmen.
  • Das Bruttojahreseinkommen des Mitarbeiters beträgt inklusive Boni über CHF 120’000.–
  • Der betroffene Arbeitnehmer verfügt bei seiner Arbeit über eine grosse Gestaltungs- und Zeitraumautonomie.

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