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Gründung und Innovation

«Gründerinnen sollten sichtbarer werden» – Sunnie Groeneveld im Gespräch

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Sunnie Groeneveld studierte Wirtschaft in den USA, arbeitete im Silicon Valley und gründete in der Schweiz ihre eigene digitale Beratungsfirma. In unserer TV-Sendung «Kampf der Ideen» besucht sie mit Pascal Mathis Schweizer Start-ups und hilft ihnen beim Durchstarten. 

Normalerweise sei ihr Start in den Tag nicht so entspannt, schildert Sunnie Groeneveld bei Kaffee und Orangensaft im Café Sphères in Zürich. «Es ist eher so, dass ich oft etwas knapp dran bin und zuerst einmal einen Sprint auf den Bus hinlege», schmunzelt die Unternehmerin. Vollgas gibt Groeneveld auch im Berufsleben. Die 29-Jährige hat an der Yale Universität Wirtschaft studiert und war danach im Silicon Valley tätig. Dort hat sie vor allem die positive Grundhaltung gegenüber Start-ups beeindruckt. «Wird dort eine neue Idee präsentiert, begrüsst man diese meist mit den Worten: Go for it», erzählt Groeneveld. Anderswo sei die erste Reaktion oft, dass Gründe dafür gesucht werden, warum etwas nicht funktionieren kann. Dies hat sie auch hierzulande erlebt. Ihrer Meinung nach würde es der Schweiz guttun, mehr Tatendrang an den Tag zu legen und neue Ideen vermehrt zu befürworten.

Die Erfolgsgeschichte von Sunnie Groeneveld in Kürze zusammenzufassen, ist schier unmöglich: Nach ihrer Tätigkeit in den USA gründete sie im Alter von 25 Jahren Inspire 925. Das Unternehmen verfolgt die Vision einer Arbeitswelt, in der mithilfe von digitalen Innovationen starkes Mitarbeiterengagement Alltag ist. Hier setzt auch ihr zweites Startup an, LunchLottery, eine SaaS-Lösung, welche Mitarbeitende via Smart Matching Algorithmus hierarchie- und abteilungsübergreifend in Grossfirmen zum Lunch vernetzt. Zudem ist Groeneveld Referentin, Moderatorin, Buchautorin, Verwaltungsrätin und amtet bei Pro Zukunftsfonds Schweiz als Vizepräsidentin des Stiftungsrates. Ihr Engagement bei Pro Zukunftsfonds Schweiz ist mit einem klaren Ziel verbunden: «Ich wünsche mir, dass die Schweizer Pensionskassen einen einstelligen Prozentsatz ihres Vermögens in einen Dachfonds für hochskalierbare Jungunternehmen investieren. So hätten die Pensionskassen die Möglichkeit, eine gute Rendite bei breit verteiltem Risiko zu erzielen und nebenbei die Zukunftsfähigkeit des Innovationsstandortes Schweiz zu stärken.»

Mut und Ausdauer als Erfolgsrezept für Jungunternehmen

Auf ihr eigenes Erfolgsrezept angesprochen, meint Groeneveld, dass es wichtig sei,sich zu entwickeln und Prioritäten zu setzen. Auch erfordere Unternehmertum viel Durchhaltevermögen und den Mut, Neues zu wagen. So rät sie Firmengründern: «Man muss den Mut haben auch bei ungewissen Situationen vorwärts zu machen und die Ausdauer an der Sache dranzubleiben auch wenn’s mal nicht rund läuft.» Zudem: «Wie man die Prioritäten gewichtet, entscheidet oft über den unternehmerischen Erfolg», erläutert die Senkrechtstarterin.

Kommt bei einem Arbeitspensum wie ihrem die Freizeit nicht zu kurz? «Ich habe nicht das Gefühl, dass ich auf etwas verzichte. Allerdings verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit bei mir mittlerweile sehr häufig. Oft kommen mir beim Joggen gute Ideen oder beim Basketballspielen mit meinem Geschäftspartner fällt ein Satz zu einem Projekt, der einen Ball abseits des Spielfeldes ins Rollen bringt», sinniert die sportliche Start-up-Kennerin. Ruhe findet sie beim Lesen und Schreiben. Sie liest gerne Bücher aus verschiedensten Sparten. Zum einen, um ihren Wissensdurst zu stillen, zum anderen inspirieren sie andere Autoren auch für ihre eigenen Texte.

Mehr Frauenpower in der Schweizer Start-up-Szene

Es gäbe zwar viele Gründerinnen in der Schweiz, doch für Sunnie Groeneveld sind diese oft zu wenig sichtbar. Sie resümiert: «Ich würde mir definitiv wünschen, dass sich mehr Unternehmerinnen in der Schweiz sichtbar engagieren. An den Start-up-Anlässen und bei Referaten überwiegt meistens der Männeranteil. Dabei hätten es die Frauen genauso verdient, sich mit ihren Ideen und Start-ups zu präsentieren.» Sie selber tritt häufig öffentlich auf: «Man exponiert sich natürlich, wenn man vorne hin steht und über seine Vision spricht. Trotzdem würde ich es auch anderen Frauen empfehlen, die in Start-ups aktiv sind.»

Die Vielseitigkeit der in der TV-Sendung «Kampf der Ideen» beteiligten Start-ups findet Groeneveld sehr spannend. Ihre Motivation, bei diesem Wettbewerb mitzuwirken, erklärt sie folgendermassen: «Viele in der Schweiz gegründete Start-ups sind technisch mindestens ebenso gut wie diejenigen aus dem Silicon Valley. Gleichzeitig hat die Start-up-Szene in der Schweiz viel weniger Visibilität. Darum finde ich es herausragend, wie sich AXA mit dieser Kampagne engagiert und so eine Plattform für Schweizer Gründerinnen und Gründer bietet.»

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