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Grillieren ohne Rechtsstreit oder Busse? So geht's

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Wir alle freuen uns auf die kommenden warmen Sommerabende, an denen es sich herrlich draussen grillieren lässt. Jedoch sollte man beim Grillieren ein paar rechtliche Grundregeln beachten, damit die Nachbarn nicht übermässig gestört werden oder gar am Schluss die Polizei vor der Türe steht.

Beim gemütlichen Barbecue im Freien gilt: Der Nachbar feiert unfreiwillig mit! Der Gesetzgeber hat deshalb Grundregeln aufgestellt, die zu berücksichtigen sind, damit es nicht zum Rechtsstreit kommt:

Beachten Sie die Nacht- und Ruhezeiten gemäss Ihrem lokalen Polizeireglement.

Während der Nacht- und Ruhezeiten ist lärmintensives Verhalten zu unterlassen. Die Nachtruhezeit beginnt je nach Region und Jahreszeit normalerweise um 22.00 oder 23.00 Uhr. Spätestens ab dann sind Gespräche nur noch in gedämpfter Zimmerlautstärke erlaubt. Bereits ab 20.00 Uhr sowie über Mittag und am Sonntag ist lärmintensives Verhalten zu unterlassen. Zu diesen Zeiten ist die Toleranzgrenze aber höher angesetzt als bei der Nachtruhe. Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Gemeindeverwaltung.
Die Nichteinhaltung des Polizeireglements kann zu einer Verwarnung durch die Polizei oder gar zu einer Busse führen.

Stellen Sie sicher, dass Ihr Nachbar nicht von übermässigen Rauch- und Grilldünsten beeinträchtigt wird.

Dies erreichen Sie, indem Sie den Grill an einer geeigneten Stelle (etwas entfernt von der Nachbarsgrenze) aufstellen, idealerweise einen Gasgrill verwenden und keine unnötigen Anzünd- und andere Stoffe ins Feuer geben. Auch die Vereinbarung bestimmter Grilltage kann helfen, Streitigkeiten zu verhindern.
Übermässige Lärm-, Rauch- oder Geruchsemissionen können richterlich verboten werden.

Wenn Sie Mieter sind, beachten Sie zusätzlich die Bestimmungen des Mietvertrags und der Hausordnung.

Wenn Sie diese Vorschriften nicht einhalten oder andere Mieter stören, kann der Vermieter Sie wegen mangelnder Rücksichtnahme oder Nichteinhaltung des Mietvertrags abmahnen. Schlimmstenfalls kann Ihnen der Vermieter im Wiederholungsfall sogar das Mietverhältnis kündigen!

Das Wichtigste aber ist: Nehmen Sie Rücksicht und seien Sie tolerant gegenüber Ihren Nachbarn. Das Zusammenleben in der Nachbarschaft funktioniert nur, wenn alle Seiten eine gewisse Flexibilität zeigen und man im Gespräch bleibt.

So wird Ihnen der Nachbar vermutlich nicht böse sein, wenn Sie – nach vorgängiger Information an Ihrem Geburtstag etwas länger draussen vergnügt grillieren als sonst.