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Was zählt im Konkubinat?

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Die gemeinsame Wohnung von Alexandra und David im Zürcher Kreis 5 ist so bunt wie ihr Leben. Federn hängen von der Decke und auf der Couch sitzen Einhorn-Plüschtiere. Hier leben die beiden freigeistigen Freiberufler zusammen mit ihrem Sohn Kosmo.

Was bedeutet es, im Konkubinat zu leben? Antworten im Video:

Ist Ihre Familie ausreichend abgesichert? Finden Sie es jetzt heraus.

5 Fragen zur verbindlichen Unverbindlichkeit, dem Konkubinat

Alexandra und David leben im Konkubinat und sind eine Familie sondergleichen, bei der jeder Tag anders und bestimmt nie alltäglich ist, oder wie David es sagt: «Alles kann passieren».

Ich frage mich, was passiert, wenn alles passiert? Was gilt es als Paar im Konkubinat zu beachten?

Renzo Priore, Vorsorgespezialist der AXA Winterthur, im Interview mit Verena Kosheen

Ist das Konkubinat eine Art verbindliche Unverbindlichkeit?

Eine verbindliche Unverbindlichkeit ist sehr emotional ausgedrückt. Verbindlich ist nur die emotionale Bindung. Wenn sich ein Paar trennt, beschert ihnen das keine rechtlichen Konsequenzen. De facto ist das Konkubinat also unverbindlich, ohne gesetzlich detaillierte Regelung.

Was gilt es als Paar im Konkubinat hinsichtlich Vorsorge zu beachten?

Eins vorweg: Konkubinatspartner ist man nur dann, wenn nachgewiesen werden kann, dass man fünf Jahre oder länger an gleicher Adresse gelebt hat. Innerhalb der 1. Säule gibt es für Paare im Konkubinat weder Regelungen noch Ansprüche.
In der 2. Säule besteht die Möglichkeit, den Lebenspartner spezifisch zu begünstigen. Bei gemeinsamen Kindern oder wenn man bereits länger als fünf Jahre zusammenlebt, kann im Todesfall der hinterbliebene Partner mit einem Anspruch auf die Rente begünstigt werden. Kinderlose Paare können den Partner in der Pensionskasse begünstigen.
In der Säule 3a existiert hinsichtlich Begünstigung eine klare gesetzliche Abfolge. An erster Stelle steht immer der Ehepartner. Wenn dieser fehlt, folgen an zweiter Stelle der Konkubinatspartner und direkte Nachkommen.

Ich vermute, dass vielen Paaren im Konkubinat nicht bewusst ist, dass sie keinen gesetzlichen Erbanspruch haben. Was muss man beachten?

Um für den Partner einen Erbanspruch geltend zu machen, muss ein Testament geschrieben werden. In diesem müssen andere Erben auf den Pflichtteil gesetzt und der noch verfügbare Rest muss dem Partner zugeschrieben werden. Anspruch auf einen Pflichtteil haben der Ehegatte sowie die Eltern und Kinder des Verstorbenen. Besteht weder Testament noch Erbvertrag, so haben bei kinderlosen Paaren im Konkubinat die Eltern des verstorbenen Partners den hundertprozentigen Erbanspruch. Bei Paaren mit Kindern fällt der Erbanspruch entsprechend auf den Nachwuchs.

Welche Vorteile sehen Sie im Konkubinat?

Paare, die im Konkubinat leben, sind steuerrechtlich gesehen im Vorteil, da sie ihre Einkommen separat versteuern. Verheiratete Paare sind diesbezüglich oft benachteiligt, da die Einkommen zusammengezählt werden. Zwar profitieren sie von einem tieferen Steuertarif, jedoch fällt das doppelte Einkommen in eine höhere Steuerprogression – das ist die sogenannte Heiratsstrafe. Rechtlich gesehen und hinsichtlich der Vorsorge gibt es im Konkubinat, abgesehen vom unkomplizierten Beenden der Partnerschaft, keine Vorteile.

Welchen Rat würden Sie Alexandra und David auf den Weg geben?

In einem ersten Schritt sollten sie abklären, wie sie versichert sind. Der Todesfall ist nur die eine Seite, auch die Erwerbsunfähigkeit kann weitreichende Konsequenzen haben. In einem zweiten Schritt sollten sie sich Gedanken über weitere zusätzliche Leistungen machen, so dass einerseits der Partner und andererseits auch ihr gemeinsamer Sohn finanziell abgesichert ist.

Ich denke, dass eine individuelle Vorsorgeberatung und -lösung die nötige Freiheit auch für Freigeister schaffen kann.

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