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Vorsorge

Die häufigsten Irrtümer zum Thema Pensionskasse

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Das umfassende Vorsorgesystem der Schweiz ist nicht einfach zu verstehen und daher treten häufig Irrtümer auf. Dies hat auch eine 2015 durchgeführte Studie der AXA Investment Managers über das Pensionskassenwissen der Schweizer Bevölkerung bestätigt. Nachfolgend klären wir die drei wichtigsten Irrtümer auf.

Irrtum Nr. 1

Die Höhe des Umwandlungssatzes beeinflusst nur die Rente der Leute, die jetzt pensioniert werden.

Falsch! Der hohe Umwandlungssatz beeinflusst auch die Renten der zukünftigen Rentner, also der heute jungen Generation – nämlich negativ!

Warum? – Weil bei einem zu hohen Umwandlungssatz das Geld der Rentner alleine nicht ausreicht, um die Rente zu finanzieren. Die Konsequenz daraus: Man muss für die Sicherstellung der Renten Geld einsetzen, welches sonst den Menschen zugute kommen würde, die heute noch im Arbeitsprozess stehen. Die Folge: Diese Menschen werden am Ende ihres Berufslebens weniger Kapital auf ihrem Konto der beruflichen Vorsorge haben – also auch weniger Rente erhalten. Kurz: Auch die Renten der künftigen Rentner werden beeinflusst!

Irrtum Nr. 2

Je höher der Mindestzins im obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge angesetzt ist, desto mehr Zins gibt es für die Versicherten!

Falsch! Je tiefer der Mindestzins liegt, desto höher fällt die Gesamtverzinsung in der Regel aus!

Warum? – Da eine Pensionskasse den Mindestzinssatz sicher erreichen sollte, muss sie das Geld so anlegen, dass dieses Mindestziel mit einer hohen Wahrscheinlichkeit erreicht wird, also sehr vorsichtig. Liegt der vorgeschriebene Mindestzins tiefer, so kann die Pensionskasse in der Anlage etwas höhere Risiken eingehen – und in der Regel auch etwas höhere Erträge erwirtschaften. Ein Vergleich mit den Pensionskassen im Fürstentum Liechtenstein macht dies deutlich: Im Fürstentum gibt es keine Mindestzinsvorschrift – die Gesamtverzinsung der Pensionskassen liegt in den meisten Jahren deutlich höher als jene von Schweizer Pensionskassen.

Irrtum Nr. 3

Auf meinem Pensionskassenausweis kann ich sehen, wie viel Rente ich dereinst erhalten werde.

Falsch! Auf dem Pensionskassenausweis ist lediglich das «provisorische Alterskapital» ersichtlich.

Warum? – Schon Mark Twain soll gesagt haben: «Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.» Das gilt selbstverständlich auch in Bezug auf unsere Renten. Allzu viel kann sich noch ändern, bis wir dereinst selber in Rente gehen. Aus diesem Grund sind auf dem Pensionskassenausweis «nur» Angaben zum so genannten «provisorischen Alterskapital» zu finden. Diese beruhen auf den aktuell geltenden Umständen, respektive auf einer Einschätzung von Experten, mit wie viel «Zinsen» für die Zukunft gerechnet werden kann. Diese Zahl wird auf dem Pensionskassenausweis als «Projektionszins» ausgewiesen. Er ist – auch dies gilt es zu beachten – nicht bei allen Pensionskassen gleich. Die einen schätzen ihn eher optimistischer, andere eher pessimistischer ein.