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Reform Altersvorsorge abgelehnt: Was bedeutet dies für die Vorsorge?

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Das Schweizer Stimmvolk hat sich knapp gegen die Reform der Altersvorsorge ausgesprochen. Es bleibt damit alles beim Alten. Ist unsere Altersvorsorge nun gefährdet und was bedeutet dieser Entscheid für unsere individuelle Vorsorge? Thomas Gerber, Leiter Leben AXA Winterthur, im Interview.

Anhaltend tiefe Zinsen und eine steigende Lebenserwartung gefährden die Finanzierung der Altersrenten. Mit der Reform Altersvorsorge 2020 wollte der Bundesrat Gegensteuer geben und das Vorsorgesystem stabilisieren. Das Nein an der Urne verhindert nun die baldige Fahrt in ruhigere Gewässer.

Thomas Gerber, was bedeutet das Nein zur Altersreform aus gesellschaftlicher Sicht?

«Die Finanzierung der AHV und die systemfremde Umverteilung in der beruflichen Vorsorge bleiben langfristig ungelöst. Die finanzielle Stabilität des Altersvorsorgesystems ist gefährdet, weil in den nächsten Jahren die geburtenstarken Jahrgänge – die sogenannten Babyboomer – das Pensionsalter erreichen und die Lebenserwartung steigt. Die Umverteilung von Jung zu Alt im BVG von rund 7 Milliarden Franken pro Jahr (Schätzung) wird weitergehen und das Defizit der AHV weiter steigen – bis im Jahr 2030 wird es rund 7 Milliarden Franken betragen. 2035 wird der AHV-Fonds ein Minus von rund 44 Milliarden Franken aufweisen.»

Wie geht es nun weiter mit der Altersvorsorge?

«Die Probleme werden in die Zukunft verlagert und noch teurer für die Jungen. Der Druck, rasch neue Lösungsansätze zu finden, verschärft sich. Der Bundesrat wird nun zuhanden des Parlamentes einen neuen Plan, eine neue Reformvorlage ausarbeiten müssen. Auch im besten Fall wird dies mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Die AXA ist überzeugt, dass es eine Reform braucht, und wir werden uns auch weiterhin aktiv mit unseren Möglichkeiten in die Diskussion einbringen.»

Was raten Sie Kunden im Hinblick auf die Optimierung der privaten, individuellen Vorsorge?

«Die Altersvorsorge wird sich in den kommenden Jahren so oder so verändern. Viele Arbeitnehmer müssen dereinst mit weniger Renten rechnen, weil zum Beispiel die Umwandlungssätze gesenkt werden müssen und weniger Rendite erwirtschaftet werden kann. Wer auch nach der Pensionierung ein finanziell sorgloses Leben führen möchte, sollte das Steuer selbst in die Hand nehmen und in die private, freiwillige Vorsorge der Säule 3a investieren. Kurz gesagt, Eigenverantwortung ist gefragt. Da die optimale Vorsorge stark von der individuellen Situation abhängt, lohnt es sich, fachlichen Rat einzuholen. Die Beraterinnen und Berater der AXA stellen Ihnen ihr Wissen auf diesem Gebiet jederzeit gerne zur Verfügung.»

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    Thomas Gerber

    Thomas Gerber ist Mitglied der Geschäftsleitung der AXA und als Leiter Leben ein ausgewiesener Experte in Vorsorge-Fragen.

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