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Gebrauchtwagenkauf: mehr Sicherheit dank Checkliste

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Der Kauf einer Auto-Occasion stellt den Käufer in der Regel vor grosse Herausforderungen: Vor dem definitiven Kaufentscheid sind neben dem Zustand des Fahrzeugs auch die Vollständigkeit der Dokumente und die vertraglichen Abmachungen zu prüfen.

Weil beim Kauf einer Occasion (Gebrauchtwagen) viele technische und rechtliche Punkte zu prüfen sind, gehen Sie als Käufer am besten systematisch vor: Mit einer Checkliste lässt sich gewährleisten, dass alle rechtlich und technisch relevanten Fragen beantwortet sind. Noch mehr Sicherheit haben Sie, wenn Sie einen Sachverständigen beiziehen oder eine neutrale Stelle wie den TCS mit der Beurteilung des Gebrauchtwagens beauftragen.

Sind Sie auch ohne Garantieleistung geschützt?

Wer eine Occasion erwirbt, darf grundsätzlich ein fahrtüchtiges und verkehrssicheres Fahrzeug erwarten. Jedoch sind bei dieser Qualifikation die gegebenen Umstände wie Alter, Kilometerstand und Preis des Fahrzeugs zu berücksichtigen. Stellt sich das Fahrzeug nach dem Kauf trotz sorgfältiger Prüfung als mangelhaft heraus, müssen Sie als Käufer rasch handeln. Falls im Kaufvertrag eine Garantie vereinbart wurde, so können Sie sich darauf berufen. Auch wenn die Occasion ohne Garantieleistung verkauft wurde, sind Sie als Käufer bis zu einem gewissen Grad geschützt: Die gesetzliche Gewährleistung gilt in der Schweiz für jede Transaktion – also auch für den Gebrauchtwagenverkauf. So ist der Verkäufer verpflichtet, Ihnen ein Fahrzeug zu übergeben, das frei von Mängeln ist, die den Wert vermindern oder den Gebrauch des Fahrzeugs verunmöglichen. Die gesetzliche Gewährleistungspflicht kann jedoch vertraglich ausgeschlossen werden (vgl. weiter unten).

Mangel entdeckt – was tun?

Weist das erworbene Fahrzeug einen wesentlichen Mangel auf oder erweist sich eine zugesicherte Eigenschaft («unfallfrei», «kein Blechschaden») als falsch, so sieht die gesetzliche Gewährleistung zwei Möglichkeiten vor:

  • Bei kleineren Mängeln können Sie eine Herabsetzung des Kaufpreises (Minderung) verlangen. In der Regel entspricht diese Minderung den notwendigen Reparaturkosten.
  • Bei gravierenden Mängeln können Sie die Rückabwicklung des Kaufvertrags (Wandelung) verlangen. 

Eine Minderung oder Wandelung kann nur dann verlangt werden, wenn Sie das gekaufte Fahrzeug unverzüglich geprüft und einen allfälligen Mangel sofort gerügt haben. Die Rüge muss einen genauen Mangelbeschrieb beinhalten und zum Ausdruck bringen, dass Sie die Gewährleistung verlangen. Sie ist dem Verkäufer sofort nach Kenntnisnahme des Mangels eingeschrieben zuzustellen. Wird die unverzügliche Prüfung des gekauften Fahrzeugs und/oder die anschliessende sofortige Mängelrüge unterlassen, so gilt der Fahrzeugzustand als stillschweigend genehmigt und Sie verlieren Ihre Ansprüche.  

Ausnahme: «Verdeckte Mängel», die bei der üblichen Untersuchung des Fahrzeugs nicht erkennbar sind, können bis zu zwei Jahre nach dem Kauf gerügt werden. 

Wo «kleinere Mängel» aufhören und «gravierende Mängel» anfangen, liegt letztlich im Ermessen des Richters. Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine Wandelung in Grenzfällen vor Gericht nur schwer durchzusetzen ist.

Anpassung bzw. Ausschluss der gesetzlichen Gewährleistungspflicht

Die gesetzliche Gewährleistungspflicht kann vom Verkäufer im Kaufvertrag angepasst oder sogar gänzlich ausgeschlossen werden. So wird oft versucht, das oben erwähnte Minderungsrecht (das Ihnen bei einem Mangel erlaubt, eine Herabsetzung des Verkaufspreises zu verlangen) und Wandelungsrecht (Rückabwicklung des Kaufvertrags) auszuschliessen. Einen kompletten Ausschluss der gesetzlichen Gewährleistungspflicht sollten Sie als Käufer nicht hinnehmen. Zeigt sich der Verkäufer diesbezüglich unflexibel, müssen Sie den Verkauf noch einmal überdenken. 

Gut zu wissen

Für arglistig verschwiegene Mängel und für das Fehlen zugesicherter Fahrzeugeigenschaften lässt sich die gesetzliche Gewährleistungspflicht nicht ausschliessen. Auch solche Mängel müssen aber umgehend nach dem Auffinden schriftlich gerügt werden.

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